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Kein Ende der Schuldenkriese in Griechenland
Wie Eurostat nun in einer Pressemeldung vom 26.Aprill 2011 berichtet, ist das Haushaltsdefizit der Griechen größer als vermutet. Das Defizit für 2011 lag demnach bei 10.5 % des Bruttoinlandproduktes (BIP). Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gibt den Gesamtwert aller Güter (Waren und Dienstleistungen) an, die binnen eines Jahres innerhalb der Landesgrenze einer Volkswirtschaft hergestellt wurden.
Demnach liegt nur noch Irland mit einem Defizit von 32,4 % vorne in der Liste der EU-Staaten mit dem höchsten Defiziten.
Die griechische Regierung hat der EU 8 % zugesichert, befürchtet wurden dennoch 9,6 Prozent und nun das ernüchternde Ergebnis der desaströsen wirtschaft Athens: ein Defizit von 10,5 %. Darüber hinaus musste Athen eine Absenkung des Bruttoinlandproduktes von 235 Milliarden Euro (2009) auf 230 Milliarden Euro (2010) feststellen.
So ist die gesamtwirtschaftliche Leistung binnen eines Jahres um 5 Milliarden gesunken. Gleichzeitig ist der gesamte Schuldenstand von 298 Milliarden Euro (2009) auf 328 Milliarden Euro (2010) gestiegen.
Die gesamtwirtschaftliche Leistung Deutschland dagegen, wird mit knapp 2500 Milliarden Euro datiert. Ein plus von etwa 100 Milliarden Euro im Vergleich zum Jahre 2009. Gewiss muß man dazu konstatieren, dass das Haushaltsdefizit der Deutschen wirtschaft um 81,6 Milliarden Euro gestiegen ist. Insofern stieg das deutsche Haushaltsdefizit damit auf 3,3 % des BIP (2009 noch 3,0 %).
Gerne wird von den Griechen, dass Argument vorgetragen, dass Deutschland eine wesentlich höhere Schuldenlast hätte, was ja auch stimmt, aber es gilt, wie auch in der Privatwirtschaft auch, dass nur der sich solche Schulden Leisten kann, der auch entsprechendes Leistet. So konstatieren wir: Die gesamte Schuldenlast Deutschlands beträgt laut Eurostat 2,079 Billionen Euro (von 1,76 Billionen im Jahre 2009).
Wenn man nun die gesamtwirtschaftliche Leistung (BIP) in Verhältnis zum Schuldenstand stellt, sieht man ohne weiteres, dass Deutschland im Vergleich zu Ländern wie eben Griechenland, trotz der Schulden, sehr gut aufgestellt ist. Der Einwand der griechischen Regierung, Deutschland hätte auch und sogar erheblich mehr Verbindlichkeiten, ist nichts weiter als Augenwischerei sowie der klägliche versuch, das eigene, Jahrzehntelange Versagen, in allen Bereichen der wirtschaft, der Politik sowie dem Gesundheitswesen, zu beschönigen. Dies deswegen, weil die Wahrheit kaum zu ertragen wäre.
arif kara
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