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Die Nummer 2 der Terrororganisation PKK "ist nicht zu fassen", behaupten Abgeordnete der nationalistisch-kurdischen Partei BDP
Am 9. September 1998 war Öcalan gezwungen, seinen Aufenthaltsort in Syrien zu verlassen, nachdem die Türkei Syrien mit Krieg gedroht hatte. Danach war Abdullah Öcalan auf die Hilfe der EU-Länder angewiesen, politisches Asyl und Unterstützung für seine politische Lösung zu erhalten. Deshalb wurde Öcalan am 12. September 1998 in Rom aufgrund eines deutschen Haftbefehls festgenommen, aus dem Polizeiarrest aber am 16. Dezember 1998 wieder freigelassen, nachdem die Bundesregierung wegen befürchteter Proteste seitens der kurdischen Bevölkerung auf ein Auslieferungsgesuch verzichtet hatte.
Im Januar 1999 verließ der PKK-Führer Rom. Die "befürchteten Proteste" hielten sich im Rahmen; wenige Tausend hatte man mobilisieren können, die sich in Europa mit Krawallen, Besetzungen von diplomatischen Vertretungen und Selbstverbrenunnungen auf Autobahnen in Szene setzten. Am 15. Februar 1999 wurde Öcalan in Kenia nach dem Verlassen der griechischen Botschaft vom türkischen Geheimdienst gefasst und in die Türkei verschleppt. Die "Kurden" verhielten sich entgegen der Ansicht nationalistischer Kurden, dann doch aussergewöhnlich ruhig. War die ganze Inszenierung der Anhängerschaft, man werde die Erde zum Beben bringen, wenn Öcalan gefasst werde, also doch nur ein Armutszeugnis ihres Daseins? Öcalan selbst gab nach der Verhaftung kleinlaut zu, er habe eine türkische Mutter, er verstehe den Ärger der Türkei, er liebe die Türkei, er werde der Türkei helfen, das Problem zu lösen. Der ranghöchste Terrorist war gefasst, sein Weltbild wankte.
Seit Samstagabend beschäftigt sich die Türkei mit Nachrichten über die Festnahme der Nummer 2 in der Terrororganisation PKK. Murat Karayilan, der seit 1999 für die Geschäfte der PKK verantwortlich ist, wäre laut iranischer Meldung durch die iranischen Streitkräfte verhaftet worden, die sich im Moment auf dem Kandil-Gebirge austoben. Die Nachrichten konnten jedoch weder auf Regierungsebene, noch von den Nachrichtenagenturen verifiziert werden. Die türkischen Medien waren sich über die Meldungen auch nicht sicher, berichteten zögerlich. Schliesslich meldete sich der Verantwortliche, der die Meldung in einer iranischen Nachrichtenagentur verbreiten lies und gab an, er habe nicht von Murat Karayilan selbst gesprochen, sondern von jemandem anderen. Bis zu der Zeit hielten sich die kurdischen Sympathieträger der PKK im Hintergrund. Nur die PKK-nahen Medien dementierten vehement die Gerüchte über die Festnahme Karayilans, wollten ihn sogar per Live-Schaltung zeigen. Heute erst, nach dem die Gerüchte verflogen sind, Karayilan sich weiterhin in den Kandil-Bergen im Nordirak in Sicherheit wiegen kann, meldeten sich Abgeordnete der nationalistisch-kurdischen Partei BDP.
BDP: es ist nicht leicht, Karayilan zu fassen
Während die BDP-Mitglieder die Verhaftung der Nummer 2 der PKK als unmöglich erachten, hat man wohl die Verhaftung von Öcalan längst verdrängt. Der Mersiner Abgeordnete Ertugrul Kürkcü erklärte, er könne sich nicht vorstellen, das Karayilan alleine gefasst werden könnte. Die Idee an sich sei schon eine absurde Vorstellung; so absurd es auch klingt, Öcalan sitzt seit 1999 auf Imrali ein.
Sirri Sakik: alle PKK´ler müssten getötet werden, um Karayilan zu fassen
Wie gesagt, Öcalan wurde gefasst, ohne das ein Schuß fiel. Ob und wie Karayilan gefasst wird? In absehbarer Zukunft wird kein Weg daran vorbei führen und wie, darüber kann spekuliert werden. Das aber Tausende PKK-Sympathisanten sich beim Versuch der Festnahme in den Weg stellen werden, daran kann stark bezweifelt werden. Bei Öcalan saß wohl der Schock tief, weshalb man nicht reagieren konnte.
BDP ist das Sprachrohr, der politische Arm der PKK
Mit den neuerlichen Äusserungen hat sich die BDP aber keinen Gefallen getan. Auf die gestrige Aufforderung des Ministerpräsidenten reagierte man wie gewohnt kämpferisch und keineswegs diplomatisch verhalten. Die BDP-Politiker sollten sich zurückbesinnen, auf die Zeit vor 1999. Seit dieser Zeit sind weiterhin Tausende PKK´ler getötet worden. Mit der jetzigen Aussage, Karayilan könne nur gefasst werden, wenn man alle PKK´ler getötet hat, zeigt die BDP ihr wahres Gesicht. Sie hat nicht vor, dem Blutvergießen ein Ende zu bereiten, getreu der Parteimaxime im Kürzel BDP "Frieden und Demokratie", sondern ihre eigene Politik voranzubringen und wenn es sein muss, mit weiteren Opfern auf beiden Seiten, am besten jedoch wenn dabei dei Türkei den kürzeren zieht.
PKK hat die Polizei und die Familien im Visier
Statt die vermehrten Übergriffe auf Polizisten und deren Familien scharf zu verurteilen, macht man sich also in den Reihen der BDP Gedanken darüber, wie und mit welchen Konsequenzen Karayilan gefasst werden könnte und warnt damit die Regierung vor der ultimativen Eskalation. Scheinbar hat die BDP die seit mehreren Wochen anhaltenden Übergriffe der PKK komplett übersehen. Denn, um die Demokratie aufzuhebeln, müsste die PKK die gesamte Bevölkerung drangsalieren, töten und so Mundtot machen. Das kommt ihr wohl sehr gelegen, denn eine gleichlautende Warnung oder Kritik erhielt die PKK bis heute nicht. Wer hier den Frieden sucht, wer hier Menschenrechte verteidigt, ist ersichtlich.
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Re: Nr. 2 der PKK ist nicht zu fassen
@ idrsizer warum liest du dann turkishpress?
geh und lies doch weiter die blöd-zeitung.