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Seyran Ates kämpft an vorderster Front gegen Zwangsheirat und Ehrenmorde, für Frauenrechte und Integration, ihr Stern ist aber zwischenzeitlich verblasst - Nazimorde, Wulff-Affäre, Griechenland konnten sich in den Medien durchsetzen. Die streitbare Gallionsfigur ist für die deutsche TÜV-Türken-Zertifizierungsabteilung zuständig, in der Zwangsheiraten, Ehrenmorde, Frauenrechte und Integration in öffentlichen Diskursen behandelt werden. Seit heute erklärt sich Ates auch für die Meinungs- und Pressefreiheit in der Türkei zuständig, in der die Islamisierung sich unausweichlich und unverdrossen breitmacht, weshalb Seyran Ates Ihren Pass abgeben will, den Sie seit 2000 neben der Deutschen wohlbehütet im Kleiderschrank aufbewahrte.
Als eine Migrantin türkisch-kurdischer Herkunft kam Sie vor mehr als 40 Jahren (1969, da war Sie bereits 6 Jahre alt) nach Deutschland. Also in einer Zeit, in der die Meinungs- und Pressefreiheit genauso stark beschnitten war, insbesondere während der Zeit der Militärjunta, die sich in den 80´er Jahren in die Regierungsgewalt gepuscht hatte - da war sie bereits 16 Jahre alt. Seither dümpelt die Türkei nach dem internationalen Ranking der "Reporter ohne Grenzen" irgendwo zwischen Rang 100 und 150 (2002/Rang 100; 2004/Rang 114; 2006/Rang 101; 2008/Rang 114; 2009/Rang 123; 2010/Rang 138; 2011-12/Rang 148). Gründe hatte die Rechtsanwältin also allemal, ihren türkischen Pass vor Jahren abzugeben. 2006 war Sie ja noch mutig genug ihre Anwaltszulassung abzugeben, weil angeblich die Ehemänner ihrer türkisch-kurdischstämmigen Mandantinnen nach ihrem Leben trachteten. Sie wollte ja nicht wie Ayaan Hirsi Ali enden.
Nun bangt die 43-jährige um ihr Erbe, aber auch hier kann ich Sie beruhigen, denn seit 2009 hat man als geborene "Türkin" weiterhin alle sozialen und zivilrechtlichen Rechte in der Türkei, auch im Erbrecht, aber das müsste die Rechtsanwältin ja selbst wissen, ist ja eine Gesetzesnovelle, die die Rechte der ausgetretenen Staatsbürger erneut unterstreicht. Jedem ehemaligen türkischen Staatsbürger ist auch bekannt - das wird einem auch unmittelbar mitgeteilt - dass die Staatsbürgerschaft zwar auf dem Papier endet, moralisch aber aufrechterhalten wird. Deshalb verdanken auch viele ehemalige osmanisch-jüdischen Mitbürger den vielen türkischen Diplomaten in Europa ihr Leben, nach dem sie und mit ihr die Kinder und Enkel sich Anfang des 19. Jahrhunderts für Frankreich, Deutschland oder ein anderes europäisches Land entschieden hatten und ausgewandert waren. Während der nationalsozialistischen Ära in Europa konnten fast sämtliche französischen, deutschen, griechischen, rumänischen und niederländischen jüdischstämmigen Staatsbürger die türkische Staatsbürgerschaft wiedererlangen, um Europa in letzter Minute den Rücken zu kehren.
Ates braucht sich also keine Sorgen zu machen, wenn es in Deutschland erneut brodelt. Die Türkei wird Sie als Deutsche aufnehmen, ohne wenn und aber, auch wenn Sie sich als O-Ton "Nestbeschmutzerin" ansieht, die ihr ja die türkischen Medien nachgesagt haben sollen, was sie selbst immer wieder unterstreicht. Deshalb wird die Türkei es ihr auch verzeihen - eigentlich wird man nicht einmal Notiz davon nehmen - wenn Ates die momentane türkische Politik ankreidet und damit ihren sinkenden Stern erneut im gleisenden Licht erstrahlen lässt, in dem sie ihren türkischen Pass abgibt. Necla Kelek dümpelt ja auch irgendwo in Ärztezeitungen und erteilt dort Unterricht über die türkische Wahrnehmung von Krankheiten, darunter "die wahrscheinlich häufige Rekonstruktion des Jungfernhäutchens". Ates macht das eben mit der Abgabe der türkischen Staatsbürgerschaft und dabei wird es nicht bleiben. Nichts neues also.
Ates, die erneut an ihre Lebensgeschichte erinnern will, übergeht eigentlich einige Fakten. Sie wurde z.B. nicht als Frau, als türkisch-kurdischstämmige Frau, sondern als Anwältin einer Ehefrau bedroht oder "geschlagen". Auch deutsche Anwälte, Richter und Staatsanwälte erleben hin und wieder solche Racheattacken. Aktuell ist wohl der Übergriff in einem Dachauer Gericht, bei dem ein Staatsanwalt erschossen wurde. Der Vorfall in Dresden, bei dem die Ägypterin Marwa S. getötet wurde, ist auch nicht vergessen. Wie viele wurden dabei verletzt, getötet oder werden tagtäglich bedroht und erhalten keinen Schutz? Sie darf sich als Privilegierte bezeichnen, gleich in mehrerer Hinsicht: Sie wird weiterhin in den Augen des türkischen Staates eine Türkin bleiben und sie erhält zum Schutz Beamte vom LKA zugestellt, wovon andere nur träumen können.
Einzelfälle, Vorfälle müssen als solche betrachtet und nicht als eine ausländer- oder islamspezifische Katastrophe serviert werden, denn die Vorfälle reichen allenfalls für Strafbefehle aus, keineswegs für soziologische Gesamturteile auf eine spezifische Gemeinde oder Religion. Einige Hinterwäldler immer wieder als Vorzeigetürken oder Musterislamisten hinzustellen, die gegenüber ihr oder ihren Mandantinnen irgendwann mal handgreiflich wurden, ist meines erachtens nur dafür da, Publicity für irgendetwas zu erreichen - vielleicht für ein neues Buch! Es ist beschämend, dass Ates ihr eigenes Schicksal und die daraus gewonnene private Ideologie der gesamten türkischen Gemeinde anheften will und hierbei in der Medienlandschaft eine Industrie vorfindet die bereitwillig mitzieht. Die deutschen Medien haben es aber immer noch nicht gerafft, dass diese Frau nicht die Migrantinnen sondern nur sich selbst repräsentiert. Wollen Sie auch nicht, denn Sie ist gewinnbringend, eine Figur auf der man aufbauen kann.
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Re: Ates wird Germanierin in dem Sie den türkischen Pass abgibt
Das ist ja mal eine erfreuliche Nachricht.
Wieder ein Problemfall weniger. Da kann sich Frau Ates nun um Ihre kurdische Community in Deutschland kümmern, mit Ihren ganzen archaischen Strukturen (Zwangsheirat,Ehrenmord,Genitalverstümmelung etc.)
Da durften doch tatsächlich bewaffnete Beamten eines Drittstaates, Madame bei Ihrer Einreise in die Türkei nicht begleiten. Was für ein Fau Pax!
Tut mir Leid, aber kein souveräner Staat duldet fremde bewaffnete Einheiten auf seinem Staatsgebiet -von Staatsgästen und derem Sicherheitsdienst mal abgesehen.
Und so wichtig ist die gute Dame nunmal nicht.
Wahrscheinlich wäre Sie die erste,die nach dem Untergang des Abendlandes schreit, wenn türkische Aktivisten mit bewaffnetem Personenschutz der türkischen Sicherheitskräfte nach Deutschland einreisen wollten (wobei das nach den zahlreichen "Döner"-Morden und der schlampigen Arbeit deutscher Behörden sicherlich angebrachter wäre).
Fazit:
Ein kleiner Schritt für Frau Ates, ein großer für die Türkei!