Die willigen Werkzeuge von Sarrazin, Herre, Broder & Co.

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Sarrazin
"Geistige Brandstifter" war in der Vergangenheit eine Auszeichnung, die entweder (Neo)Nazis oder weit rechts stehenden Personen allein zustand und gerne von intellektuellen "linken" Kreisen vergeben wurde, die über die Stigmatisierung und Hetze zu Ausländern schwadronierten
 
Längst sind jedoch die Zeiten vorbei, in denen das Ziel pauschal Ausländer waren. Heute wird der Begriff "Ausländer" nur für bestimmte Migrationsgruppen verwendet, und geistige Brandstiftung gibt es nicht mehr. 
 
Im Zuge der Weiterentwicklung zur Wissensgesellschaft gestaltet sich auch der Beruf des Hetzers immer effizienter: "Islamkritiker" und "Islamkritik" beschreibt heute eine grandiose Vereinfachung seines Wirkens, denn sie fasst auf geniale Weise genau die Menschengruppen einheitlich zusammen, die man vernichten kritisieren will - schliesslich weiss jeder: ein Amerikaner oder Westeuropäer ist kein Migrant (jedoch in gewisser Weise Ausländer), aber auf keinen Fall ein Moslem (Und die, die es trotzdem sind, sind dann natürlich im besten "PI-News"-Deutsch "Pass-Amerikaner" oder "Pass-{Nation}"). Und Asiaten sind fleissig - und gottlob auch keine Muslime. Und Kritik an Muslimen gehört zu den elementaren Rechten eines aufrichtigen Demokraten. Und so stehen sie in einer Reihe: Der bauernschlaue Kleinbürger und Monetarist Dr. gen. Thilo Sarrazin, der Monopol-Jude Henryk M. Broder und der Super-Christ Stefan Herre.
 
Wer sich fragt, ob man die Meinungsfreiheit als hohes Gut bis weit über ihre Grenzen hinaus ausdehnen sollte, damit sie für Menschenhasser und Hassprediger wie Geert Wilders und seine Freunde über Gebühr ausgenutzt werden kann, dem sei anzuraten, sich die Morde durch us-amerikanische Killer nach dem 11. September 2001 zu vergegenwärtigen:

Hassprediger's Darling: Der Mörder Frank Silva Roque
Am 15. September 2001 wurde der indischstämmige Balbir Singh Sodhi mit fünf Schüssen von dem ihm völlig unbekannten Frank Silva Roque ermordet, der den Sikh wegen seiner dunkleren Hautfarbe und seinem Turban irrtümlich für einen Moslem gehalten hatte. Der offensichtlich erfolgreich von Hasspredigern missionierte Mörder hatte bereits wenige Tage vorher vor mehreren Zeugen angekündigt "Muslime" zu töten, ohne dass ihn jemand aufgehalten hätte. Das Opfer Sodhi war das erste in einer Reihe von Morden durch willige Werkzeuge amerikanischer Hassprediger, die gezielt nach vermeintlichen Muslimen suchten, um sie zu meucheln: Am gleichen Tag wie Roque ermordete der deutschstämmige Mark Stroman den Pakistani Waqar Hasan, Vater von vier Kindern, am 4. Oktober den indischstämmigen Vasudev Patel, Vater zweier Kinder. Zwischen den beiden Morden schoss Stromann noch am 21. September 2001 den Bangladeshi Rais Bhuiyan in den Kopf. Seine Taten rechtfertigte der Mörder so: "Ich tat das, was jeder Amerikaner tun wollte, aber nicht tat. Sie hatten alle nicht den Mut."

Der deutschstämmige Doppelmörder Mark Stroman grinst
Der mutige Stroman genießt offensichtlich große Privilegien als Todeskandidat - er betreibt nebenher noch einen Blog bei Wordpress, den er für seine Zwecke missraucht. Dort erscheinen selbstverständlich nur Kommentare, die gegen die Vollstreckung der Todesstrafe an ihm sind und ihn unterstützen. Alles andere wird von ihm zensiert. Diese Beispiele sind nur wenige von vielen von Menschenhassern begangenen Morden seit 2001. Sie haben allesamt ihre Wurzeln in den Hasspredigten, wie sie von Gespannen ähnlich Sarrazin/Broder, Herre/von Wichtingen oder Wilders/Le Pen gesät und von profitgierigen Kreaturen wie dem us-amerikanischen Medien-Mogul Rupert Murdoch über seine rechtsgerichteten Hass-Sender "Fox News" oder seine widerwärtigen Schmierenblätter The Sun, News of the World oder Times verbreitet werden. Diese Subjekte unterscheiden sich in ihren Werten deutlich von Menschen wie Rais Bhuiyan, der den Anschlag auf seine Person überlebte: Er ist seither auf einem Auge blind und hat Metallfragmente im Kopf, die man nicht mehr entfernen kann. Trotzdem setzt er sich für die Aussetzung der Todesstrafe gegen den Mörder Stroman ein. Ein solcher Einsatz wäre bei sarrazinisierten deutschen Christen wie Stefan Herre oder Jens von Wichtingen unvorstellbar.
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