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Exklusiv-Interview mit dem Autor Yves Bénard von "Génocide arménien, et si on nous avait menti?"
Ein Exklusiv-Interview von turquie-news.fr mit Yves Bénard. Der Autor hatte rund 3 Jahre lang vergeblich bei insgesamt 45 Verlagen angeklopft, bevor der letzte sich dann bereit erklärte, das Buch zu veröffentlichen. Nach der Veröffentlichung seines französisch-sprachigen Buches "Génocide arménien, et si on nous avait menti?" mit einer Auflage von rund 500 Exemplaren stoppte der Verlag auf massiven Druck der armenischen Diaspora in Frankreich und USA den weiteren Druck. Zur Zeit versucht Yves Bénard sein Werk bei einem anderen im Ausland tätigen Verlag publik zu machen.
Das Buch behandelt u.a. Aussagen und Berichte von russischen Offizieren (darunter Oberstleutnant Tverdohlebov), die Zeugen der Massaker an Zivilisten durch türkisch-stämmige Armenier waren und von "Unmenschlichkeit gegenüber türkischen Zivilisten" sprechen. Des Weiteren wird Hovhannes Katchaznouni behandelt, dem ersten Ministerpräsidenten der Demokratischen Republik Armenien - des ersten armenischen Staates, der im Juli 1918 gegründet, allerdings international nicht anerkannt wurde. Katchaznouni hatte das "Bericht zur Parteikonferenz 1923" (Originaltitel Dashnaktsutiune anelik chuni uilevs) der Armenischen Revolutionären Föderation (Daschnakzuzjun) veröffentlicht. Darin setzt Katchaznouni sich selbstkritisch mit den von ihm, seiner Partei und seiner Regierung während des zurückliegenden Krieges eingegangenen Bündnissen und Bindungen auseinander. Kurz gefasst sieht er es im Nachhinein als strategischen Fehler an, zunächst mit den Russen und danach mit der Entente gegen die Türkei paktiert und gekämpft zu haben.
Hier das am 4. Januar 2010 geführte Interview:
Türkei News: Hallo Herr Benard. Zunächst wollen wir Ihnen ein Kompliment zu Ihrer Arbeit und der Veröffentlichung Ihres Buches "Armenischer Genozid: Was, wenn wir belogen wurden" machen. Um das Buch besser zu präsentieren, möchten wir Sie kennenlernen und was noch wichtiger ist, Sie mit unseren Lesern bekannt machen. Wer ist "Yves Bénard". Was ist Ihr Beruf, und wie alt sind Sie?
Yves Bénard: Ich bin 68 Jahre alt und ich bin im Ruhestand.
TN: Was ist der Ursprung Ihrer "Turkophile", wenn Sie glauben, dass das die richtige Bezeichnung für Ihre Situation ist?
YB: Ja, ich bin Turkophile. Ich kenne die Türken und die Türkei mehr als 20 Jahre durch einen türkischen Verein, in dem ich jungen Türken die Sprache lehrte nach dem sie in Frankreich ankamen. Ich bin seit dieser Zeit mindestens einmal pro Jahr in der Türkei. Ich liebe dieses Land und seine Menschen, finde sie liebenswert und ich schätze auch die türkische Kultur.
TN: Woher kommt dieses Interesse an einem so sensiblen Thema in Frankreich wie der armenischen Frage?
YB: Viele meiner ehemaligen Studenten kommen aus Bayburt, weshalb ich auch aus diesem Grund die Region besuchte, u.a. auch die östliche Türkei. Wie Sie Wissen, hat diese Region türkisch-armenische Massaker erlebt. Die Geschichten von meinen Freunden über diese Tragödie entsprechen aber nicht dem, was wir in Frankreich kennen, weshalb ich beschlossen habe, eigene Forschungen voranzutreiben. Dort kam das Interesse für die armenische Frage auf und der Wunsch, dieses Buch zu schreiben.
TN: Haben Sie eine Legitimation, um sich mit diesem Problem zu beschäftigen und wenn ja, welche?
YB: In Bezug auf die Legitimität habe ich mir nie wirklich in diesem Thema die Frage gestellt. Aber es ist die Ernsthaftigkeit und Authentizität der Dokumente, die ich Wiedergebe, die mir auch die Legitimität geben.
TN: Welche Quellen und Verweise zur Herkunft wurden im Buch verwendet? Haben Sie Hilfe von türkischen Freunden in der Türkei oder Fachmännern über diese Thema erhalten?
YB: Ich habe mehrere Bücher von türkischen Freunden erhalten, die wussten das ich an so einem Projekt arbeite und hatte selbst eine Reihe von Dokumenten in Bibliotheken durchforstet, vor allem wo diese Dokumente zu finden sind, damit ich dieses Buch auch schreiben konnte. Ich hatte nicht die Möglichkeit, Fachleute zu befragen. Ich schrieb mein Buch allein.
TN: Sie erklärten, dass 45 französische Verlage Ihr Buch nicht veröffentlichen wollten. Wie interpretieren Sie diese Zensur, die in Frankreich vorherrscht?
YB: Ich erkläre die Weigerung von 45 französischen Verlagen damit dass 90% der Franzosen daran glauben, dass die Osmanen des Völkermords schuldig sind. Die Angst vor Vergeltung ist zwar weit entfernt; diese unausgesprochene Zensur aber sehr real. Meiner Meinung nach ist diese Gewissheit der Schuld der Franzosen und Türken, mit dem Zusatz, dass die Opferrolle der Armenier in den Augen der Franzosen gegeben ist.
TN: Haben Sie nicht Angst, dass der Zorn der armenischen Lobby-Organisationen, die ernsthafte Schwierigkeiten mit sich bringen kann, in Frankreich gegeben ist?
YB: Ich glaube, da das Buch von Hovhannes Katchaznouni, dem Premierminister der Republik Armenien und der Präsident der Daschsnaksoutioun im Jahre 1915, in dem die Fakten in Widerspruch mit der These der armenischen Lobby-Organisationen stehen, diese Frage weniger virulent als zuvor ist. Den Beweis sah man in Paris, bei der Beleuchtung des Eiffelturms in den Farben der Türkei. Da waren die Türken in der Lage, ohne Unterbrechung und Störungen zu feiern. Ich glaube nicht, das es bei der Veröffentlichung des Buches zu ernsthaften Problemen geführt hätte. Ich bin überzeugt davon, das wenn der Zorn dem ich mich aussetze, dank Hovhannes Katchaznouni moderat ausfallen wird.
TN: Was halten Sie von Verleumdungskampagnen gegen so illustren emeritierter Professoren wie Bernard Lewis und Gilles Veinstein, die in Frankreich ins Visier genommen wurden?
YB: Die Kampagnen der Verleumdung gegen Professor Bernard Lewis und Gilles Veinstein, eine Türkei-unterstützende Version zu verweigern, ergeben sich aus der üblichen Strategie der armenischen Nationalisten.
TN: Wir lesen immer wieder, wie sie sich des Vorwurfs des "Holocaust-Leugners" sofort erwehren. Sie sind sich jedoch bewusst, dass der Begriff in Frankreich leider überstrapaziert wird und die armenischen Nationalisten diese Exklusivität in Anspruch nehmen. Dadurch, das sie den jüdischen Genozid durch die Aneignung für ihren Fall, als einen weiteren "Holocaust" deklarieren. Finden Sie nicht das man das bedenken muss, das sie alles erdenkliche tun werden, um zu verhindern, das Ihre Meinung den Weg in die Medien findet und auch sonst eine Kampagne der Demütigung gegen Sie gefahren wird? Wie kann man gegen solche Aktionen vorgehen?
YB: Ich stehe möglichen Angriffe gelassen gegenüber und ich habe viel Munition mit dem ich reagieren kann. Ich denke, das es heute nicht mehr genügt zu sagen, "Es war Völkermord". Die Zeit ist gekommen, um Beweise zu liefern.
TN: Welche Zielgruppe wollen Sie mit Ihrem Buch ansprechen? Glauben Sie das sie gehört werden?
YB: Ich Ziele vor allem auf die Franzosen ab, diejenigen, die überzeugende Argumente brauchen, wie aber auch die Türken. Ich hoffe gehört zu werden. Ich werde alles dafür tun. Ich schrieb mein Buch mit dem Versuch, fast ein Jahrhundert zurück liegende Geschichte mit dem tatsächlichen Verlauf der türkisch-armenischen Tragödie zu hinterleuchten. Auf der einen Seite sehen wir, was komplett verdunkelt wird, die Massaker von Armeniern an türkischen Zivilisten. Und zweitens mit dem Hinweis der Gehirnwäsche, die ständig diesen "angeblichen Völkermord an den Armeniern" sehr erfolgreich fast alle Franzosen darin bestärkt hat, dass die Osmanen an dem "abscheulichen Verbrechen" schuldig sind. Dafür ist mein Buch in erster Linie gedacht.
TN: Haben Sie in Frankreich Unterstützung für Ihr Buch und sich selbst erhalten?
YB: Ich glaube, das ich die Unterstützung nicht gesucht habe, weil ich mir bewusst machte, dass wenn ich eine türkische Hilfe angenommen hätte, es als Argument für potenzielle Kritiker gedient hätte.
TN: Sind Sie in Kontakt mit den türkischen Behörden?
YB: Ich habe keinen Kontakt mit den türkischen Behörden.
TN: Haben Sie Ihre Arbeit selbst finanziert? Wie hoch waren die Kosten?
YB: Ich habe mich selbst finanziert, die Kosten in Höhe von 2200€ selbst bezahlt. Sie werden im Buch auch darüber informiert, dass ich weder ein Historiker, noch ein Schriftsteller bin. Mein Job war es, Dokumente in einem Buch zu erfassen, in der Hoffnung, dass Leser sie fortführen, sich Fragen stellen und den Wunsch hegen, nach Antworten zu suchen. Und hoffentlich diejenigen zu zwingen, die es weiterhin als Völkermord bezeichnen und vom Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen.
TN: Wir danken Ihnen, Herr Benard.
YB: Vielen Dank für Ihr Interesse an meiner Arbeit.
"Génocide arménien, et si on nous avait menti?" ist zur Zeit nicht erhältlich.
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Re: "Armenischer Genozid: Was, wenn wir belogen wurden"
Habe bei Google Books das Buch gefunden.
Hier der Link
http://books.google.de/books?id=zCZcOx0XIlgC&pg=PA95&lpg=PA95&dq=G%C3%A9...
Da es sich um ein Vorschau handelt werden nicht alle Seiten des Buch angezeigt.
Ich hoffe das es auch ins türkische und deutsche übersetzt wird.
Re: "Armenischer Genozid: Was, wenn wir belogen wurden"
Großartige Leistung, meine hochachtung und respekt!
Liberal - konservativ - Verfassungstreu
Re: "Armenischer Genozid: Was, wenn wir belogen wurden"
So wie es aussieht sind auch hier die Nazi-Armenier unterwegs.
Stimmen alles negativ ab. Egal ob Artikel oder Kommentare.
Die machen sich dadurch nur lächerlich.
Re: "Armenischer Genozid: Was, wenn wir belogen wurden"
Es wird wirklich Zeit das eine grosse Lüge beendet wird, nämlich das die Armenier/innen keine Unschuldslämmer waren und sind. Die Türkei sollte ein Gerichtshof einrichten um wenigstens die Armenier/innen anklagen zu können die in Aserbaidschan gemordet haben. Um endlich der Welt zu zeigen was die unter Menschenrechte verstehen und verstanden haben. Und dann kommen wir mit Forderungen für all die Toten in den mindestens 200 Jahren die wir erlitten haben.