Die türkischen Oskar Schindler´s

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Desperate Hours

Manche nennen sie die türkischen Oskar Schindler´s. Sie retteten türkische Juden vor der Vernichtung. Necdet Kent war zwischen 1941 bis 1944 türkischer Generalkonsul in Marseille.

Selahattin Ülkümen war Konsul in Rhodes. Namik Yolga war Vize-Konsul im türkischen Konsulat in Paris. Türkische Diplomaten retteten über 10 000 türkischstämmige Juden vor der Vernichtung. Weitere 10 000 Juden aus Rumänien und Ungarn wurden ebenso gerettet und fanden Schutz in der Türkei.

Der Film "Desperate Hours" wurde in fünf Ländern gedreht, darunter Israel, Türkei, Italien, Österreich und den USA. Der Film berichtet über die Rettung von tausenden Juden durch die Türkei, denen der unmittelbare Tod bevorstand. Anbei möchten wir auf den Film "The Turkish Passport" aufmerksam machen der schon bald in deutschen Kinos zu sehen sein wird.

Turkishpress möchte auf eine Dokumentation von Victoria Barrett aufmerksam machen. Sie drehte den Dokumentarfilm "Desperate Hours". Dieser Film ist leider momentan nur auf Englisch verfügbar. Wir stehen zur Zeit in engem Kontakt mit der Produktionsfirma in den USA um eine Deutsche Fassung zu erwirken. Am Ende dieses Artikels steht Ihnen auf Englisch ein 10 Minütiger Trailer zur Verfügung.

Die drei Diplomaten starben nach den Dreharbeiten. Desperate Hours deckt die Geschichte von Muslimen, Christen und Juden auf, die in dieser Zeit zusammenarbeiteten und Menschen vor dem Holocaust bewahrten.

Die türkische Community in den USA hat Victoria Barret interviewt. Wir möchten Ihnen das Interview vorstellen.

Was können Sie über sich erzählen?

Ich habe als Produzentin, Regisseurin und als Autor über 20 Jahre Erfahrung in der Unterhaltungsindustrie und ich bin Leiterin der Firma Shenandoah Films. Mein neuester Film ist der Film "Journey of Faith" welches ich ebenso selbst produzierte.

Welche Preise haben Sie mit "Desperate Hours" gewonnen?

Desperate Hours wurde im U.S Holocaust Memorial Museum in Washington D.C" aufgefüht und war der Gewinner der "Grand Jury" und "Audience Award Winner" auf dem "Independent Film Festival" Im Jahre 2003. Ich war ausserdem für hervorragende Arbeiten für die Dreharbeiten auf dem internationalen Film und Video Festival ausgezeichnet worden. Die jüdische B'nai Birth Canada ehrte mich mit dem Preis der "Global Excellence in Arts 2004". Der Film wurde ebenso in Europa, dem Nahen Osten, inklusive dem Israel Channel und CNN-TURK ausgestrahlt. Der Film hat viele Preise bekommen.

Können Sie uns erzählen, wie sie dazu gekommen sind, den Dokumentarfilm "Desperate Hours" zu drehen?

Ich hörte über die Geschichte der türkischen Diplomaten. Es ist eine fast unbekanntes Kapitel des Holocausts und ich realisierte, dass in Anbetracht des Alters der Beteiligten, die Geschichte dokumentiert werden musste, so schnell es geht.

Was hat Sie dazu verleitet das zu tun und was schoss Ihnen durch den Kopf, als sie das erste Mal drehten?

Ich war durch die Handlung der Diplomaten inspiriert und gleichzeitig in Demut, als ich recherchierte. Am Ersten Tag war ich in der Hoffnung, diese bemerkenswerten Menschen ihre eigene Geschichte erzählen zu lassen und für die Zukunft zu bewahren.

Wie ist Ihr eigener Filmhintergrund, und wie passt das ins Thema Ihres Dokumentarfilms?

Ich lebte in Israel für drei Monate und in der Türkei für mehrere Jahre als der Film gedreht wurde, ich fühlte mich mit beiden Ländern verbunden.

Wie viele Menschen haben Sie inverviewt?

Ich habe über 50 Menschen interviewt.

Können Sie "Desperate Hours" in eigenen Worten kurz beschreiben?

Desperate Hours erzählt die kaum bekannte Geschichte der Türkei im Zweiten Weltkrieg, ein seltener Moment, als Muslime, Juden und Christen zusammen arbeiteten um Leben zu retten. Die Geschichte wird von Menschen erzählt, die es miterlebten. Sie erzählen von Tapferkeit, Rettung und Hoffnung während eines der dunkelsten Kapitel seit der Existenz der Menschheit.

Wie war Ihre erste Reaktion, als sie das erste Mal Juden interviewten, die von türkischen Diplomaten gerettet wurden?

Ich war betrübt über die unvorstellbaren Dinge, die man den Juden angetan hat.

Was möchten sie den Menschen mit dem Dokumentarfilm mit auf den Weg geben?

Hoffnung und das die Vergangenheit niemals vergessen wird.

Was für Reaktionen haben Sie von Juden und jüdisch-Amerikanischen Organisationen erhalten?

Sie waren sehr nett zu mir und lobten den Film. Viele wussten bis Dato über diese Ereignisse nicht Bescheid.

Möchten Sie zum Abschluss noch etwas sagen?

Diese Dokumentation hat mir die Möglichkeit gegeben, auf der ganzen Welt wunderbare Menschen kennen zu lernen, es hat mein Leben bereichert.

Vielen Dank Victoria Barrett.

 

Re: Die türkischen Oskar Schindler´s

Bild von EZEL

Für den einen oder anderen Politiker und Historiker spielen diese Heldentaten unserer tapferen türkischen Soldaten leider keine Rolle mehr! Die Verleugnung der gemeinsamen Vergangenheit führt uns ins Abseits in der Gegenwart, wo sich gemeinsame Gefühle in individuelle ja nationale Interessen wandeln! Gerade aus der Vergangenheit sollte man Schlüsse für die Gegenwart und für die kommende Zukunft ziehen!
Ist es denn so schwer seine extreme Einstellung zugunsten des Friedens aufzugeben?
Wem schadet es, wenn eine Harmonie zwischen den Kulturen und Religionen dieser Welt herrscht?
Lauter Fragen, deren Antworten in uns allen liegen, die wir zusammen aufarbeiten und umsetzen müssen!

Imza
Ezel: "Kanımızı akıttıklarında değil, umudumuzu kırdıklarında başlarız ölmeye."
Ama bu UMUT asla bitmeyecek!!!

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