BDP fordert zum Widerstand auf - "Wartet nicht auf Anweisungen"

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Demirtas in Van

Die pronationalistisch-kurdische Partei BDP fordert zum Jahrestag der Verhaftung Abdullah Öcalans das Volk zum Widerstand auf

Während einer Ansprache in Van forderte der Vorsitzende der pronationalistisch-kurdischen BDP das Volk im Südosten auf, zu tausenden, zu hunderttausenden auf die Straßen zu gehen. "Gegen diesen Faschismus muss protestiert werden" sagte der Vorsitzende Selahattin Demirtas.

Selahattin Demirtas der nach einer kurzen Stipvisite in Hakkari nach Yüksekova weiterreiste, hatte in Gesprächen mit Parteimitgliedern die AKP-Regierung scharf kritisiert. Die landesweiten KCK-Operationen seien faschistische Übergriffe auf das Volk. Die AKP versuche mit staatlichem Terror Gegner in die Knie zu zwingen, erklärte Demirtas und fügte hinzu, die AKP-Regierung habe ihre eigene Terrororganisation aufgebaut und jetzt verstehe man es durchaus besser, warum in Istanbul ein Mädchen durch Molotowcocktails sterben musste oder in Van eine Bank mit Molotowcoktails beworfen wurde. Nach den Gesprächen in Yüksekova reiste Demirtas nach Van. Demirtas warf hier der Regierung auch vor, mit dem Erdbeben in Van das Volk bestrafen zu wollen. Noch immer würden die Mittellosen Menschen in Notunterkünften hausen, so Demirtas.

Für den 15. Februar rief Demirtas die Bevölkerung zum Widerstand auf. Das Volk dürfe nicht mehr auf die Anweisungen warten, sondern selbst ihre Rechte mit allen Mitteln in die Hand nehmen und dagegen protestieren. Man habe sich bereits für die Freiheit entschieden, so Demirtas weiter.

Unterdessen wurden in einer landesweiten KCK-Razzia in 30 Städten über 113 Personen festgenommen, darunter auch Gewerkschaftsmitglieder. Die Polizei teilte mit, man habe es auf die Verbindungen zwischen den einzelnen unabhängig agierenden Terrorzellen der PKK und dem politischen Arm, der KCK im landesinneren abgesehen. Dabei wurden auch zahlreiche Waffen und Sprengstoff sichergestellt. Bei der Razzia in Mersin wurden in einem Haus 27 selbsgebastelte Bomben sichergestellt, die mit Nägeln präpariert waren. Landesweit wurden Polizei und Sicherheitskräfte angewiesen, verstärkte Sicherheitsmaßnahmen einzuleiten, insbesondere weil der 15. Februar auch der Jahrestag der Verhaftung des Abdullah Öcalan ist.

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