Teşkilât-ı Mahsusa - Der türkische Geheimbund

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NTV-Tarih konusmalari

Eine erfolgreiche Kriegführung war im Ersten Weltkrieg nicht nur von moderne Waffen und Anzahl der Soldaten abhängig, sondern auch von einer Propagandamaschinerie, die zunehmend an Bedeutung gewann. Im Zweiten Weltkrieg war die Propaganda kaum noch wegzudenken.

Während die Briten im Ersten Weltkrieg erst eine aktive Propaganda aufbauten, in der Informationen zusammengefasst, ausgewertet, in Feindesland verstreut sowie Attentate und Anschläge im Hinterland an Bedeutung gewannen, darunter mit Namen wie T. E. Lawrence und Getrude Bell, verfügte das Osmanische Reich bereits 1911 über eine Geheimdienstorganisation, die nach den verheerenden Balkankriegen ins Leben gerufen wurde. Auch das Deutsche Reich hatte eine Propagandastelle, die Nachrichtenstelle für den Orient, kurz NfO, in der Max von Oppenheim mit dem Memorandum unter dem Titel „Denkschrift betreffend die Revolutionierung der islamischen Gebiete unserer Feinde“ eine große Rolle spielte und den "Heiligen Krieg" ausrief.

Die Teşkilât-ı Mahsusa war ein Geheimbund, eine Art Geheimdienst, die dem Komitee für Einheit und Fortschritt (İttihad ve Terakki Cemiyeti) im Osmanischen Reich unterstand. Sie wurde von Enver Pascha ins Leben gerufen. Die Organisation führte im In- und Ausland gegen Feinde des Osmanischen Reiches Tätigkeiten wie Spionage, Propaganda und Attentate durch. Nach den Aussagen verschiedener Zeugen wurde die Organisation bereits ab 1911 aktiv, wurde aber erst am 5. August 1914 offiziell dem Kriegsministerium unterstellt. Nachdem die Regierung am 8. Oktober 1918 zurücktrat, wurde die Organisation schließlich aufgelöst.

Die Organisation Teşkilat-ı Mahsusa wurde gegen ausländische Mächte eingesetzt, um im Kriege in Feindesland für Satotage und Attentate zu sorgen, Widerstandsgruppen aufzustellen und Informationen über die feindlichen Mächte einzuholen. So stellten die Mitglieder gegen die Italiener in Tripolis, gegen die Bulgaren und Griechen in Ost- und Westthrakien und gegen die Engländer in Ägypten und Irak Widerstandsgruppen auf. Fast alle Führer der türkischen Nationalbewegung (Kuvayı Milliye und Müdafaa-yı Hukuk), die in Anatolien nach dem Ersten Weltkrieg gegründet wurden, waren Mitglieder der Teşkilat-ı Mahsusa.

In der Historie-Sendung des türkischen Nachrichtensenders NTV sprachen am 31. Juli 2011 zwei Historiker und gleichzeitig Enkel von Mitgliedern dieser Geheimorganisation Teşkilât-ı Mahsusa, Derya Tulga und Orhan Kologlu über die Geheimorganisation. Die Sendung ist nur in türkische Sprache erhältlich.

Ausgestrahlt am 31. Juli 2011 unter dem Titel "Osmanlı'da istihbarat - Teşkilât-ı Mahsusa" in NTV

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