Zwischenkultur | die Dokumentation

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Zwischenkultur | die Dokumentation

Der Dokumentationsfilm zur Ausstellung “Zwischenkultur”

Es ist bekannt, dass nicht das Aussehen eines Menschen die Herkunft formt, sondern der Geist. Die Seele ist die Verbindung zwischen dem Mensch und der Welt; mit ihrer Energie lebt ein Mensch, ohne auf den Ort zu achten, er lebt. Kultur bringt einem Menschen bei, wie er in diesem Leben, an diesen Orten zu leben hat. Kultur gibt uns vielleicht eine Mimik vor und unterstützt uns Orientierung zu finden.

Aber was, wenn der Mensch an einen Ort mit anderer Kultur zieht, oder gar an einem Ort auf die Welt kommt, wo er zwischen zu Hause und Draußen in unterschiedliche Kulturen geboren wird? Ein Mensch, der zwei Charakter entwickeln muss, zwei Schablonen für die Unauffälligkeit, in der zwingenden Situation aufzufallen wegen des Aussehens. In diesem Fall bleibt der Seele nichts anderes übrig sich in zwei zu teilen, ohne Schizophren zu werden.

Viele Gesichter für viele Fragen, doch die Fragen haben meistens kein Ende. Es werden Personen porträtiert, die sich in diesem Dilemma befinden. Leben in wandelndem Stil, Gesichtsausdrücke ohne Konstanz und dann wird man auch noch mit Ablehnung bestraft. Diese Ablehnung hat keinen festen Pol, es handelt sich vielmehr darum, dass man es keiner Gruppe recht machen kann. In dieser Fotografie-Serie geht es um diese zwei Seelensplitter, die verschwommenen und unentschiedenen Gesichter in einer zwiespältigen Gesellschaft.

Türken und Deutsche leben nun seit mehr als 18.250 Tagen miteinander. Kanzlerin Angela Merkel erklärt Multikulti für gescheitert. Es hätte vielleicht von Anfang an kein Miteinander sein sollen, sondern ein Ineinander, denn so hat man anscheinend Generationen gebildet, die umher laufen, ohne zu wissen, wo sie eigentlich positioniert sind, bzw. sein wollen. Leider sehen wir, dass diese Art und Weise Zielscheiben für ein Braunes Netzwerk gebildet hat. Leider sehen wir nur unklares, verschwommenes eben. Diese Fotografie ist ein Hinweis, denn die Zwischenkultur ist inzwischen Kultur.

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Schnitt, Regie & Produktion: Mirza Odabasi
Kamera: Mirza Odabasi, Sadik Bayrak
Musik: Orient Expressions

Zwischenkultur heißt auch der Titel einer Fotoausstellung von Mirza Odabasi, die vom 7. Januar bis zum 29. Februar in der Bibliothek der Stadt Solingen, Mummstraße 10. zu sehen ist.

Mirza Odabasi, 1988 in Remscheid geboren, studiert Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Düsseldorf. Im Internet ist er unter der Adresse www.mirzaodabasi.de zu finden.

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