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Die Generalstaatsanwaltschaft der Provinz Diyarbakir erwartet nach einem kurzen Gespräch mit dem kurdischstämmigen Politiker und Aktivisten Ibrahim Güclü eine Namensliste über Personen die von der Terrororganisation PKK oder der Hizbullah ermordet worden sein sollen. Ibrahim Güclü, der sich seit mehr als 30 Jahren für ein unabhängiges kurdisches Land politisch engagiert hatte, wurde mehrmals wegen Terrorismus zu langen Haftstrafen verurteilt, ging ins Exil und kam 2008 zurück. Gegenüber dem Menschenrechtsausschuß des türkischen Parlament hatte Güclü angegeben, er kenne die Namen und die Umstände die zum Tod von tausenden kurdischstämmigen geführt hätten.
Nach dem sich ein Untersuchungsausschuß des Parlaments die Aussagen des ehemaligen "Ala Rizgarî" Mitglieds Ibrahim Güclü angehört hatte, zeigte auch die Generalstaatsanwaltschaft in Diyarbakir Interesse an den Aussagen. Güclü erklärte heute der Presse, er sei von der Generalstaatsanwaltschaft zu einem Gespräch eingeladen worden. Er selbst sei dazu bereit eine Aussage zu machen und habe dazu für den morgigen Tag eine 40 Seiten starke Liste erstellt. In der Liste würden die Namen von tausenden Personen mit Bemerkungen stehen, die entweder von der mehrheitlich von der PKK oder der Hizbullah ermordet bzw. auf Anordnung liquidiert worden seien. Diese Liste werde er dabei übergeben, so Güclü. Die Polizei geht inzwischen von mehr als 12.000 Fällen aus, bei denen Morde bisher unaufgeklärt blieben und der PKK bzw. der Hizbullah zugeschrieben werden.
Güclü der während seiner aktiven politischen Tätigkeit die PKK sogar immer wieder wegen ihrer Nachgiebigkeit gegenüber der türkischen Regierung kritisiert hatte, vom eigenem politischen Umfeld als absoluter Hardliner bezeichnet wurde, war erst vor kurzem aus dem Exil - wie Kemal Burkay erst voriges Jahr - in die Provinzstadt Diyarbakir zurückkehrt. Bereits 2008 wurde Güclü vom militärischen Arm der PKK, der HPG öffentlich bedroht, nach dem er die PKK-Linie erneut kritisiert hatte. Seit kurzem ist Güclü wie auch Kemal Burkay, intensiv damit beschäftigt, im Zuge des Untersuchungsausschußes und der polizeilichen KCK- sowie PKK-Ermittlungen Aussagen zu machen.
Erst vor kurzem erklärte Güclü, die PKK habe eigene Mitglieder und Aktivisten die für die kurdische Sache gekämpft hätten, erst als Verräter gebrandmarkt und dann töten lassen. In der jetzt besagten Liste sollen u.a. der Führer der KAWA-Bewegung Ferit Uzun, Mustafa Camlibeli aus Agri, die Funktionäre der Revolutionären Vereinigungen Mustafa Tangüner und Ali Kemal Adsiz, die hohen Funktionäre der PKK Resul Altinok, Mehmet Sener und Cetin Güngor sein.
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