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Laut dem Nachrichtenportal Lippische Landes-Zeitung veröffentlichte die Rechtsmedizin vor zwei Wochen das Gutachten über die Todesursache. Sie wurde mit mehreren Schüssen in den Kopf getötet. Die Kurdin wurde vergangene Woche in der Türkei (Midyat) beerdigt.
Arzu Özmen wurde am 1. November von fünf zum Teil bewaffneten Personen aus der Wohnung ihres 23-Jährigen deutschen Freundes entführt. Ihr Leichnam wurde Mitte Januar in Großensee, 250 Kilometer von Detmold, bei Hamburg auf einem Golfplatz gefunden. Die Staatsanwaltschaft hat gegen die Familienmitglieder insbesondere den Vater ins Visier genommen. Ermittlungen sollen bereits eingeläutet worden sein. Auch gegen die Geschwister von Arzu sollen laut Zeitung ermittelt werden. In Untersuchungshaft sitze jedoch niemand.
Die ermittelnde Staatsanwaltschaft und Polizei geht davon aus, dass die kurdische Familie die Beziehung ihrer Tochter zu einem „nicht kurdischen Mann“ unterbinden wollte. Die 18-Jährige hätte sich dem Willen der streng jesidischen Familie nicht beugen wollen. Daraufhin wäre ein sogenannter Ehrenmord durchgeführt worden. Arzu Özmen lebte vor ihrer Ermordung bereits in einem Frauenhaus.
In Deutschland sorgten Zwangsverheiratungen, Brautkauf und etliche Ehrenmorde an jungen kurdischenstämmigen Frauen für Aufsehen. Traurige Berühmtheit erlang die kurdischstämmige Hatun Sürücü, die ebenfalls mit Kopfschüssen getötet wurde. Auch die Kurdin Gülsüm Semin wurde wegen ihres deutschen Freundes von ihrer Familie ermordet. Die Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes sowie die Grünen-Politikerin Ute Koczy forderten nach der Ermordung von Arzu Özmen ein Eingreifen der Bundesregierung und sprachen sich für mehr Schutz für kurdischstämmige Frauen aus. Heute findet ein Trauermarsch zur Erinnerung an Arzu in Detmold statt.
Vergangenen Freitag wurde die 31-Jährige dreifache Mutter Fauzia vor den Augen ihrer Kinder von ihrem Ehemann brutal erstochen. Die jesidische Kurdin wannte sich Tage zuvor an die Polizei, weil dieser sie schwer misshandelte. Ordnungskräfte Bedil. A laut dem Westfalen-Blatt für 10 Tage der Wohnung verwiesen haben. Der 36-Jährige Bedil A. kehrte allerdings zurück und erstach die Ehefrau. Die ermittelnde Staatsanwaltschaft sprach von Ermittlungsschwierigkeiten, weil man auf eine Mauer des Schweigens in kurdischen Gemeinde stoße.
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