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Das auch die Griechen unermüdlich versuchen die Türken schlecht zu reden und schlecht zu machen, wird sich wohl nicht verhindern lassen.
Sind aber die Griechen den so Lieb und Unschuldig? Dazu kann sich nun ein jeder selbst ein Bild machen. Was sich anno Domini ( im Jahre des Herrn) 1147 während des 2. Kreuzzuges im Griechischen Teil der alten Welt erreignete . Johannes Sporschil liess 1843 in Leipzig ein Buch drucken, welches auf Seite 256 einiges berichtet und nun im Bayerischen Staatsarchiv lagert und unter Google-Books frei abrufbar ist. "Geschichte der Kreuzzüge"
Hier eine kleine und nicht vollständige Übersetzung der damaligen Schreibweise und Schrift :
Untergang des deutschen Kreuzheeres
In Rikomedien hatte Konrad mit seinen Fürsten berathen, welcher Weg gewählt werden sollte. Eine grosse Meinungsverschiedenheit zeigte sich, und es wählte Konrad den kürzeren Weg über Ilonium durch das Land der Türken, jenen selben Weg, welchen Gottfried von Bouillon eingeschlagen. Diejenigen Fürsten aber, welche dafür hielten, es sei besser , durch griechisches Land längs der Meeresküste zu ziehen, beharrten bei ihrer Ansicht, traten mit ihren Scharen den weg nach Ephesus an, und wählten den Halbbruder des Königs, Bischof Otto von Frensingen, zu ihrem Anführer. Das Heer des Bischofs Otto hatte den Weg längs der Küste eingeschlagen, weil die Fürsten geglaubt haben, derselbe sei sicherer, und es würden die lebensmittel leichter zu erlangen sein. Aber die Einwohner der griechischen Städte verschlossen den Deutschen die Thore, und verabreichten ihnen entweder gar keine Lebensmittel, oder betrogen sie, wenn es ja geschah, auf das Schamloseste. Eher nicht liessen die Griechen Lebensmittel über die Mauern herab, als bis sie zuvor das Geld hinaufgezogen, und dann gaben sie dafür, was sie wollten. Manche nahmen sogar das Geld, liefen mit demselben fort und gaben gar nichts. Ja häufig war das Mehl, das um einen Sündpreis verkauft wurde mit Kalk vermischt, um die Kreuzfahrer zu vergiften, und selbst ein griechischer Schriftsteller 1) erwähnt des Gerüchtes, dass dies auf Befehl des Kaisers geschehen. Griechische Werber benuzten die Verzweiflung der Hungernden, um sie in die Dienste des Kaisers zu locken. Leichtbewaffnete griechische Truppen streiften dem Heere zur Seite, und mezelten die Zurückgebliebenen, die Vereinzelten nieder, oder schossen meuchlerisch mit Pfeilen auf die Krieger, wenn sie durch Gebirgspässe zogen. Sogar in türkische Hinterhalte lockten die griechischen Wegweiser kleine Abteilungen, und führten überhaupt das Heer in die Irre. Nur ein geringer Theil der Krieger, welche mit dem Bischof Otto von Frensingen gezogen, gelangte an die Grenze von Syrien. Das Heer welches unter dem unmittelbaren Befehle des römischen Kaisers Konrad zog, wurde durch die Tücke der Griechen von einem noch schwierigerem Verhältnisse erteilt. Der Marsch Konrads ging durch das Gebiet der Ungläubigen, und diese hatte Manuel zum Voraus von demselben in Kenntnisse gesezt 2) . Schlimm schon war es, dass die Führer, welche der griechische Kaiser gesendet, Konrad beredeten, nur auf acht Tage Lebensmittel mitzunehmen, denn längere Zeit bedürfe das Heer nicht, um nach Ilonium zu gelangen. Aber diese Führer missleiteten überdies das Heer in die Wüsten und Gebirge von Kappadocien, statt ihm den Weg durch das furchtbare Inkaonien zu weisen. Dem König Konrad wurde es endlich zu lange, und er fragte die Führer ernstlich, wann das Herr Ikonium erreichen werde. "Binnen drei Tage" , lautete die Antwort der treulosen Griechen. Der König glaubte und wartete geduldig die drei Tage ab. Am Ablaufe des dritten gelangten die Deutschen in ein enges, von Bergen und Felsen eingeschlossenes Thal unweit Dornläum. Die den Führern von ihrem Kaiser gestellte Aufgabe war erfüllt., sie entwichen in der Nacht, denn zahlreich stand der von Manuel aufgeforderte Feind in nächster Nähe. In dem von hunger gepeinigten Heere entstand grosse Bestürzung, als man die Entweichung der Führer gewahrte, und der schwarze Verrath der Griechen offenbar wurde. Noch wussten die Fürsten nichts von der Nähe der Türken, und hielten eben Rath, was zu thun, als ihnen gemeldet wurden, dass alle Berge ringsum von türkischen Scharen besetzt wären. Die Lage war verzweifelt. Ohne Führer, des Weges unkundig, erlagen die deutschen dem Hunger, dem Durste. .....
Es erging auch dem französischen Heere ähnlich, aber den Deutschen wurde am Übelsten mitgespielt.
Vielleicht hilft diese Aufdeckung zu zeigen, das vieles nicht wahr ist was den Türken angekreidet wurde.
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