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Neue Berichte der Opposition in Syrien und der Türkei werden durch Videoaufzeichnung bestätigt. In Afrin, Hama und Aleppo ziehen Assad-Anhänger als Schlägertrupps durch die Straßen
Die syrische Opposition hatte erste Verdachtsfälle bereits am vergangenem Donnerstag gemeldet. Immer mehr Video- und Bildaufnahmen bestätigen jedoch die seit Tagen anhaltenden Vermutungen, das Assad-Regime bediene sich auch Schlägertrupps der PYD. Auch am Freitag hätten nach Berichten von syrischen Aktivisten in vielen Orten nach dem Freitagsgebet Schlägertrupps Jagd auf Demonstranten gemacht, darunter in der Protesthochburg Hama. Dabei sollen mehr als 50 Personen zum Teil schwer verletzt worden sein.
Wie die Opposition in Syrien und im Ausland meldet, werden vermehrt Mitglieder der "Partiya Yekitîya Demokrat" (PYD) - eine Teilorganisation der Terrororganisation PKK in Syrien - in den Straßen von Aleppo, Hama und Afrin im Norden des Landes als Schlägertrupps gegen die Demonstranten herangezogen. Assad versuche so Machtdemonstration zu zeigen, ohne dabei das Militär miteinzubeziehen. Dabei seien auch Gegner des Assad-Regimes angegriffen, Demonstranten von Schlägertrupps zusammen geschlagen worden sein, darunter auch der oppositionelle Führer der Kurdax (Kurdischer Nationalrat in Syrien), Ebdirahman Bave. Zahlreiche Verletzte seien in Krankenhäusern behandelt worden. Die Vorwürfe werden vermehrt auch durch Video- und Bildaufnahmen unter Beweis gestellt und im Netz veröffentlicht.
Nach Angaben der Opposition seien auch Demonstranten und Beobachter die die PYD-Aufmärsche gefilmt hätten angegriffen worden sein. In Afrin alleine wurden nach bisherigen Schätzungen mehr als 50 Personen verletzt, nach dem mit Messern, Schlagstöcken und Eisenstangen bewaffneten PYD-Mitglieder eine Demonstration gewaltsam auflösten. Die Schlägertrupps seien auch in Aleppo mit PKK-Slogans durch die Straßen gezogen und hätten die kurdische Bevölkerung davor gewarnt, Assad den Rücken zu kehren. Teilweise sollen am Freitag auch Straßensperren aufgestellt worden sein, um Demonstranten nach dem Freitagsgebet an der Teilnahme an Proteskundgebungen zu hindern.
Am Freitag wurden während der Militäroffensive im Norden des Landes nach unterschiedlichen Quellen zwischen 60 und 330 Menschen getötet. Die Aktivisten hatten bislang keine Möglichkeit, verlässliche Informationen zusammenzutragen. Die Lage in Homs selbst ist weiterhin unübersichtlich. Es werden darüber hinaus auch mehr als 600 Verwundete und Verletzte vermutet.
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