Das Armenier-Problem , Behauptungen und Tatsachen.

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armenische daschnak

 Die Saat des Bösen..Massenmörder die gefallen haben am töten und deshalb sich Unschuldig geben.

 

Der Armenische Aufstieg begann mit der Ansiedlung der Türken. Von den Römern, Byzantinern, Persern vertrieben und in Kriege verwickelt und sogar als Bürger Dritter Klasse behandelt. Unter diesem  schweren Joch wurde die Befreiung der Türken Ihr Aufstieg eingeleitet und gleichzeitig der heimtückischste und schrecklichste Untergang vieler Türken und Türkinnen eingeläutet. Auf der Homepage für Lexikon.Passion-Reisen die anscheinend mittlerweile geschlossen ist, letzter Eintrag 2008. Ist auch nur noch diese sehr Interessante Seite vorhanden. Vielleicht kann sich die Türkischpress.de dazu bewegen dieses Archiv zu speichern und für alle interessierte Leser und Leserinnen auf Ihrer Homepage zu postieren. 

Die Armenier genossen sehr viele Privilegien, in ihrer Zeit mit den Türken. Weder vor den Türken noch nach den Türken, auch nicht in der Sowjetunion haben die Armenier solche vorzügliche Privilegien erfahren dürfen.

Ich erlaube mir einige Texte heraus zu kopieren um es der interessierten Leserschaft zugänglich zu machen:

Seldschukische Periode

Wie behandelten die Türken die Armenier, die zusammen mit den Byzantinern gegen die Türken kämpften? Hatten sie sie verachtet, wie es die Byzantiner getan hatten? Hatten sie sie tyrannisiert, oder ihre Kirchen und Klöster niedergebrannt? Mateos aus Urfa beschreibt die Toleranz gegenüber den Nichtmuslimen unter der Herrschaft der Seldschuken, insbesondere gegenüber den Armeniern, wie folgt:
"Der armenische Katholikos Barseg besuchte 539 (27. Februar 1090 - 26. Februar 1091) den Welteroberer Sultan Melikşah. Der Katholikos sah, dass in einigen Orten Druck auf die Christen ausgeübt wurde, von der Kirche Gottes und den Geistlichen Steuern verlangt wurden und auf die Bischöfe in den Klöstern Druck ausgeübt wurde, damit sie Steuern zahlten. Er beschloss, vor den hochherzigen Sultan der Perser und aller Christen zu treten und ihm diese Lage zu schildern. Der Sultan empfing Senior Barseg, kam ihm mit großer Huld entgegen und erfüllte seine Wünsche. Der Sultan befreite alle Kirchen, Klöster und Geistliche von den Steuern, gab dem armenischen Katholikos mehrerer seiner Erlasse mit und verabschiedete ihn mit großer Freundlichkeit."

Osmanische Periode

Nachdem Fatih Sultan Mehmet 1453 Istanbul eroberte, ließ er den geistlichen Führer der Armenier Hovakim von Bursa nach Istanbul rufen und ermöglichte mit seinem im Jahre 1461 herausgegebenen Erlass die Gründung des armenischen Patriarchats. Als Yavuz Sultan Selim zwischen 1514 und 1516 den Süden Kaukasiens sowie Ostanatolien eroberte, wurden auch die Armenier dieser Gebiete in die armenische Gemeinde aufgenommen und dem Patriarchat in Istanbul angeschlossen.
Da die Armenier sahen, dass ihnen seitens des Osmanischen Reiches Interesse gezeigt wurde, wie kein anderer fremder Staat oder Herrscher es ihnen in ihrer Geschichte bislang zukommen ließ, verbündeten sie sich aufrichtig mit dem osmanischen Staat. Aus diesem Grund wurde die armenische Gemeinde, die sich durch Zuwanderung vieler Armenier nach Istanbul in kurzer Zeit bildete, zu einer der wohlhabendsten Gemeinden der Welt.

Wie alle anderen nicht muslimischen Minderheiten, wurden auch die Armenier als Bürger erster Klasse behandelt. Sie waren nicht wehrpflichtig, hatten besonders im Handel Schlüsselpositionen besetzt, so dass sie großes Ansehen unter der Bevölkerung genossen und wohlhabend wurden.

Während der 350-jährigen Periode zwischen der Herrschaftszeit von Fatih Sultan Mehmet bis zu der Herrschaftszeit von Mahmut II. griffen die Osmanen keineswegs in die gesellschaftlichen und religiösen Angelegenheiten der Christen und der Armenier ein. Mit der Hilfe der Amira genannten armenischen Bankiers, Händler und Staatsbeamten wurden mehrere Schulen, Druckereien, Bibliotheken gegründet und zahlreiche jugendliche Armenier für ein Studium nach Europa geschickt. In dieser Periode konnten die unter russischer Herrschaft lebenden Armenier von diesen Rechten nicht Gebrauch machen.

EINIGE DER ARMENISCHEN MITARBEITER IM OSMANISCHEN STAAT

Sahak Abro Generalsekretär im Außenministerium (1850-),  Hovsep Misakyan Efendi Botschafter in Den Haag (1900-1907), Ovakim K. Reisyan Richter des Gerichts der Ortschaft Vize bei Istanbul / Richter des Vorführungsgerichtes der Insel Chios ( 1885 )/ Richter des Vorführungsgerichtes der Insel Rhodos (1887), Agop Kazazyan Paşa Finanzminister / Minister für die Privatkasse des Palastes, Garabet Artin Davut Paşa Botschafter in Wien (1856 - 1857), Gouverneur der Provinz Libanon (1861), Postminister und Minister für öffentliche Arbeiten . Nur um einige zu nennen.

Periode des ersten Weltkrieges

Die armenischen Komitees betrachteten die Verwicklung der Osmanen in den Krieg gegen England, Frankreich und Rußland am 1. November 1914 als eine gute Gelegenheit. Armenier, die Regimente aus Freiwilligen gründeten und sich der russischen Seite anschlossen, marschierten gemeinsam mit den russischen Besatzungskräften in Ostanatolien ein. In verschiedenen Teilen Anatoliens wurden Aufstände angestiftet, den osmanischen Einheiten wurde in den Rücken gefallen, und das zivile türkische Volk massakriert. Das Massaker richtete sich nicht allein auf die Türken, es wurden auch die um Trabzon lebenden Griechen sowie Juden um Hakkari von den Armeniern massakriert.

Kurz, bevor der osmanische Staat in den Krieg verwickelt wurde, trat das armenische Komitee Taschnaksutyun im Juni 1914 in Erzurum zusammen und fasste die folgenden Beschlüsse:

"In Beachtung der widersprüchlichen Politik der Regierung unter der Partei für Einheit und Fortschritt gegenüber den Armeniern in den Bereichen Soziales, Wirtschaft und Verwaltung, in Betracht auf ihre unverlässliche Haltung bei der Durchführung von Druck und Reformen, beschließt der Taschnaksutyun Kongress, weiterhin gegen die Partei für Einheit und Fortschritt in der Opposition zu bleiben, das politische Programm zu kritisieren und einen harten Kampf gegen die Partei und gegen alle ihre Mitglieder einzuleiten."

"Die russischen Armenier werden an der Seite der Moskauer Armeen ihre Aufgaben erfüllen, um sich für die Verunglimpfung der Leichen unserer Gebrüder zu rächen. Und nun zu uns, den unter der türkischen Tyrannei lebenden Armeniern... Die Waffe keines Armeniers darf sich gegen unsere zweite Heimat Frankreich und gegen die Verbündeten und Freunde dieses Staates richten."
(...)

Fast in allen Quellen ist die Kollaboration der Armenier mit den Russen erwähnt.
Philips Price sagte zu diesem Thema folgendes:
"... Als der Krieg ausbrach, nahmen die Armenier in diesem Gebiet (Ostanatolien) heimlich Kontakt zu russischen Zuständigen in Kaukasien auf. Mit Hilfe einer illegalen Struktur wurden aus türkischen Provinzen Freiwillige für die russische Armee geschickt..."

Rafael de Nogales schreibt folgendes:
"Als die Feindseligkeit auch praktisch begann, wechselte der Abgeordnete aus Erzurum, Garo Pasdermichan (Pastırmaciyan) gemeinsam mit fast allen armenischen Offizieren und Soldaten des dritten Armeekorps auf die russische Seite über. Kurze Zeit später kehrte er mit den Soldaten zurück, begann Dörfer niederzubrennen und alle unschuldigen Muslimen grausam zu ermorden. Gegenüber diesen blutigen Gräueltaten lösten osmanische Funktionäre armenische Soldaten und Gendarmen, die wohl noch nicht von der Armee fliehen konnten, von der Waffe ab und verlegten sie in Bataillons, die im Straßenbau und Gütertransport arbeiteten. "

Clair Price schreibt folgendes:
"Gemäß der Verfassung von 1908 hatte die Regierung unter Enver Paşa das Recht, ebenso wie die Türken auch die Armenier unter die Waffe zu rufen. Doch begann sofort ein bewaffneter Widerstand, insbesondere in Zeytun. Entlang der östlichen Grenzen begannen die Armenier auf die russische Seite überzuwechseln. Die Regierung unter Enver zweifelte an der Treue des Rests der armenischen Offiziere und Soldaten und verlegte sie in Arbeitsbataillons."

So sah es im Mai 1915 im Inland aus, wobei die Russen in Ostanatolien vorrückten, englische und französische Flotten an die Dardanellen drängten und im Süden die sogenannte Kanal-Offensive anhielt. In Zeytun, Van und Muş war es zu Aufständen gekommen. In Folge des Aufstandes in Van war die Stadt unter russische Besatzung geraten. In Zeytun und Muş hielt der Aufstand noch an. Überall im Land gab es Fahnenflüchtige, Banden verübten Anschläge. Da fast alle türkischen Männer im Krieg waren, hatten die Armenier großen Spielraum. Der Staat musste auf einer Seite Krieg führen und auf der anderen Seite Aufständen niederschlagen. In einer solchen Lage war der osmanische Staat gezwungen, die Umsiedlung zu beschließen. (1)

Stellung der Armenier bei den Abkommen von Sevres und Lausanne  aus dem zusammenhang herauskopiert

Der Friedensvertrag von Sèvres, der nach der Niederlage des osmanischen Staates im Ersten Weltkrieg unterzeichnet wurde, hatte den Armeniern neue Hoffnungen gegeben. In diesem Vertrag wurde vorgesehen, dass Armenien als ein freier und unabhängiger Staat anerkannt wurde. Die Landesgrenzen sollte der amerikanische Präsident Wilson bestimmen. Doch der Friedensvertrag von Lausanne, der den Vertrag von Sèvres für nichtig erklärte, und am 24. Juli 1923 die Türkische Republik gründete, beinhaltet keinen Artikel über die Armenier.
Ende 1920, nachdem die Türken an der südostanatolischen Front Erfolge erzielt hatten, rief der Völkerbund-Vertreter Englands, Lord Robert Cecil, die Generalversammlung zusammen, um Maßnahmen zu treffen, damit die Lage der Armenier verbessert und sie vor den angeblichen Gefahren denen sie konfrontiert waren, geschützt werden konnten. Bei dieser Versammlung wurde die Gründung eines Ausschusses beschlossen, der die Armenier-Frage sofort lösen und den Konflikt zwischen Armeniern und Türken beilegen sollte.
Am 27. Februar 1921 trat in London eine Konferenz zusammen. Bei dieser Konferenz wurden auch die armenischen Delegierten Bogos, Nubar und Ahrungen angehört. Diese Delegierten beharrten darauf, dass der Friedensvertrag von Sèvres nicht annulliert wurde und listeten eine Reihe von Gründe dafür auf. Die armenischen Delegierten forderten eine Autonomie für Zilizien. Der französische Delegierte unterstrich, dass die Änderung der Lage in Zilizien sehr schwer sei, sagte aber zu, dass die französische Regierung den Minderheiten in diesem Gebiet Bedeutung beimessen werde. Eine der wichtigsten Ergebnisse der Konferenz war, dass anstelle der Gründung des "unabhängigen Armeniens", die Gründung einer Heimat für Armenier in Ostanatolien beschlossen wurde.
Bei der Konferenz in London kam ein neuer, unbekannter Begriff, und zwar das Wort “Heimat” auf die Tagesordnung. Dieser Begriff wurde von den amerikanischen Missionaren erfunden, um den Armeniern, die unter der Herrschaft der Türkei lebten, Autonomie zu gewähren. Der Völkerbund beschloss am 21. September 1921, dass dieser "Heimat" genannter Teil, von der Türkei getrennt und unabhängig werden sollte.
Die armenischen Delegierten widersprachen diesem Beschluss, weil sie ein unabhängiges, vereinigtes und einheitliches Armenien gründen wollten. 1922 versammelten sich die Außenminister von England, Frankreich und Italien in Paris und erörterten die armenische Heimat, deren Gründung bei der Londoner Konferenz im März 1912 beschlossen worden war. Die betreffende Resolution des Völkerbundes sollte befolgt werden. Doch zuvor, waren am 16. März 1921 das Abkommen von Moskau, am 13. Oktober 1921 das Abkommen von Kars zwischen Türken und den kaukasischen Republiken, am 20. Oktober 1921 das Abkommen von Ankara mit den Franzosen unterzeichnet worden. Man verstand, dass Zilizien den Türken überlassen werden sollte.

Der Vorsitzender der türkischen Delegation, Ismet Inönü, gab mehrere Informationen, wobei er sich auf Dokumente stützte und sagte folgendes:
"Das türkische Volk und die türkische Regierung haben erst am Ende ihrer Geduld Maßnahmen zur Unterdrückung der Aufstände ergriffen und eingegriffen. Die Verantwortung für jegliche schlechten Ereignisse, denen die Armenier in der Türkei ausgesetzt waren, tragen die Armenier selbst. Die Vorfälle von Adana im Jahre 1909 sowie die Aufstände in mehreren anatolischen Provinzen während des Krieges, sind eine grausame Fortsetzung dieser Tragödie. Wie auch aus den eben erwähnten Ereignissen zu entnehmen ist, haben die Türken niemals die Rechte der Nichtmuslimen im Osmanischen Reich geleugnet, solange sie den guten Willen der Führer des Staates, in dem sie seit Jahrhunderten in Frieden und Wohlfahrt gelebt haben, nicht missbraucht haben. Die jüdische Gemeinde, die bislang nicht eine einzige Beschwerde über ein unmenschliches Vorgehen der türkischen Regierung und des Volkes gefunden hat, ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Ursache der traurigen Vorfälle im Zusammenhang mit den Griechen und den Armeniern, den Griechen und Armeniern selbst zuzurechnen ist. Die Geschichte rät uns, zwei wichtige Faktoren im Minderheiten Problem nicht außer Acht zu lassen.

Zeitspanne seit dem Abkommen von Lausanne bis zur Gegenwart

Die Armenier, die im Lausanner Friedensvertrag, welcher die Armenier Frage gänzlich aufhob, von den alliierten Staaten im Stich gelassen wurden und verstanden, dass sie ihre Ansprüche in der Türkei nicht verwirklichen konnten, wandten sich erneut an die Russen. Die Armenier betrachteten die Russen als historische Feinde der Türken und rechneten mit der russischen Politik, an die südlichen Meere zu gelangen, wobei Russland sie unter allen Bedingungen schützen sollte. Auf der Basis dieser Gedanken arbeiteten die Armenier ein Programm aus und legten die folgenden Prinzipien als Arbeitspunkte fest.--

Die Sowjets verfolgten nach dem Zweiten Weltkrieg eine neue Politik gegen die Armenier. So sollten alle Armenier der Welt zu einem Aufstand für die Versammlung in der armenisch sowjetischen Republik aufgehetzt und Türkenfeindlichkeit erneut angestiftet werden, damit Ostanatolien Russland angeschlossen werden könnte. Im Rahmen der Propaganda wurden jeglichen Hilfen der Sowjets aufgelistet und das Glück der Armenier im sowjetischen Armenien übertrieben verlautbart. Es wurden Agenten in die Länder geschickt, in denen sich die armenische Diaspora befand. Es wurden armenische Vereine gegründet. Die Sache der Armenier wurde als ein Menschheits- und Rechtsproblem dargestellt, wobei große Staaten um eine Vermittlerrolle gebeten wurden.

Folgende Arbeiten wurden in dem betreffenden Prozess geleistet:

- Der Eçmiyazin Bischof Kevork Çörekçiyan Vl. überreichte dem sowjetischen Präsidenten Stalin, dem amerikanischen Präsidenten Truman sowie dem englischen Premier Atlee je eine Note. Darin wiederholte er die alten Behauptungen und forderte den Anschluss der ostanatolischen Provinzen an das sowjetische Armenien.

- Der nationale armenische Rat gab am 17. Juni 1946 für 800 Gäste des amerikanischen Vereins "Verein zur Verteidigung der armenischen Rechte" ein Bankett. Dabei wurde beschlossen, dass sich die weltweit 1,5 Millionen Armenier an die Vereinten Nationen wenden sollten, um den Anschluss der angeblich gewalttätig von den Türken eroberten ostanatolischen Provinzen an das sowjetische Armenien zu erreichen.

- Der Rat der Armenier in den USA veröffentlichte im September 1946 eine Broschüre unter dem Titel "Was wollen die Armenier?". Darin wurde behauptet, dass sich die armenische Bevölkerung vermehrt, dagegen die von Türken eroberten Gebiete leer seien. Ferner hieß es: "Die Armenier wollen nur eine gerechte Behandlung, um ihre Territorien zurück zuerhalten."

- Die Türkenfeindlichkeit wurde auch an amerikanischen Universitäten verbreitet. Der reiche Armenier Agop Kevorkyan spendete der New Yorker Universität 30 Millionen türkische Lira, ließ das "Orient Institut" an der Universität schließen, aber dafür das "Institut für armenische Sprache und Geschichte" eröffnen.
- Die Armenier in Lateinamerika veranstalteten am 24. April 1965 anlässlich des 50. Jahrestages des Umsiedlungsgesetzes in der brasilianischen Stadt Sao Paulo eine Demonstration. Am selben Tag wurde das von Armeniern in Brasilien geschriebene Theaterstück "Abenteuer der Armenier 1915" auf die Bühne gebracht.

- Der Patriarch Horen l. traf während seiner Europareise auf Zypern mit Makarios zusammen. Gleich nach diesem Treffen erschienen in der zyprischen Presse aufhetzende Berichte. Zeitgleich veröffentlichte die armenische Ramgavar Partei mit Hauptsitz in Libanon anlässlich ihres 45. Bestehungsjahres ein Kommunique und nannte als Ziel, "die Festlegung der von Türken eroberten armenischen Territorien sowie die Verwirklichung der armenischen Bemühungen zur Erreichung der Unabhängigkeit und Freiheit in einer freien und demokratischen Auffassung".

- Die libanesischen Muslimen und christlichen Araber gedachten 1969 gemeinsam des 54. Jahrestages des angeblichen Völkermordes an den Armeniern. Die libanesische Regierung gab armenischen Beamten den 24. April frei, damit sie trauern konnten. Am 24. April 1964 wurden antitürkische und antiisraelische Demonstrationen veranstaltet.

- Anlässlich des 60. Jahrestages des angeblichen Völkermordes an den Armeniern wurden in Frankreich, in den USA, Deutschland und Griechenland große Demonstrationen veranstaltet. Angesichts der Demonstrationen mussten die Regierungen für den Schutz der Türken Maßnahmen treffen. (1)
- Die angeblichen Armenier Frage, die durch die nach 1965 von den Armeniern gegen die Türken gestarteten Besudelungskampagnen sowohl in der türkischen Öffentlichkeit als auch in der internationalen Öffentlichkeit spürbar wurde, verwandelte sich ab den 70er Jahren in Terroranschläge auf türkische Vertretungen im Ausland. Der "individuelle armenische Terror", der mit dem Massaker des alten Armeniers Gurgen (Karekin) Yanikan am 27. Januar 1973 an dem türkischen Generalkonsul in Los Angeles, Mehmet Baydar, und am Konsul Bahadır Demir begann, artete ab 1975 zum "organisierten armenischen Terror" aus. Die Anschläge auf türkische Vertretungen im Ausland intensivierten sich besonders ab 1980. Armenische Terroristen verübten in 38 Städten von insgesamt 21 Ländern 39 bewaffnete und 70 Bombenanschläge. Zusammen mit einer Besetzung kam es zu 110 terroristischen Anschlägen. Diesen Anschlägen fielen 42 türkische Diplomaten zum Opfer. Ferner wurden vier Ausländer getötet. 15 Türken und 66 Ausländer wurden verletzt. Nach 1984 zog sich der armenische Terrorismus zurück und überließ das Feld der Terrororganisation PKK, mit der sie einige Zeit in Beziehung stand.
- Der 1. Kongress der weltweiten armenischen Organisationen traf zwischen dem 3. und 6. September 1979 in Paris zusammen. Der Kongress, bei dem sich die Terrororganisation ASALA stark präsentierte und eine wichtige Rolle spielte, beeinflusste die revolutionären armenischen Kräften in Frankreich. Das Ziel des Kongress war "die Einheit der weltweiten Armenier unter einer Flagge sowie die Erstellung von Bodenansprüchen."
- Die PKK und Armenier, die die Woche zwischen dem 21. und 28. April 1980 zur roten Woche erklärten, gedachten am 24. April gemeinsam des angeblichen Völkermordes an den Armeniern. Am 8. April 1980 veranstalteten die Terrororganisationen PKK und ASALA in der libanesischen Stadt Sidon eine gemeinsame Pressekonferenz und veröffentlichten im Anschluss daran eine gemeinsame Deklaration. Nach scharfen Reaktionen auf dieses Treffen wurde beschlossen, die Beziehungen auf illegaler Basis geheim fortzusetzen. Nach diesem Kompromiss bekannten sich die Terrororganisationen PKK und ASALA gemeinsam zu den Anschlägen auf das türkische Generalkonsulat in Straßburg am 9. November 1980 sowie auf das Büro der türkischen Fluggesellschaft in Rom am 19. November 1980.
- Der Lausanner Kongress trat 1983 nach wichtigen Entwicklungen zusammen. Der Terror erreichte große Dimensionen, die Weltöffentlichkeit begann, die Armenier und die Terroristen zu verurteilen. Besonders Anschläge, die sich zu Massakern verwandelten, beunruhigten sogar die engsten Verbündeten der Armenier. Der Lausanner Kongress trat zusammen, "um eine einheitliche politische Meinung der Armenier zu gestalten und ein einheitliches Vorgehen zu bestimmen." Nach diesem Kongress, an dem die ASALA nicht teilnahm und Gewaltbefürworter die Minderheit bildeten, kam es in der Taschnak und ASALA zum Zerfall.
- Der "3. Kongress der weltweiten armenischen Organisationen", der zwischen dem 7. und 13. Juli 1985 in Sevres stattfand, hatte die Annahme der "armenischen Verfassung" zum Ziel. Die Teilnehmer versuchten eine "Union" zu gründen, welche die Armenier weltweit vertreten sollte. Die ASALA nahm an dem Kongress nicht teil und wurde heftig kritisiert. Die Fähigkeit der Taschnak Organisation, die Armenier zu vertreten, wurde lange diskutiert.
- Am 4. Juni 1993 kamen im Zentrum der Terrororganisation PKK im Westen Beiruts Mitglieder der armenischen Hintschak Partei, der Terrororganisation ASALA und der Terrororganisation PKK zu einem Treffen zusammen.

- Bei zwei Treffen am 6. und 9. Januar 1993 in zwei verschiedenen Kirchen in Beirut wurden wichtige Beschlüsse über die Türkei gefasst. Bei den Treffen des armenisch-orthodoxen Erzbischofs in Libanon mit den Zuständigen aus dem armenischen Patriarch und rund 150 Jugendlichen wurden die folgenden Beschlüsse gefasst:
- Zunächst muss man sich der Türkei gegenüber ruhig verhalten.
- Die armenische Gesellschaft wächst ständig und wird wirtschaftlich immer stärker.
- Dank der entwickelten Propagandatätigkeiten, ist der (angebliche) Völkermord an den Armeniern weltweit besser bekannt.
- Der armenische Staat ist gegründet, dessen Grenzen sich tagtäglich erweitern. Er wird die Rache seiner Vorfahren stillen.
- Westliche Länder und vor allem die USA geben den Armeniern im anhaltenden Krieg in Karabakh Recht. Diese Gelegenheit muss gut ausgenutzt werden... Den in Karabakh kämpfenden armenischen Jugendlichen werden sich Neue anschließen.
- Der Bürgerkrieg in der Türkei (dabei ist der Kampf gegen die Terrororganisation PKK gemeint) wird weitergeführt, die Wirtschaft wird zusammenbrechen und die Bevölkerung einen Aufstand einleiten.
- Die Türkei wird geteilt und es wird ein kurdischer Staat gegründet.
- Die Armenier müssen gute Beziehungen zu den Kurden unterhalten und den Kampf der Kurden unterstützen.
- Die heute unter der Kontrolle der Türken stehenden Territorien werden morgen den Armeniern gehören.
- Es ist bekannt, dass eine Großteil der von armenischen Parteien und Institutionen im Libanon und in anderen Ländern gesammelten Gelder, die Waffen aus Griechenland oder mit dessen Hilfe erhaltene Waffen und die Nahrungsmittel, die mit dem Rest der Gelder besorgt wurden, im Januar 1993 auf dem Luftweg nach Armenien geschickt worden sind, welche an die in Karabakh kämpfenden Armenier weitergegeben werden sollten.
- Die armenischen Komitees, die die terroristischen Tätigkeiten in der Türkei seit 1984 der PKK überließen, setzten ihre Behauptungen über den Völkermord an den Armeniern über die armenische Diaspora fort. In vielen US-Bundesstaaten sowie in manchen europäischen Staaten erreichten sie, dass Gesetze "zur Anerkennung des angeblichen Völkermordes an den Armeniern" verabschiedet wurden. Dieser Prozess hält heute noch an.

Armenische Komitees

Hindschak


Die Organisation des Komitees Hindschak (Glockenschlag) wurde von Avedis Nazarbelg, einem russischen Staatsangehörigen armenischer Herkunft aus dem Kauskasus und seiner Frau Maro sowie von anderen Studenten aus dem Gebiet Kaukasus im Jahre 1886 in der Schweiz gegründet. Um die Ideen des Komitees zu verbreiten, wurde wieder unter dem Namen “Hindschak” eine Zeitung herausgegeben. Die Führer sowie die Mitglieder dieses Komitees waren Armenier, die die russische Staatsangehörigkeit hatten. Dieses Komitee suchte sich als Arbeitsgebiet Ostanatolien aus. Nach einer Weile zog die Zentrale des Komitees von der Schweiz nach London um.
Das Programm der Partei Hindschak ist sozialistisch, marxistisch und zentralistisch. Grundsätzlich sind die Ideen von Karl Marx übernommen worden. Obwohl sich die Mitglieder dieses Komitees sozialdemokratisch nannten, war das politische Programm des Komitees vielmehr ein kommunistisches Manifest. Das Komitee nahm im Jahre 1890 eine Hauptfiliale in Istanbul sowie weitere Filialen in andern türkischen Provinzen in Betrieb. Auf dieser Weise gelang es den Mitgliedern, sich zu organisieren und ihre Aktivitäten durchzuführen. Grundsätzliches politisches Ziel dieses Komitees war die Befreiung der in der Türkei lebenden Armenier von den Türken, der im Iran lebenden Armeniern von den Iranern und der in Rußland lebenden Armenier von den Russen. Anschließend sollten alle in diesen Ländern lebenden Kapitalisten vernichtet werden.

Taschnak 

Das Taschnak-Komitee, das auch "armenisch revolutionäre Föderation" genannt wird, hat wichtige Rollen beim Aufkommen der Armenier-Frage gespielt. Die Aktivitäten des Komitees wurden, nachdem die Kommunisten "die armenische Republik" eroberten, in den USA, im Libanon, Iran, Frankreich und Griechenland als Partei im Exil fortgesetzt. Das Taschnak-Komitee, das verschiedenen Aktivitäten auch in der Gegenwart fortsetzt, besteht aus unterschiedlichen Terroreinheiten und Gruppen.

 

Die Organisation Taschnak hat das Ziel, ein nicht-kommunistisches Armenien zu gründen und Entschädigungen für die Behauptungen über türkische Verbrechen an den Armeniern zu erhalten. In den Presseorganen der Taschnak werden diese Ziele wie folgt dargelegt: "Wir werden weiterhin auf den Friedensvertrag von Sevres beharren. Dieses Abkommen ist ein Meilenstein unseres Kampfes..."
Das endgültige Ziel der Taschnak kann man mit dem "Vier-T-Plan" zusammenfassen: Bekanntmachung der Behauptungen über einen Völkermord anhand von terroristischen Methoden, die Anerkennung dieser Behauptungen durch die Türkei, Entschädigungszahlungen seitens der Türkei und letztendlich die Rückgabe der den Behauptungen nach von der Türkei besetzten armenischen Gebiete.

Der Vorfall von Erzurum

Der Aufstand in Erzurum begann am 20. Juni 1890. Der damalige Gouverneur Samih Paşa und einige andere Zuständige stellten fest, dass die Armenier aus Rußland Waffen und Munitionen beschafften und sie in der Schule Sanasaryan und in verschiedenen Kirchen versteckt hatten. Die Sicherheitskräfte versuchten im Juli die Kirche zu durchsuchen. Doch waren die Armenier darauf schon vorbereitet, da sie von der geplanten Durchsuchung gehört hatten. Mit dem ersten Befehl erschossen die Armenier einen Offizier und zwei Soldaten. Bei der Operation kam auch ein Polizist ums Leben. Erst danach konnte die Kirche durchsucht werden.

Der russische Konsul Tevet besuchte den Gouverneur und sagte zu ihm, "eine solche aufständische Rasse, hätte man auch in Rußland getötet." Gegenüber der armenischen Gemeinde betonte jedoch der russische Konsul, "das armenische Volk hat es nicht verdient, unter der Herrschaft einer so grausamen Regierung wie jener der Türkei zu leben."

Der erste Sasun Aufstand

Das mit seinen Aufständen berühmte Sasun war nach der damaligen Zivilorganisation ein Landkreis mit mehr als 100 Dörfern, war hinsichtlich Administration und Rechtsordnung an Siirt gebunden und lag 14 Stunden von Muş entfernt. In der Nähe lagen die Landkreise Mutki und Garzan. Aufgrund der gebirgigen steilen Lage war dieser Ort abgelegen vom Einfluss der Regierung. Das Volk sprach eine gemischte Sprache zwischen Zaza und kurdisch, obwohl sich unter den Einwohnern auch Armenier befanden. Es wurde hier keine Volkszählung durchgeführt, man vermutet aber, dass die damalige Bevölkerung zu 1/5 aus Armeniern und der Rest aus Kurden bestand.
Um 1890 hielt sich hier ein Armenier mit dem Namen Mihran Damadyan ungefähr drei Jahre auf und versuchte im Namen der Hindschaks Propaganda zu verbreiten und die Armenier somit zum Aufstand zu provozieren. Auf die Anzeige der Sasun Armenier wurde Damadyan 1893 festgenommen und zur Verurteilung nach Istanbul geführt, jedoch anschließend wieder freigelassen.
Der Sasun Aufstand wurde seitens des Hindschak Komitees nur aus dem Grund organisiert, um den Eingriff fremder Länder zu gewährleisten. Der Aufstand wurde mit einem Plan Murads (Kamparsun Boyacıyan) verwirklicht.
Murad gelangte über den Kaukasus nach Sasun und erhielt von der Taschnak Organisation Unterstützung und Hilfe. Nach seinem Eintreffen in Sasun hatte er einige Armenier um sich gesammelt und Plane für den Aufstand aufgestellt. Der Aufstand, der eigentlich nur durchgeführt wurde, um den Rückzug der fremden Eingriffe zu verhindern, wurde mittels der armenischen Kommitees und des Patriarchats überall veröffentlicht. In verschiedenen Hauptstädten Europas kam es zugunsten der Armenier zu Veröffentlichungen. Überall wurde von der Verantwortung, die England mit der Zypern-Abmachung übernommen hatte, berichtet.

3000 Armenier versammelten sich auf dem Anduk Berg. Sie beabsichtigten, die Ortschaft Muş zu erobern. Zu diesem Zweck griffen sie den Volksstamm Delican im Süden von Muş an. Ein Teil dieses Stammes wurde ermordet und geplündert. Der Glauben der in Gefangenschaft genommenen Muslimen wurde erniedrigt, sie wurden auf unglaubliche Art und Weise ermordet. Diese Rebellen griffen die Soldaten in der Nähe von Muş an, konnten jedoch aufgrund der starken Militärmacht die Ortschaft Muş nicht erobern.
Die Rebellen vereinigten sich mit denjenigen Gruppen, die sich in den Anduk Bergen aufhielten. Diese führten furchtbare Morde und Plündereien durch. Sie verbrannten den Neffen des Ömer Ağa und vergewaltigten muslimische Frauen.
Zahlreichen Muslimen wurden die Augen ausgebohrt, ihre Ohren abgeschnitten, sie wurden erniedrigt und zur Anerkennung des Christentums gezwungen.

Ende August griffen die Armenier die Kurden in der Umgebung von Muş an und brannten zusammen mit Güllü-Güzat 2 - 3 Dörfer nieder. 300 Armenier sorgten in Talori für Unruhen, und lehnten es ab, ihre Waffen niederzulegen. Sie mordeten und plünderten weiter. Aus diesem Grunde wurden die Militärkräfte dieser Regionen verstärkt.

Der Zeytun Aufstand

Der wichtigste Aufstand, den die Hindschaks in Zeytun einleiteten, fand im Juli 1895 statt. Im Arekun Dorf, in der Nähe von Zeytun, wurde bekannt, dass einige fremde Armenier ihre Aktivitäten ausüben. Diese Personen wurden seitens der Regierung verfolgt, und es wurde festgestellt, dass sie seitens des Hindschak Komitees, dessen Hauptsitz sich in London befand, zum Zweck der Planung eines Aufstandes beauftragt wurden und es sich dabei um die Propagandisten Agasi, Hracya, Abah, Nisan, Melek und Garbet handelte. Sie forderten von den Bewohnern Zeytuns, sich zu bewaffnen und Türken, Soldaten sowie wichtige Ortschaften anzugreifen. Sie teilten ferner mit, dass die Waffen und das Geld von den Komitees zur Verfügung gestellt werde und dass die englische Flotte unmittelbar nach Beginn des Aufstandes in Mersin und Iskenderun eintreffen würde.

Die Aufständischen, darunter auch Partagomios Vartabet und Dorfvertreter, trafen am 16. September 1895 in Karanlık Dere zusammen und planten den Ausbruch des Aufstandes.
Nach diesem Treffen wurden in zahlreichen Orten zeitgleich Aufstände eingeleitet, Telegrammleitungen unterbrochen und 4.000 Bewohner aus Zeytun, davon 2.000 bewaffnet, begannen mit Angriffen. Die Aufständischen umzingelten die Kaserne und das Stadtratgebäude, nahmen den Ortsvorsteher, 50 Offiziere und 600 Soldaten sowie Kommandanten Gefangen. Die Gefangenen wurden später von den Frauen in Zeytun getötet. Kommandant Remzi Paşa forderte Nachschub. Aber auch der zu Hilfe eilende Ethem Paşa musste Nachschub fordern.

Die Aufständischen verfügten über moderne Waffen. Die Soldaten in Göksün leiteten eine Offensive ein und zwangen die Aufständischen zum Rückzug nach Zeytun. Die Stadt wurde umzingelt und kurz vor dem Einmarsch der türkischen Soldaten schlugen die ausländischen Botschafter in Istanbul der Regierung eine Vermittlungsmission für die Armenier in Zeytun vor. Der Palast nahm den Vorschlag an und die Offensive wurde eingestellt. Die Botschafter ernannten ihre Konsule in Aleppo als Vermittler, die am 1. Januar 1896 in Zeytun eintrafen. Am 28. Januar wurde mit den Aufständischen in Zeytun Frieden geschlossen.

Unter der Schirmherrschaft des englischen Konsulats verließen die Mitglieder des Hindschak Komitees am 13. Februar Zeytun und fuhren am 12. März mit einem Schiff nach Marseille.

Der Vorfall von Bursa

Bei den Durchsuchungen in Adapazarı und Izmit, die nach den sich verbreitenden Aufständen und Unruhen der Armenier vorgenommen wurden, stellte man zahlreiche Waffen sicher. Als die armenischen Banden, die sich in Çengiler, Soloz, Orhangazi, Gemlik und Bilecik seit einiger Zeit organisiert hatten, davon erfuhren, griffen sie das türkische Volk an. Sie zwangen die Regierung, die Gendarmerie und die Militäreinheiten, sie zu verfolgen und versuchten durch Demoralisierung der an der Front gegen den Feind kämpfenden Soldaten diese zu schwächen.
Die armenischen Aufständischen verfügten über die modernsten Waffen und über Sanitätsmaterial und schlossen sich mit den aus Izmit und Adapazarı geflüchteten Aufständischen zusammen. Die 60- bis 70-köpfigen Gruppen verübten überall Angriffe. Die Aufständischen wurden vom Priester Barkef, seinem Sekretär Sokpa, dem Direktor der Armenierschule in Bursa, von dem Bediensteten der Kirche und weiteren Geistlichen angeführt.

Die Rolle der Kirche

Am 29. März 1863 trat unter dem Namen "Bestimmungen für das Armenische Volk" eine Bestimmung in Kraft, die die Möglichkeiten der armenischen Gesellschaft im Osmanischen Reich noch mehr verstärkte, ihnen zusätzliche Rechte gab und ihre Selbstverwaltung für unabhängig erklärte. Diese Bestimmung, die den Armeniern zusätzlich zu ihren vorhandenen Rechten, zahlreiche neue Rechte hinzufügte, ist gemäß den Bestimmungen der Reformverordnung eine Belohnung an die seit hunderten von Jahren als treueste Staatsangehörige anerkannten Armenier. In dieser, mit dem Einverständnis des Osmanischen Reiches direkt seitens der Armenischen Patriarchenräte aufgestellten Bestimmung wurden den Armeniern unangemessene Privilegien wie z.B. "Staat im Staat" und "Verwaltung in der Verwaltung" zugeteilt. Die Armenier wollten mit dieser "Völkerbestimmung" in einer Hinsicht die Gewaltherrschaft der edlen Armenier beheben. In dieser Zeit lebten die gregorianischen Armenier unter der Verwaltung ihres Patriarchen in Istanbul in 26 bischöflichen Residenzen und die katholischen Armenier, von denen die meisten in der Stadt lebten, standen unter der Verwaltung eines Patriarchen und lebten in 13 bischöflichen Residenzen (1). Der armenische Schriftsteller Kagik Ozanyan erklärte, dass diese Bestimmung bei den Armeniern den Revolutionsgedanken hervorgebracht hat und damit die “Armenier-Frage” auf die Tagesordnung gebracht wurde (2).

Nachdem im Jahre 1863 die "Bestimmungen für das Armenische Volk" veröffentlicht wurden, begannen die Patriarchen verstärkt auf der nationalen und politischen Seite zu arbeiten. Diese Bestimmungen stellten für die Armenier einen Schritt zur Unabhängigkeit dar und sie hofften, dass falls der, aufgrund der Vorfälle im Libanon aufgetretene Eingriff Europas erweitert werden sollte, sie einen Nutzen daraus ziehen können. Die im Osmanischen Reich für das unabhängigen Armenien aufgetretenen Aufstände (zwischen den Jahren 1780 -1862) führten zu keinem Ergebnis (3).
Der Führer des Gedanken, ein unabhängiges Armenien im Osmanischen Reich zu gründen, ist der Patriarch Mıgırdiç Hırimyan (1869 - 1873). Der 1820 in Van geborene Mıgırdiç Hırimyan wurde im Jahre 1854 im Alter von 34 Jahren zum Priester (4) der Akdamar Kirche und somit auch zum Mitglied der Kirche. Mit der 1858 im Varak Kloster in Van gegründeten Druckerei begann er für die Unabhängigkeit der Armenier die Zeitung "Van Adler" herauszubringen, und 1863 veröffentlichte er im St. Garabed Kloster in Muş die Zeitung mit dem Titel "Muş Adler". Hırimyan weckte mit seinen Predigten Interesse und wurde 1869 in Istanbul zum Armenischen Patriarchen gewählt. (5)

Der Patriarch Nerses Varjabedyan (1874 - 1884 ) kam an seine Stelle und trat in die Fußstapfen Hırimyan's. Im Jahre 1876 bestieg Abdülhamit II. den Thron und verkündete den I. Konstitutionalismus. Nerses Varjabedyan übergab dem Englischen Generalbotschafter Henry Elliot bei der Istanbul Konferenz, die sich zur Lösung des Bulgarien-Problems versammelte (12. Dezember 1876 - 20. Januar 1877) einen, seitens des ehemaligen Patriarchen Hirimyan aufgestellten Bericht, der über den angeblich auf die Osmanischen Armeniern ausgeübten Druck berichtete, erlangte jedoch aufgrund des Themas der Konferenz kein Resultat. (7)

Propaganda

Man kann offen sagen, dass eines der schwächsten Bereiche der Türken die Propaganda ist. Dies war auch im Osmanischen Reich der Fall, und ist auch in der Türkischen Republik. Die Beziehung der Türken zur Propaganda bestand nur daraus, dass sie versuchten, Schreiben und unwahre Behauptungen zu beantworten, war also nur eine passive, auf Selbstschutz gerichtete Bemühung. Dieses Verhalten gab den Gegenparteien große Bewegungsfreiheit, mit der sie die Türken immer als schuldig zeigten.
Die gegen die Türkei und die Türken gerichtete Propaganda kam zweifellos vor allem im Jahre 1923 aus Amerika. Powell berichtet über die Gründe dafür wie folgt:
"Die gegen die Türken tief verwurzelte Feindseligkeit kann auf folgende Gründe zurückgeführt werden. Am Anfang steht die, in der Vergangenheit gegen die christliche Minderheit und vor allem gegen die Armenier geführte Unterdrückungspolitik. Als nächstes kommen die religiösen Vorurteile und die politische Propaganda, wobei es sehr schwierig ist zu sagen, wo das Eine endet und das Andere anfängt. Drittens ist es das Bedauern und die Enttäuschung, die wir für die Neuentstehung eines als niedergeschlagen und aufgeteilt angesehenen Landes empfinden und schließlich ist es die Ablehnung der Türken, sich zu verteidigen."

VON DEN ARMENIERN VERWIRKLICHTE MASSAKER

In der Zeit nach dem Berliner-Abkommen entwickelte sich die armenische Frage in zweier Art und Weise: Erstens, die westlichen Staaten begannen, das Osmanische Reich zu unterdrücken und sich in seine inneren Angelegenheiten einzumischen. Zweitens, begannen die in Anatolien, Syrien und Thrazien lebenden Armenier, sich in verschiedenen Gebieten Anatoliens, besonders in Ost-Anatolien und in Zilizien im Untergrund zu organisieren und zu bewaffnen. Die ersten Provokationen kamen aus Russland. Dieses Verhalten von den Russen erweckte bei Engländern und Franzosen weiterhin mehr Interesse bei den Armeniern. Daraufhin nahm die Zahl der englischen Konsulate in Ost-Anatolien rasch zu. Außerdem wurden viele protestantischen Missionare in diese Region versandt. Als Folge dieser Provokationen wurden ab 1880 in Ost-Anatolien verschiedene armenische Komitees gegründet. Diese Komitees blieben auf lokaler Ebene und hatten keinen Erfolg, da sie kein Interesse des armenischen Volkes auf sich ziehen konnten, welches mit der osmanischen Regierung zufrieden war und in Frieden und Wohlstand lebte.

Als es nicht mehr möglich war, die Armenier im Osmanischen Reich durch die im inneren des Landes gegründeten Komitees gegen den Osmanischen Staat aufzuhetzen, versuchte man nun, durch die Armenier in Russland außerhalb des Osmanischen Reiches armenische Komitees gründen zu lassen. Daraufhin wurde 1887 in Genf ein sozialistisch orientiertes, gemäßigtes, militantes Komitee der Hindschaks, und 1890 in Tibilisi ein extremistisches, terroristisches, kämpferisches und unabhängigkeitsfreundliches Komitee der Taschnaks gegründet. Diese Komitees hatten "die Befreiung der anatolischen Böden und der Armenier vom Osmanischen Reich" als Ziel zu verfolgen. Die Hindschaks, die sich in Istanbul organisierten und die Aufmerksamkeit der europäischen Länder auf die armenische Frage zu lenken und die Armenier im Osmanischen Reich zu provozieren suchten, fingen mit den Aufstandsversuchen an. Diesen Versuchen folgten die Aufstände der Taschnaks, welche sich im politischen Kampf mit den Hindschaks befanden. Die Gemeinsamkeit dieser Aufstandsversuche bestand darin, dass alle Versuche von den Anhängern der Komitees geplant und geleitet wurden, die von außen in das Osmanische Reich eingedrungen sind und dass für die Organisierung dieser Komitees die Missionare einen großen Beitrag leisteten, die sich in ganz Anatolien verstreut hatten.

Den Armeniern hat man der Reihe nach in Anatolien die Organisationen "schwarzes Kreuz", "Armenakan" und "Heimatbeschützer", in Genf "Hindschak" und in Tibilisi "Taschnak" gründen lassen. Diese Organisationen hatten als Ziel die ostanatolischen Territorien und strebten eine Einheit der osmanischen Armenier an.

Die Armenier fügten dem türkischen Volk den größten Schaden mit ihren Massenmorden während des Ersten Weltkrieges zu. In dieser Zeit hatten die Armenier im Namen der Russen spioniert, die Aushebung für die Mobilisierung nicht berücksichtigt und den Wehrdienst verweigert. Diejenigen, die sich zum Wehrdienst stellten, wechselten auf die russische Seite um und begangen gemeinsamen "Landesverrat". Schon zu Beginn der Mobilisierung griffen die armenischen Banden die türkischen Einheiten an und fügten durch Überfälle auf türkische Dörfer dem zivilen Volk großen Schaden zu. Zum Beispiel wurden alle Einwohner des Dorfes Zeve bei Van, ohne Rücksicht darauf, ob Frau, Kind oder alte Personen, von Armeniern ermordet.

Ausgrabung eines Massengrabes in Van Zeve

Eine weitere Ausgrabung eines Massengrabes, das die Ereignisse zwischen 1915 und 1918 in Ostanatolien in ihrer ganzen Unmenschlichkeit offenbarte, erfolgte in Van-Zeve. Die Ausgrabungen am Massengrab bei dem Ehrenfriedhof in Zeve, das am Ufer des Baches Ablangis (Mermit) in der Nähe des Dorfes Çitören (Harabe) 18 km nordwestlich von Van liegt, begannen wie geplant am 4. April 1990 und wurden mit der Unterstützung der Yüzüncü-Yıl-Universität und des Museums von Van durchgeführt.
Die Ausgrabung an dem Ehrenfriedhof in Zeve, wo ca. 3000 Türken liegen, die durch armenische Banden mit russischer Unterstützung ermordet wurden, begann am 4. April 1990.
Die Ausgrabung wurde durch Adnan Darendeliler, Gouverneur der Stadt Van, Prof. Dr. Nihat Bayşu, Rektor der Yüzüncü-Yıl-Universität, Prof. Dr. Azmi Süslü von der Universität Ankara, Prof. Dr. Enver Konukçu und Dr. Cevat Başaran von der Atatürk-Universität, Prof. Dr. Metin Ozbek und Prof. Dr. Ercüment Kuran von der Hacettepe Universität, Prof. Dr. Fahrettin Kırzıoğlu von der Gazi Universität, Prof. Dr. Cevdet Küçük von der Universität Marmara und Ersin Kavaklı, Direktor des Museums von Van in Anwesenheit von zahlreichen einheimischen und ausländischen Pressevertretern durchgeführt.
Die Arbeiten wurden vor den Augen der Presse durchgeführt.
Die Ausgrabungen im Dorf Zeve (Zive - Zaviye), das aus 25-30 Häusern besteht und während der armenischen Angriffe im Jahre 1915 dem Boden gleich gemacht wurde, wurden Aufgrund der Aussagen von Ibrahim Sargın, einem der Augenzeugen, der die Ereignisse miterlebt hat, und anhand von verschiedenen Dokumenten mit einer Öffnung von 4 x 4 m bei einem zerstörten Gebäude an der Anhöhe südwestlich des Dorfes begonnen. Bei den zwei Sondierung in der Nähe der Straße direkt bei der ausgehobenen Grube wurden ein Backofen, der zu einem der alten Häuser gehörte, und viele Tonscherben von Küchengeräten gefunden.
Die Ausgrabungen konzentrierten sich zunächst auf die erste Öffnung, wo sich nach den Kindheitserinnerungen von Ibrahim Sargın ein Haus und eine Scheune befand. Dabei wurden nach einer Ausschachtung von 30 - 40 cm Erde die Knochen von mehreren gleichzeitig ermordeten Menschen entdeckt. An einigen Skeletten, die mit in-situ-Material ausgegraben wurden, waren die Schädeldecken eingeschlagen oder zerdrückt, rissig und auch verbrannt. Bei der ersten Ausgrabung wurden 12 Skelette aufgedeckt.
Die Skelette gehörten wahrscheinlich Frauen, kleinen Mädchen und Alten. Die bei der Ausgrabung gefundenen dünnen Haarzöpfe und Talismane bezeugen, dass sich unter den Ermordeten auch kleine Kinder befanden. Zu den anderen Funden der Ausgrabung gehören verrostete Dolche und Klingen, verrostete und an der Spitze abgebrochene Schaufeln, viele leere Patronenhülsen russischen Typs, volle Patronen und deren Projektile, Unterwäsche, seidene Stoffstücke, ein Halskette aus Achat, verziert mit Perlen, einem Halbmond- und Sternmotiv und dem Namenszug des Sultans Reşad, ein in Wachs eingehüllter Talisman, verrostete Armringe aus Draht und Fingerringe, eine sogenannte "5 Para" Silbermünze mit dem Namenszug des Sultans Reşad, zwei Kupfermünzen, zahlreiche Perlen aus Achat und farbigem Glas, Kindertalismane, farbige Kleiderknöpfe in verschiedenen Größen und ein Hornkamm. Die Funde der Ausgrabung wurden dem Museum von Van übergeben und die Skelette wieder begraben.

Der Massenmord in Zeve, der durch die Aussage des Augenzeugen Ibrahim Sargın, relevante historischen Dokumente und durch die Ausgrabung bestätigt wird, verlief folgendermaßen: 1915 waren die armenischen Banden mit Unterstützung der Russen in das Gebiet eingedrungen, hatten die dortigen Dörfer überfallen und begannen, das muslimische Volk erbarmungslos zu ermorden, ohne Rücksicht darauf, ob es sich um Frauen oder Männer, Kinder oder Alte handelte. 2000 - 3000 Einwohner aus den benachbarten sieben Dörfern flüchteten nach Zeve. Nach kurzem Widerstand begannen die Armenier auch diese qualvoll zu ermorden. Sie setzten das wehrlose Volk, das überwiegend aus Frauen und Kindern bestand, einem Kugelhagel aus, nachdem sie sie mit spitzen und scharfen Gegenständen gequält hatten. Danach brannten sie, wie es vorher bei den Massenmorden in Oba, Alaca und Yeşilyayla geschehen war, alle Häuser nieder. Nach Angaben des Augenzeugen hatten sie die im Freien qualvoll ermordeten in den Bach Ablangis geworfen. Spätere Ausgrabungen und Forschungen würden diese mit allen Einzelheiten belegen.
Die, während der Ausgrabung gefundenen Dolche, Messer, an der Spitze abgeschnittene Schaufeln und Eisenstäbe zeigen, dass diese Menschen vor ihrem Tod einer unmenschlichen Folter ausgesetzt waren. Ein Schädel mit einer abgebrochenen Schaufel ist ein weiterer Beweis dafür.
Die aufgedeckten Patronenhülsen und Geschosse zeigen offensichtlich, dass die Menschen, die in den Häusern versammelt wurden, nach der Folter erschossen worden sind. Das beweist eine Kugel im Hüftbein eines kleinen Kindes, das während der Ausgrabung gefunden wurde. Die Brandspuren auf einigen Schädeln zeigen, dass der Massenmord mit einem Brand verheimlicht wurde. Die Deckenträger stürzten nach dem Brand auf die Ermordeten und begruben sie unter sich.

Ausgrabung eines Massengrabs in Erzurum Dumlu

“Die Ausgrabung am Massengrab im Dorf Yeşilyayla bei Erzurum begann unter Teilnahme der ausländischen Presse am 7. Oktober 1988. Bei dem Massaker vom März 1918 in Yeşilyayla, wurden alte Männer, Frauen und Kinder in einer Scheune versammelt und erschossen.
An der Ausgrabungsstätte wurden Tabakbüchsen mit Mond- und Stern-Abbildungen, abgerissene Seiten aus dem Koran, Patronenhülsen, halb verbrannte Teile von Holzpfeilern, lange Haarzöpfe, Überreste von seidenen Kleidern und kleine Kleiderknöpfe gefunden. Aus dem Massengrab wurden über 100 Skelette ausgegraben. Die Fundstücke werden im Erzurum Museum ausgestellt".

Das Dorf Iğdır Oba

Die am 1. März 1986 vorgenommenen Ausgrabungen am Massengrab bestätigten die Aussagen der historischen Dokumente. Mit Hilfe der Aussagen der Augenzeugin Sakine Aksu, wurde das sogenannte "Tandır Damı" Massaker bis ins Detail aufgedeckt. Bei der ersten Ausschachtung im inneren Teil der an der nördlichen Seite des 6 x 8 m großen Gebäudes stehenden Tür, entdeckte man ein "verschlossenes Eisenschloss". Bei der zweiten Ausschachtung im mittleren Teil des Zimmers stieß man 1 m unter dem Boden auf rund 90 Skeletts. Es wurde festgestellt, dass es an einigen der Schädel Löcher und Brüche gab. Südlich des Ofens, der in der Mitte des Raums stand, befanden sich die restlichen abgebrannten Teile eines Holzbalkens, welcher zu seiner Zeit das Dach des Gebäudes trug.
Sowohl die Befunde als auch die Aussagen der Augenzeugin weisen daraufhin, dass die Armenier beim "Massaker am Tandır Damı" die unbewaffneten Zivilisten des Dorfes Oba mit Gewalt zusammenführten, eine Vielzahl dieser folterten, alle mit Gesicht zum Boden in den Raum zwangen und auf sie schossen. Danach setzten sie das Gebäude in Brand und nach dem Abbrennen des Holzbalkens fiel das Dach des Gebäudes zusammen.
Bei der Ausgrabung wurden geschmolzene Eisenteile, abgebrannte Holzstücke, Scherben, leere Patronenhülsen, Stoffteile und ca. Skelette gefunden. Die Brandspuren am Dach und an den Wänden des Gebäudes als auch die Asche weisen daraufhin, dass weitere Dokumente bei dem Brand verloren gingen.

VERZEICHNIS DES VÖLKERMORDES DER ARMENIER AN DEN TÜRKEN
ZWISCHEN 1906 UND 1922 IM KAUKASUS UND IN ANATOLIEN

 

Band & Urkunde Datum Nr. Ort Einzelheiten Tote
1/2 1914-2-21 Kars, Ardahan Zahl der durch die Ardahan Armenier ermordeten Menschen 30000
1/3 1916-5-8 Pasinler Zahl der Toten bei dem Umzug 2000
1/3 1916-5-8 Tercan Zahl der Toten bei den armenischen Überfällen auf die Dörfer 563
1/3 1916-5-8 Van, Tatvan Tote bei dem Überfall Tatvan am Kai in Tatvan 1600
1/3 1915-5-9 Bitlis Tote bei den Angriffen gegen Grenzdörfer 40000
1/3 1916-5-8 Bitlis Tote bei den Fluchtversuchen 10000
1/3 1915-5-9 Bitlis Tote aus verschiedenen Dörfern durch Ermordung der Einwohner 123
1/4 1915 Van Tote durch Ermordung der Einwohner in verschiedenen Orten 44
1/4 1916-5-22 Van Van Erwürgte Kinder im Kreis Dir 1000
1/4 1916-5-22 Köprüköy Van Tote im vollständig vernichteten Dorf Köprüköy 200
1/4 1916-5-22 Köprüköy Van Tote bei dem Massaker der Russen und Armenier 15000
1/4 1916-5-22 Van Ermordete Männer im Stadtteil Samran 8
1/4 1916-5-22 Van Durch das Essen vergiftete Moslems 8000
1/4 1916-5-22 Van Ermordete Bevölkerung in Hosab 80000
1/4 1916-5-22 Van Tote durch Vernichtung des Volkes in Ergel und Atyan 15000
1/5 1916-5-23 Of Bei einem Überfall ermordete Frauen 5
1/6 1916-5-23 Trabzon Tote bei Massaker in einigen Dörfern 2086
1/6 1916-5-23 Van Ermordete Juden im Dorf Seyl 300
1/6 1916-5-11 Van Tote bei dem Massaker in den Dörfern von Van 44233
1/6 1916-5-11 Malazgirt Tote bei Überfällen in Malazgirt und einigen Dörfern 20000
1/7 1916-6-11 Bitlis Tote bei dem Massaker während der Besetzung 12
1/8 1916-4-1 Van, Reşadiye Tote bei dem Massaker Reşadiye im Dorf Aşnak 15
1/9 1916-6 Van, Abbasaga Folterung der Einwohner Abbasağa des Dorfes Abbasağa 14
1/9 1916-6 Edremid, Vastan Tote bei dem Massaker Vastan in Edremid 15000
1/10 1915-4 Bitlis Tote bei dem Massaker im dorf Savur 29
1/10 1915-4 Muradiye Tote bei dem Massaker der Einwohner des Dorfes Abaağa 10000
1/11 1915-5 Van Tote aus dem Stamm Hasanan 20000
1/11 1915-2 Haskay Tote bei den Kämpfen gegen armenische Banden 200
1/11 1915-2 Dutak Tote bei dem Überfall auf dem Dorf 3
1/12 1915-4 Van Tode bei dem Überfall auf dem Dorf 120
1/12 1915 Van Tote aus einigen Dörfern 150
1/11 1915 Bitlis Tote bei den Überfällen der Russen, Armenier und Kasachen 16000
1/11 1916-5 Muş Tote bei Angriffe gegen die Dörfer 500
1/12 1916-5-25 Bayezid Zahl der Vernichteten in Bayezid 14000
1/13 1915 Muş Durch die armenischen Banden ermordete Einwanderer 800
1/13 1915-8 Müküs Ermordete Einwohner bei der Evakuierung 126
1/13 1916-6-7 Müküs Sehan Zahl der ermordeten Bevölkerung 121
1/13 1915-7 Muş Akçan Zahl der im Brunnen gefundenen Tote 19
1/13 329 Muş Zahl der Gefallenen vor dem Kloster Anak 10
1/14 1915 Bitlis Hizan Tote bei dem Massaker in den Dörfern im Kreis Uçum 113
1/15 1915 Van Tote bei dem Massaker in den Dörfern 5200
1/16 1916-8-14 Bitlis Tote bei dem Massaker in den Dörfern 311
1/19 1916-6-6 Şatak Serir Tote bei dem Angriff auf das Dorf 45
1/19 1916-6-6 Şatak Tote bei dem Angriff der Armenier 1150
1/23 1916-1-15 Terme Tote bei dem angriff der armenischen Banden 9
2/2 1919-1-25 Kars Zahl der ermordeten Abgeordneten 9
2/3 1919-1-21 Kilis Während der Patrouille ermordete osmanische Soldaten 2
2/4 1919-2-26 Adana, Pozantı Zahl der ermordeten Einwohner 4
2/5 1919-5-18 Osmaniye Ermordung des Telegrafendirektors in Zor 1
2/7 1919-6-13 Pasinler Zahl der Ermordeten um das Dorf Isısar 3
2/10 1919-6-3 Iğdır Tote bei den Angriffen auf die Dörfer des Stammes Abbaskulu 8
2/11 1919-7-7 Kars, Göle Durch Armenier ermordete 9
2/12 1919-7-9 Kağızman Tote bei den Auseinandersetzungen mit den Armeniern 6
2/13 1919-7-9 Kurudere Tote bei dem Überfall auf Kurudere 8
2/16 1919-7-8 Mescidli Tote bei dem Überfall der Armenier 4
2/16 1919-7-8 Gülyantepe Tote bei dem Überfall der Armenier 10
2/22 1919-7-11 Mescidli Tote bei dem Angriff auf die Dörfer 20
2/26 1919-7-19 Bulaklı Tote bei dem Angriff auf die Dörfer 2
2/31 1919-7-24 Kars, Kağızman Tote bei dem Überfall Kağızman auf den Rat und seiner Familie 9
2/36 1919-7 Sankamış Tote bei dem Überfall der Bande Antranik 803
2/37 1919-7 Sarıkamış Bei dem Rückzug durch die Armenier Ermordete 695
2/38 1919-8 Verschiedene Tote bei den Angriffen Dörfer der Armenier auf die Dörfer 2502
3/1 1919-7-5 Kağızman Tote durch Folterung 4
3/1 1919 Tiknis, Ağadeve Tote durch Folterung und Vergewaltigung 5
3/1 1919-7-19 Pasinler Tote bei Dorfüberfälle 2
3/1 1919 Nahçıvan Tote bei mehreren Dorfüberfällen 4000
3/6 1919-7 Kurudere Tote bei dem Massaker 8
3/6 1919-7-4 Akçakale Tote bei dem Dorfüberfall 180
3/6 1919 Sarıkarnış Tote durch Vernichtung und Hinrichtung 9
3/7 1919-8-15 Erzurum Tote bei verschiedenen Folterungen 153
3/7 1919-8-15 Erzurum Tote durch Verbrennung und Erwürgung 426
3/14 1919-9 Allahüekber Tote bei dem Angriff und den Hinrichtungen 3
3/16 1919-9-14 Sarıkamış Tote bei der Auseinandersetzung 2
3/18 1919-11-11 Maraş Tote bei den Straßenkämpfen 2
3/19 1919-11 Adana Aus dem Zug hinausgeworfene Opfer 4
3/19 1919-11-6 Ulukışla Tote durch Aushöhlung der Augen 7
3/22 1919-12-7 Adana Tote bei der Auseinandersetzung 4
3/26 1920-1-22 Antep Tote bei dem Angriff 1
3/27 1919-9 Ünye Tote durch Folterung 12
3/28 1920-2-28 Pozantı Tote bei dem Angriff auf gefangene türkische Soldaten 40
3/29 1920-2-10 Çıldır Mit Maschinengewehr ermordete 100
3/32 1920-3-9 Zaruşat Standrechtlich erschossene 400
3/33 1920-2-2 Şuregel Tote aufgrund Schneesturm und durch Massaker bei der Flucht 1350
3/35 1338-3 Maraş Tote durch Bombenanschlag 4
3/36 1920-3-22 Şuregel, Zaruşat Auf verschiedene weise ermordete 2000
3/37 1920-3-9 Zaruşat Mit Axt und Bajonett ermordete 120
3/37 1920-3-16 Kağızman Auf verschiedene Weise durch Massaker ermordete 720
3/39 1920-4-6 Gümrü Aus dem Zug Geworfene und Erschossene 500
3/40 1920-4-28 Kars Mit Waffen ermordete 2
3/41 1920-5-5 Kars Tote durch Folterung, bewaffneten Angriff und Bombenanschlag 1774
3/46 1920-5-22 Kars Tote bei dem Überfall 10
3/47 1920-7-2 Kars, Erzurum Tote bei dem Überfall auf Umsiedler 408
3/47 1920-7-2 Zengibasar Auf dem Fluchtweg im Wasser ermordete 1500
3/49 1920-7-27 Erzurum Tote bei dem Angriff 69
3/50 1920-2-1 Zaruşat Tote bei Massaker und Erwürgen im Wasser 2150
3/50 1920-5 Kars, Erzurum Tote bei verschiedener Erzurum Massaker 27
3/50 1920-8 Oltu Tote bei dem Massaker während der Umsiedlung 650
3/50 1920-8 Kars, Erzurum An Bäumen gefesselte Erzurum und erwürgte 18
3/51 1920-10-15 Bayburt Tote bei dem Massaker in 99 Dörfern 1387
3/52 1920-10-20 Göle Tote bei dem Massaker im Dorf 100
3/53 1920-10-17 Pasinler Tote bei dem Massaker in 30 Dörfern 9287
3/54 1920-10-18 Tortum Tote bei dem Massaker in 64 Dörfern 3700
3/55 1920-10-19 Erzurum Tote bei Massaker an verschiedenen Orten 8439
4/2 1920-10-26 Kars Umgebung Tote durch verschiedene Folterungen 10693
4/3 1920-10-8 Aşkale Tote bei den Massaker in dem Dörfern 889
4/4 1919-1-6 Zaruşat Tote durch Kanonensalven und Folterung 86
4/5 1920-12-1 Kosor Tote bei den Massaker in dem Dörfern 69
4/6 1920-12-3 Göle Mit Bajonett und Granaten ermordete 508
4/7 1920-12-4 Kosor Tote bei den Massaker in dem Dörfern 122
4/9 1920-12-4 Kars, Zeytun Durch Verbrennen und Zeytun auf andere Weise ermordete 28
4/10 1920-12-4 Sarıkamış Tote bei dem Massaker in 13 Dörfern 1975
4/12 1920-12-6 Göle Tote bei den Massaker in dem Dörfern 194
4/14 1920-12-7 Kars, Digor Tote bei dem Massaker Digor in verschiedenen Dörfern 14620
4/16 1920-12-14 Sarıkamış Tote bei den Massaker in 18 Dörfern 5337
4/17 1920 Göle Tote bei dem Angriff Frauen und Kinder 600
4/17 1920 Kars Tote bei dem Massaker in den Dörfern 3945
4/18 1920 Haramivartan Tote bei dem Massaker in den Dörfern 138
4/19 1920 Nahçıvan Tote durch Verhungern, Kälte, Kälte und Ermordung 64408
4/20 1920-11-29 Zarcışat Tote bei dem Massaker in 55 Dörfern 1026
4/21 1921-2 Zenibasar Erschossene 18
4/23 1920 Nahçıvan Tote bei dem Massaker in verschiedenen Dörfern 5307
4/24 1920-2 Kars Umgebung Tote bei dem Massaker in einigen Dörfern 561
4/26 1920-12 Erivan Tote durch Folterung 192
4/27 1921 Karakilise Tote durch Katastrophe und Umsiedlung in 24 Dörfern 6000
4/29 1921-11-21 Pasinler Tote bei dem Überfall auf die Einwohner 53
4/29 1921-11-21 Erzurum Tote bei den Überfällen auf 39 Dörfer 1215
4/30 1918 Hınıs Tote bei den Überfällen 870
4/31 1918 Tercan Tote bei dem Massaker in den Dörfern 580
4/32 1921 Nahçıvan Entführte und durch Folterung ermordete 12
4/33 1921 Bayburt Tote durch Folterung 580
4/34 1921 Arpaçay Tote bei dem Überfall auf Umsiedler 148
GESAMT 517.955
  

Armenische Massenmorde an Aserbeidschanern

Im August 1919 überfielen die armenischen Einheiten insgesamt 45 Dörfer in der Umgebung von Nachitschewan und Şerür und haben aus gepanzerten Eisenbahnwagen, auf Dörfer in der Nähe der Eisenbahnstrecke geschossen.
Gegen Ende Mai 1920 vertrieben die Armenier die Einwohner des muslimischen Dorfes Karadağlı, nahe Uluhanlı bei Eriwan, aus ihren Häusern und plünderten sie.
In der Nacht auf den 24. Mai 1920 überfielen mehr als 300 armenische Kavalleristen das Dorf Cebeçalı, 5 km nördlich von Uluhanlı, und erstachen alle muslimischen Erwachsenen mit Bajonetten.
In der Nacht auf den 27. Juni 1920 überfielen die Armenier die Dörfer Hacıbayram und Haberbegli in Eriwan, plünderten die Eigentümer der Einwohner aus, ermordeten eine Vielzahl der Einwohner und die wenigen die fliehen konnten, ertranken in dem Fluss Aras, als sie versuchten, den Fluss in südliche Richtung zu überqueren.
500 Muslimen, die versuchten mit den Reisepässen, ausgestellt von dem aserbeidschanischen Botschafter in Eriwan, nach Aserbeidschan und in andere Orten zu reisen, wurden bei ihrer Reise nach Gence, in der Nähe von Gümrü aus den Zügen herunter geholt und ermordet.
Am 6. April 1920 überfielen die armenischen Einheiten die muslimischen Dörfer der Regionen Zengezor, Ordubad und Vedi und übten widerliche Taten aus.
Sie überfielen in der Nacht zum 16. April 1920 das Dorf Hachaparak, 15 Minuten entfernt von Eriwan, und verübten ein Massaker an den Muslimen. 6 Männer, die versuchten diesem Massenmord zu entkommen, wurden mit Dolchen erstochen. Frauen und Mädchen wurden vergewaltigt und danach verbrannt. Alle Häuser wurden ausgeplündert."

Die Gräueltaten der Armenier gegenüber den Aserbaidschanern fanden nicht nur während des Ersten Weltkrieges statt, sondern wurden auch danach, zur Zeit der Sowjetunion und auch nach der Auflösung der Sowjetunion während der Zeit der Armenischen Republik fortgesetzt. Dozent Dr. Yasin Aslan weist auf wichtige Dokumente in seinem Buch "Armenien, an der historischen Kreuzung" hin.
Die Armenier veranstalteten am 13. Februar 1988 im Verwaltungszentrum von Berg Karabakh, der Stadt Hankendinde (Stepanakert), eine Demonstration. Sie verlangten, dass Berg Karabakh von Aserbeidschan getrennt und an Armenien übergeben werden sollte. Danach folgten weitere Forderungen. Am 18. Februar 1988 trafen die ersten aserbeidschanischen Flüchtlinge in Baku ein. Sie wurden jedoch mit Bussen zur Rückreise gezwungen. Die Flüchtlinge fanden in Sumgayit Zuflucht. Es kam hier zu einigen Vorfällen. Rund 180.000 bis 200.000 Aserbeidschaner wurden aus Armenien mit Gewalt vertrieben. Eine gleiche Anzahl von Armeniern wurde vermutlich auch aus Aserbeidschan vertrieben. Kurz gesagt, führten die Vorfälle seit 1988 dazu, dass mehr als 1 Million Aserbaidschaner zu Flüchtlingen wurden.
Die 1988 begonnene Vorfälle bilden eigentlich den letzten Ring der Verbannungskette. Die Aserbeidschaner in Armenien wurden in der sowjetischen Zeit einige Male vertrieben. Arutunyan, Vorsitzender der Armenischen Kommunistischen Partei, schrieb 1945 einen Brief an Stalin und forderte die Übergabe Berg Karabakhs an Armenien. Stalin hingegen, sandte diesen Brief weiter an den Vorsitzenden der Aserbeidschanischen Kommunistischen Partei, Mir Cefer Bağirov. Bağirov bekundete in seinem Brief an Stalin, dass die gesamte Bevölkerung von Schuscha (Şuşa) aus Aserbeidschanern bestehe, und dass diese Region weiter Teil Aserbeidschans bleiben muss. Er unterstrich ferner, dass auch die Aserbaidschaner Bodenansprüche gegenüber den Armeniern hätten. Diese Annäherung führte damals dazu, dass dieses künstlich entworfene Problem zunächst bei Seite gelegt wurde.

 

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