KCK-Razzia: Polizei durchsucht Wohnungen der BDP

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KCK-Operation in Istanbul - BDP

In den frühen Morgenstunden sickerten die ersten Informationen durch. Die Polizei hat eine landesweite Razzia gegen den politischen Arm der PKK, die KCK gestartet. Die Wohnungen von mehreren Personen, darunter auch Politikern wurde durchsucht

Kurz nach 8 Uhr meldeten die ersten TV-Nachrichten, dass die Polizei in der fünften Folge in Istanbul und Ankara eine breit angelegte Razzia gegen den politischen Arm der PKK, die KCK gestartet hat. Dabei soll die Wohnung von der ehemaligen Abgeordneten Fatma Kurtulan von der pronationalistisch-kurdischen Partei BDP durchsucht, sie selbst verhaftet worden sein. Kurze Zeit danach meldete die Anadolu Ajansi, dass auch Leyla Zana betroffen sei.

Nach bisherigen Informationen hat die Ankaraner Polizei die Wohnung der BDP-Abgeordneten Leyla Zana in Cankaya durchsucht, nach dem die Wohnung durch einen Schlüsseldienst aufgebrochen wurde. Die Polizei beschlagnahmte Dokumente und ein Computer. Unter den Verhafteten befinden sich nach ersten Informationen der BDP-Politiker Tuncer Bakırhan sowie der DIHA-Journalist Murat Ciftci. Auch sollen Räume des Dachverbandes der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes (KESK) durchsucht worden sein. Die Razzia startete um ca. halb sieben und hält seitdem an. Man erwartet weitere Verhaftungen und Durchsuchungen von Wohnungen.

In einer ersten Reaktion teilte die BDP-Politikern Pervin Buldan mit, sie sei kurz nach der Durchsuchung in der Wohnung in Cankaya eingetroffen. Die Polizei habe trotz der Abgeordneten-Wohnungen im Umfeld die Wohnung durchsucht, die anscheinend von einem Verwandten der Leyla Zana bewohnt werde. Buldan habe daraufhin Parlamentspräsident Celik informiert der angegeben habe, er wüsste nicht, dass das die Wohnung einer Abgeordneten ist. Buldan habe das glaubhaft gefunden, so die Nachrichten.

Leyla Zana, die von den Medien darauf angesprochen wurde, erklärte, die Wohnung habe sie angemietet, die Wohnung selbst gehöre einem Verwandten, auf das es angemeldet sei. Die Polizei könne alles durchsuchen, aber man sollte das Land nicht in Fesseln legen, so Zana in einem kurzen Kommentar.

Hasip Kaplan, Abgeordneter der BDP, kommentierte die Razzia im Parlament. Kaplan erklärte, man habe eine Wohnung eines Abgeordneten durchsucht. Mitten in Ankara werde Banditentum betrieben sagte Kaplan und fügte hinzu, diese Handlungen würden diktatorischen und faschistischen Ländern im nichts nachstehen.

Insgesamt sollen bisher in 17 Städten 103 Wohnungen durchsucht und 32 Personen verhaftet worden sein. Darunter auch die Geschäftsstellen der BDP in Istanbul sowie Geschäftsräume der EĞİTİM-SEN, eine Gewerkschaft für Bildung und Bildungswerktätige. In Diyarbakir durchsuchten Polizeibeamte die Vereine und Verbände wie die İHD, Eğitim-Sen, Kürdi-Der und SES.

In Istanbul stießen Beamte eines Einsatzkommandos, die der Razzia zugeteilt waren, im Unterholz in der Nähe des Olympia-Stadions auf ein Sprengstofffund. Nach ersten Angaben soll es sich um 7kg. A-4 Sprengstoff handeln, die deponiert worden sei um sie für Anschläge in Istanbul zu benutzen.

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