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Der türkische Staatspräsident Gül hat sich auch für den The Guardian Journalisten eingesetzt, der in Libyen festgesetzt wurde
Erneut soll sich der türkische Staatspräsident Abdullah Gül um die Freilassung eines westlichen Journalisten eingesetzt haben. Diesmal soll laut RADIKAL, Gül von der britischen Tageszeitung The Guardian gebeten worden sein, sich für die Freilassung des irakischstämmigen Journalisten Ghaith Abdul-Ahad einzusetzen. Ghaith Abdul-Ahad wurde nach rund zwei Wochen von libyschen Behörden freigelassen und soll mittlerweile in Großbritanien sein.
Staatspräsident Gül beauftragte den Staatssekretär des Außenministeriums Feridun Sinirlioglu, nach dem die The Guardian sich mit der Bitte um Unterstützung an ihn gewandt hatte. Die Bemühungen des Außenministeriums führte demnach zur Freilassung von Abdul-Ahad, der gestern von den libyschen Behörden nach zwei Wochen freigelassen wurde und nach London abreiste. Der Chefredakteur der The Guardian, Alan Rusbridger soll sich in einer persönlichen Note bei Gül bedankt haben.
Zuvor wurde auch der brasilianische Journalist Andrei Netto freigelassen, der mit Abdul-Ahad zusammen verhaftet worden war. Gül hatte sich bereits im Februar für die Freilassung der zwei deutschen Journalisten eingesetzt, als er vor dem Iran-Besuch vom deutschen Bundespräsidenten darum gebeten wurde. Die Journalisten konnten nach dem Iran-Besuch von Gül, kurze Zeit später aus dem Iran ausgeflogen werden.
Unterdessen meldet die New York Times, dass in Libyen der Kontakt zu vier eigenen Journalisten abgebrochen ist. Man vermutet, dass sie von den libyschen Behörden festgenommen wurden. Die Redaktion hatte zuletzt am Dienstagmorgen Kontakt zu ihren Mitarbeitern. In den vergangenen Tagen und Wochen wurden mehrere Journalisten während der Unruhen in Libyen verhaftet. Vergangene Woche wurde ein Team des britischen Senders BBC von Soldaten des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi verhaftet und während der 21-stündigen Festnahme misshandelt. Ein Kameramann des arabischen Senders El Dschasira wurde vergangene Woche getötet. Bei dem Hinterhalt an der nach bisherigen Angaben libysche Soldaten beteiligt gewesen sein sollen, wurde auch ein Journalist verletzt.
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