Vorstudien zum Bau des Istanbul-Kanals

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Istanbul-Kanal

Die Türkei beginnt noch in diesem Sommer mit den Vorstudien zum Bau des Istanbul-Kanals. Bereits 2023 soll der zweite Bosporus fertig gestellt sein.

 oca, AFP, dpa | Die Gründe für das Projekt Istanbul-Kanal stehen im krassen Kontrast zur Grösse des bevorstehenden Megabaus: der Bosporus ist schlicht und ergreifend, für das enorm an Fahrt aufgenommene Land, zu eng geworden. "Wir krempeln die Ärmel hoch für den Istanbul-Kanal, eines der größten Projekte des Jahrhunderts", kündigte jetzt der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan (AKP) in Istanbul an. Die Vorstudien zu dem Projekt sollen schon nach den Parlamentswahlen im Juni beginnen und 12 Jahre dauern.

Istanbulkanal.JPGDer Istanbul-Kanal wird das Schwarze Meer mit dem Marmara Meer verbinden und bis zu 160 Handelsschiffe und Tanker täglich die Gelegenheit verschaffen, schneller und sicherer als sonst, an ihr Ziel zu kommen.

Auch die Ausmaße sind der Öffentlichkeit präsentiert worden. So wird der Istanbul-Kanal nach Angaben von Erdogan 150 Meter breit und 25 Meter tief sein. Das sind in der Tat riesige Dimensionen.

Die Coda dieses erneuten Mammut Projektes soll im Jahre 2023 sein. Das Jahr an dem die Republik  stolze 100 Jahre jung sein wird. Premier Erdogan bezeichnete das Vorhaben als "eines der größten Projekte aller Zeiten". Der Istanbul-Kanal wird in der Tat, alles bisherige, wie den Panama- oder den Suez-Kanal, in den Schatten stellen.

220px-Bosporus.jpgDer Bau des Kanals ist eines von mehreren Mega-Projekten, in der wirtschaftlich enorm erstarkten Türkei. Aber vor allem in der Region Istanbul geht es offenbar mit großen Schritten voran. So ist neben diesem Megaprojekt „Istanbul-Kanal“ ein weiteres geplant: Istanbul wird einen dritten Flughafen bekommen. Den größten in der Geschichte des Landes. Indes wurden aber bisher über die Kosten und die Art der Finanzierung keine Angaben gemacht.

Kritisiert werden die Projekte von Umweltschützern und Städteplanern. Sie werfen Erdogan wilden Aktionismus vor und bezweifeln die Wirtschaftlichkeit der Projekte und kritisieren, dass die Konzeptionen nicht genug auf ihre Nachhaltigkeit durchleuchtet worden sind.

 

arif kara ©

 

 

 

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Re: Vorstudien zum Bau des Istanbul-Kanals

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Solche Vorstudien sind jetzt schon völliger Unsinn, weil noch nicht der Gedanke im Raum steht, den Vertrag von Montreux anzupassen. Es müssen Pflichtlotsen auf jedem Schiff sein, und wenn Anpassungen gemacht wurden ist eine Optimale Nutzung von einem Kanal möglich, dann brauchts sehrwahrscheinlich auch kein Kanal. Solch ein Kanal ist sehr teuer, Land wird verschwinden und vielleicht wäre es nicht mal nötig wenn Anrainerstaaten dazu bewegt werden ein Teil ihrer Güter per Eisenbahn an die Mittelmeerhäfen zu befördern in die Türkei. Oder die Logistik auch hier durch Ergänzungen und Anpassungen Perfektioniert wird. Istanbul braucht seriöse Studien und eine Städteplanung die daraus eine sichere Stadt macht, und nicht mit solchen Gigantismus die Leute verblenden will. Der Vertrag von Montreux stammt aus den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts und hat mit der heutigen Welt und Befürchtungen nicht mehr viel zu tun. Es gibt viele Möglichkeiten eine Bosporus Durchfahrt zu regulieren, und gewisse Pflichte können durchgebracht werden. Schliesslich hat jedes Land das Recht eigene Interessen im Sinne des Umweltschutzes, des Menschenschutzes, des Kulturschutzes und Wirtschaftliche Interesse durchzusetzen.

Ein Vergleich zum Beispiel die Visa-Regelung Deutschland. Es verstösst gegen eigene Verträge und Gesetze, gegen EU -Weisung. Und keiner kann oder will es ehrlich begründen, es ist klarer Rassismus dahinter. Aber das soll uns jetzt nicht niederwerfen, schliesslich wissen wir was wir können wenn wir mehr uns ins zeug legen.  Wieso kann die Türkei nicht darauf bestehen den Bosporus auch für die Sicherheit aller und derer die unter Fremder Flagge fahren zu regeln. Istanbul ist unsere Stadt und ihre Sicherheit liegt uns am Herzen.

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