Altaylı zieht Resümee zum PKK-Anschlag in Silvan

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Fatih Altaylı

"Die in den Bergen sind besser als jene" titelt Fatih Altaylı seine Kolummne und bezieht sich dabei auf die Propaganda der PKK und der Verwertung durch die intellektuelle Elite

Fatih Altaylı bewertet heute die Propagandamaschinerie der PKK und die gegenwärtige "Fragestunde" der intellektuellen "Elite", um den Anschlag in Silvan und das Resultat mit 13 türkischen Gefallenen als Friendly Fire zu etablieren. Für Altaylı steht fest, dass die PKK in den Bergen keine deratige massive Propaganda an den Tag legte, wie es jetzt das Intellekt in Istanbul und Ankara an den Tag legt und in Wettbewerbsmanier verbreiten will.

Hier die besagte Kolummne von Altaylı mit der Titelüberschrift "Dağdakiler bunlardan iyidir":

Am 15. Juli, dem Tag den Öcalan als Stichtag erklärte, haben wir 13 Soldaten verloren. Zwar hat Öcalan erklärt "die Gespräche sind vielversprechend. Der Waffenstillstand wird verlängert", aber fest steht, das innerhalb der Terrororganisation keiner mehr Öcalan wahrnimmt.

Auch wenn die nationalistischen Kurden auf den Straßen Abdullah Öcalan auf gottgleiche Stufe gestellt haben, ihn Verehren lassen, der bewaffnete Arm der PKK nutzt es entsprechend, hört aber auf Öcalan nicht mehr. Anscheinend will man die Message verbreiten, dass man mit "Öcalan von morgens bis abends verhandeln kann, der eigentliche Ansprechpartner aber wir sind".

Was nach dem passiert ist, ist weitaus schwerwiegender. Die Internetseiten und Nachrichtenagenturen der PKK verbreiteten die letzten Tage die Propaganda, die türkischen Soldaten seien durch türkische Kampflugzeuge umgekommen, deren Bombenabwürfe das Feuer verursacht haben. Zusätlich wird ein Dorfbeschützer als mutmaßlicher Zeugen zitiert.

Nehmen wir an, es ist so passiert. Nehmen wir an, das Feuer brach durch die Bombenabwürfe der türkischen Luftwaffe aus. Ändert das was an der Situation? Diese jungen Menschen sind ja nicht zum Fischen dort gewesen! Waren es nicht die Terroristen, die das Feuer zuerst eröffneten? Wenn du eine Falle stellst und angreifst, wer will dann noch feststellen, wer wen dann umgebracht hat? Guirellakriege enden doch immer so! Passierte es in Vietnam, in Afghanistan nicht ähnlich?

Das Intellekt in den Bars von Beyoglu, hinterfragt jetzt in den TV-Sendungen, ohne sich dabei zu schämen oder bedrückt zu sein, diese "Feststellung". Als hätten Sie je diese Region gesehen, sich einmal in einem solchen Kampf befunden. Im Moment ist man mit einem Elan und einem Eifer im Wettbewerb mit der PKK-Propagandamaschinerie, dass das türkische Militär betrifft, unglaublich! Seit sicher, dieses Tun der "Komiker" ist tödlicher als die Kugeln der PKK-Terroristen. Die kämpfen anschließend immerhin von Auge zu Auge. Hier in den Bars wirft das Intellekt aber in den "Fallen" die Würfeln. Die sind gefährlicher als die PKK und noch gemeiner. Die sind nämlich in die Berge gegangen um den Tod zu empfangen. Dagegen trinkt dieses Intellekt an den Theken statt Alkohol, Blut. [...]

Fatih Altaylı stammt aus Van, ist Journalist und Moderator der Showsendung "Teke Tek", die sich mit Politik, Sport und Tagesgeschehen auseinandersetzt. Als Journalist veröffentlicht Altaylı Kommentare in den türkischen Tageszeitungen, Habertürk, Sabah, Hürriyet, Güneş und Cumhuriyet. Ist seit 2009 Generalintendant der Habertürk.

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