Ausrufen des Selbstbestimmungsrecht war ein Fehler

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Aysel Tugluk

Im nachhinein findet die Van-Abgeordnete Aysel Tugluk die Erklärung über das Selbstbestimmungsrecht der Kurden in der Türkei, die am selben Tag wie dem PKK-Terroranschlag verlesen wurde, für einen Fehler

Gegenüber dem "VATAN" Journalisten Murat Celik erklärte Aysel Tugluk in einem Telefonat, man habe die Erklärung zu einem ungünstigen Tag abgegeben. "Leider haben wir die Lage falsch eingeschätzt. Die Kritik kann ich nachvollziehen und beurteile das auch selbstkritisch. Es war ein Fehler, man hätte diese Erklärung nicht an diesem Tag abgeben dürfen" sagte die BDP-Abgeordnete von Van, Aysel Tugluk.

Am vergangenem Donnerstag kamen bei einem Hinterhalt der PKK in der Nähe der Kreisstadt Silvan in der Provinz Diyarbakir 13 Soldaten um. Während die Nachrichtenticker über den Vorfall berichteten, wurde in Diyarbakir durch die Demokratik Toplum Kongresi (DTK) Vorsitzende Aysel Tugluk die "Demokratische Autonomie" verlesen, in der die Autonomie der Kurden nach einem Entwurf des PKK-Terrorchef Öcalan von 2007 ausgerufen wurde. Die zeitliche Überschneidung beider Ereignisse am selben Tag, hatte heftige Reaktionen in den Medien, im Parlament und in der Gesellschaft hervorgerufen.

In zahlreichen Städten der Türkei kam es infolge zu Protestkundgebungen, Parteibüros der BDP in Elazig, Istanbul und in Kleinstädten der Region Westthrakien von wütenden Bürgern angegriffen. Noch immer halten die Spannungen an. In Kücükcekmece und in Zeytinburnu in der Provinz Istanbul hat sich die Lage weiterhin nicht stabilisiert. Hunderte Bürger halten seit Tagen die Straßen der Stadt besetzt, um Protestkundgebungen von PKK-Sympathisanten zu verhindern. In Zeytinburnu wurde in der gestrigen Nacht das Parteibüro der BDP verwüstet.

In der Folgezeit nach dem Anschlag wurde die BDP in den Medien heftig kritisiert, ohne dass sich die BDP dahingehend öffentlich äusserte. In einem heute veröffentlichten Kolummne des VATAN-Journalisten Celik, wurde Aysel Tugluk in einem telefonischen Interview direkt auf diesen Tag angesprochen. Tugluk gab zu, dass der Zeitpunkt der Verlesung der Erklärung nicht ungünstiger ausfallen konnte, das man die Lage falsch beurteilt habe. Man habe zwar von einem Gefecht erfahren, aber keine konkreten Angaben in der Hand gehabt, bevor die Erklärung abgegeben wurde, erklärte Tugluk und fügte hinzu, man habe dennoch an dem Fahrplan festgehalten. Im nachhinein sei das ein Fehler gewesen, gab Tugluk im Interview zu.

Aysel Tugluk ist eine kurdische Politikerin der Türkei, wurde bei den Parlamentswahlen am 12. Juni 2011 für die Provinz Van als Abgeordnete bestätigt. Seit der Parlamentseröffnung zur neuen Legislaturperiode verweigert Sie mitsamt den BDP-Abgeordneten den Amtseid im türkischen Parlament. Aysel Tugluk war in der Vergangenheit die Hauptanwältin von Abdullah Öcalan und ist immer noch als Anwältin und Besucherin des PKK-Terrorchefs Öcalan auf der Gefängnisinsel Imrali offiziell akkreditiert.

Re: Ausrufen des Selbstbestimmungsrecht war ein Fehler

Bild von Abraxas01

Mann hat sich vielleicht doch falsch abgesprochen mit der PKK Basis und nun versucht man sich friedliebig zu geben. Man muss zwischen den Zeilen lesen und ihre Forderungen sind allen bekannt. Sie wollen den Todesstoss der Türkei, und das ist Hochverrat. Worauf wartet die Exekutive? Die Polizei muss alle verhaften die das Selbstbestimmungsrecht ausgerufen hatten. Sie hat nicht den Amtseid abgelegt, so hat sie doch auch gar keine parlamentarische Immunität. Wenn sie sich nicht vereidigen lassen will, nur weil sie die typischen Schritte der PKK nachahmen will. Den Staat zu erpressen, die Gewaltenteilung die auch der türkische Staat kennt, nicht respektiert so hat sie nichts von Demokratie verstanden und ist somit automatisch ungeeignet für eine Amtsstelle. Sie benimmt sich Schwachsinnig und somit auch nicht Urteilsfähig, ihr gehört ein Vormund zur Seite gestellt der die Frau schützt vor sich selber. 

Re: Ausrufen des Selbstbestimmungsrecht war ein Fehler

Bild von Meryem

Wann sie das nun auch verlesen hätte, es ist auf jeden Fall gegen den türkischen Staat gerichtet und auch gegen die kurdische Bevölkerung, die sich zum aller-allergrößten Teil nicht von der PKK benutzen lassen will. Was ich nicht verstehe: wie kann man zulassen, dass ein verurteilter Mörder sich über seine Anwälte in die Politik einmischt, ja gar Krieg oder Frieden erklärt??? Warum werden die Besuche der Anwälte nicht eingeschränkt, wenn ganz offensichtlich zu weiteren Verbrechen aufgerufen wird?

Re: Ausrufen des Selbstbestimmungsrecht war ein Fehler

Bild von DiskIslam

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