AABF vereinnahmt Aleviten für Integrationsvorbild

Artikel »

Aleviten - Schwert

In der Integrationsdebatte will sich die AABF wie erwartet als Vorbild für mustergültige Zuwanderer sehen

Die Debatte zur Integration von Zuwanderern die auf Türken und Araber begrenzt und die islamische Religionsgemeinschaft umfasst, wird mit einer Wortmeldung aus den Reihen der AABF 1 erneut aufgeheizt. Für was die AABF steht, wen sie repräsentiert und welche Rolle die AABF spielt? Diese Fragen beantwortet der Vizevorsitzender der Alevitischen Gemeinde Deutschland, Ali Ertan Toprak, in der Welt-Online 2. Hier ein Überblick über Fakten und Tatsachen:

Die Bemühungen der AABF im letzten Jahrzehnt tragen Früchte. Die "Aleviten" sind Dank der AABF als Religionsgemeinschaft in der Bundesrepublik anerkannt, so zumindest nach eigener Auffassung. Auch im Bildungswesen konnten ersten Erfolge errungen werden, wobei hier auch der Koordinierungsrat der Muslime mitgewirkt hat, was der AABF aber scheinbar Sorgen bereitet 3. Hier wittert die AABF eine Bevorzugung und sieht sich übergangen, nach der man selbst Grundsätze erfüllt hat, diese aber bei der KRM nicht abverlangt; gemeint ist hier die Anerkennung als Religionsgemeinschaft gem. Art. 7 Abs. 3 GG. 4.

Entgegen vieler Behauptungen, die in der gestrigen Welt-Ausgabe zu lesen waren, sind es weder viele, noch wenige, die sich nicht unbedingt an religiöse Regeln und Vorschriften halten. Weder gibt es hierzu genaue Zahlen, noch eine homogene Masse, nach der man dieses Urteil treffen kann. In der Studie "Muslimisches Leben in Deutschland" des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge 5, die die einzige dieser Art ist, heißt es u.a. das "Gut jeder Fünfte [...] sich als gar nicht oder eher nicht gläubig" bezeichnet. Es gibt Aleviten die sich strikt an die 5 Säulen des Islams halten, wie es auch Sunniten oder Schiiten gibt, die sich nicht an das Glaubensbekenntnis halten, Schweinefleisch und Bier konsumieren aber dennoch zu der Religion bekennen. Nach einer umfangreichen Studie des Soziologen Kamil Fırat aus dem Jahre 2005 bezeichnen sich in der Türkei sogar 15 Prozent der Aleviten als Ateisten. Rund 44 Prozent gaben an, Muslim und Alevite zu sein und 12,1 Prozent gaben an, muslimisch zu sein 6. Das bedeutet, dass die Aleviten in sich ebenfalls nicht homogen erscheinen, eigenständige Ansichten vertreten wie es auch unter den Sunniten weit verbreitet ist. Die Aussage "Wir respektieren zwar den Koran genauso wie die Bibel, aber wir lesen daraus keine Handlungsanweisung" ist demzufolge als eine eigene Meinung von Ali Ertan Toprak zu verstehen. Der gesamte Artikel in der Welt-Online ist daher als Demagogie zu verstehen. Übrigens: wer entscheidet, wer Muslim oder Alevit bzw. beides gleich oder nichts von alledem ist, und wer kann das für alle anderen behaupten? Die einen, dies sind vor allem Funktionäre der Vereine, verstehen das Alevitentum als eigenständige Religion, für andere gehört es definitiv zum Islam. Manch einer der letzteren Position erklärt sogar das Alevitentum zum "wahren Islam" 7.

Unter anderem wird behauptet, die alevitischen Kinder würden besonders am Ramadan von muslimischen Mitschülern angefeindet werden. Es kann aber kein kausaler Zusammenhang zwischen den Anfeindungen und der Religion geschlossen werden. Kinder und Jugendliche üben Anfeindungen auch im anderen Zusammenhang, die keineswegs auf den Grund an sich eingehen sondern auf das sichtbare, auf das äussere Erscheinungsbild; wie z.B. die Beleidigung eines Migrantenkindes durch ein einheimisches Kind wegen der Haarfarbe, Nasenform, die Fettleibigkeit eines Mitschülers, die Behinderung. 

Es wird Desweiteren impliziert, dass die Sunniten in der Türkei und die türkischen Migranten mit sunnitischem Hintergrund aus dem Koran die Handlungsweisungen übernehmen und somit die Scharia (islamisches Recht). Das stimmt keinewegs. Für die sunnitischen Türken ist die Frage an sich, ob Scharia oder Grundgesetz vereinbar seien, überflüssig, weil die gleiche Rechtsauffassung auch in der Türkei gilt. Ausserdem kann man weder aus dem Koran DIE Sharia selbst ableiten, noch leitet sich DIE Scharia vom Koran direkt ab. Die Scharia ist daher auch kein kodifiziertes Recht, das nach Normen in ein Regelwerk schriftlich festgelegt wurde. In der Türkei ist die Scharia seit der Republiksgründung nicht in Anwendung und auch davor gab es DIE Scharia in diesem Sinne nur als religiöse Gutachten oder Lehrentscheidung, die von Religionsgelehrten aufgrund der Interpretation von Koran und Sunna im Einzelfall entschieden wurde, letzendlich aber die Entscheidungsgewalt bei der Osmanischen Pforte lag. Dass der Islam keine Toleranz kenne, dürfte einzig auf Unrecht und Ungerechtigkeit zurückzuführen sein, wobei dies nur durch die Koranexsegese selbst herausgefunden werden kann; was man Ali Ertan Toprak wohl kaum nach sagen kann, das er überhaupt eine Sure gelesen hat. Der Islam übt Toleranz gegenüber Andersgläubigen. Im Koran wird die Zwangsislamisierung kategorisch abgelehnt. Bei der Koexistenz der Christen, Juden und Muslime im Osmanischen Reich, wie auch in der Türkei, spielten oder spielen auch andere Faktoren eine entscheidende Rolle, als nur die Religionszugehörigkeit. Darunter kann man auch die Loyalität, Nationalbewusstsein und nationale Identität verstehen 8. Da die Opfermentalität auch im Welt-Online Artikel Ausdruck findet und wohl kein Ende hat und sich insbesondere auf die Geschichte bezieht, hier ein Sachbuch und eine Dissertation zum Thema Osmanisches Reich und die Aleviten sowie in der Türkei und Deutschland 9

In Nordrhein-Westfalen wird seit 2008 ein bekenntnisorientierter Religionsunterricht für alle angeboten 10. In den übrigen Bundesländern ist man gerade noch dabei, Lehrmaterial und Lehrer bereitzustellen. Das nordrhein-westfälische Schulministerium und der Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland (KRM) 11 haben zusätzlich die Einführung islamischen Religionsunterrichts erzielt 12. Sie einigten sich nach Angaben der Landesregierung Mitte Februar auf die Bildung eines Beirats, der die religiösen Grundsätze der Muslime gegenüber dem Land formuliert. Bereits jetzt steht fest, dass der Mangel an Räumen und an Fachlehrern die Nachfrage nicht befriedigen kann. In NRW sollen an die 320.000 Schülerinnen und Schüler mit muslimischen Hintergrund (Aleviten mit eingeschlossen) allein in diesem Jahr den Schulunterricht folgen, wobei rund 80 Prozent davon den islamischen Religionsunterricht befürworten. Wie viele davon bereits jetzt den islamischen Religionsunterricht erhalten, ist nicht bekannt.

Nach Angaben des Landes NRW gibt es 1,4 Millionen Muslime; etwa 7 Prozent der Gesamtbevölkerung. 46 Prozent von ihnen sollen die deutsche Staatsbürger besitzen. Die Sunniten bilden mit etwa 80 Prozent (1,12 Millionen) die Mehrheit unter den Menschen muslimischen Glaubens. Weitere 6 Prozent (84.000) sind zu den Schiiten zu zählen und 9 Prozent (126.000) zu den Aleviten 13. Nach eigenen Angaben der AABF 14 nehmen in diesem Schuljahr etwa 400 Schülerinnen und Schüler alevitischen Glaubens in NRW am bekenntnisorientierten Relgionsunterricht teilt. Das sind nach den statistischen Angaben des Landes NRW und den Zahlen der AABF aber nur ein Bruchteil dessen, was eigentlich nach eigenen Angaben repräsentiert wird.

Die AABF vereinigt nach eigenen Angaben insgesamt rund 120 Vereine und Gemeinden innerhalb der Bundesrepublik 15. Im Vergleich dazu sind im Dachverband der DITIB mehr als 890 Vereine eingegliedert 16. Alleine im Landesverband Nordrhein-Westfalen zählt die DITIB ca. 49 Vereine 17. Folgt man der Umfrage die die DITIB ausgewertet hat, vertritt sie alleine über 70 Prozent der in Deutschland lebenden Muslime 18. Bei insgesamt 4 Millionen Muslimen (Aleviten und Schiiten mit eingeschlossen) sind das knapp 2,8 Millionen. Im Umkehrschluß dürften bei gleicher Relation wie in NRW etwa 400.000 bis 500.000 Aleviten im Bundesgebiet leben. Die AABF gibt dagegen 700.000 Aleviten im Bundesgebiet an 19, die sie nach eigenen Angaben vertritt bzw. vertreten Wissen will. Es gibt aber keine statistische Erfassung, auf die man sich beziehen könnte. Beide Dachverbände, die DITIB sowie die AABF geben ihre eigenen Zahlen an. Es ist jedoch bekannt, das auch innerhalb der alevitischen Religionsgemeinschaft keine homogene Einheit besteht und innerhalb der Bundesrepublik weitere Dachverbände organisiert sind. Darunter die Gemeinschaft der Ahl-Al-Bayt-Vereine in Deutschland (ABAF) 20 sowie die Cem Gemeinde der Aleviten in Deutschland e.V. 21. Erst im vergangenem Jahr hatten die drei alevitischen Dachverbände AAIB, ATCB und AEAF den Bundesinnenminister scharf kritisiert. Obwohl die AABF sich in der Spitze nicht als eine islamische Organisation sehe, sei sie zur Islamkonferenz eingeladen. Dagegen habe de Maiziere die Anträge der alevitischen Dachverbände, die das Alevitentum als eine islamische Konfession betrachten, unberücksichtigt gelassen. Die drei alevitischen Verbände ließen erkennen, eine alternative Islamkonferenz einzurichten 22

Es wird in der Welt-Online angegeben, dass die Aleviten keine höheren Staatsdienste erreichen können. Das stimmt mitnichten. Es gibt im Staatsdienst etliche Bürger alevitischen Ursprungs 23.

In der Welt-Online wird impliziert, dass die Aleviten längst mit der deutschen Gesellschaft verwoben sind und Integrationsbereitschaft nicht nur zeigen, sondern vorleben. Dabei spiegelt eine Studie aber etwas anderes vor. Das Bildungsniveau der Aleviten ist relativ niedrig. Mehr als die Hälfte hat keinen oder einen niedrigen Schulabschluss 24. Ihre Erwerbstätigenquote entspricht in etwa der Erwerbstätigenquote der Muslime in Deutschland insgesamt, wobei alevitische Männer proportional deutlich häufiger erwerbstätig sind als alevitische Frauen. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern ist allerdings weniger ausgeprägt als bei den Muslimen sonstiger Glaubensrichtungen.

Aleviten betrachten sie sich laut der vorliegenden Studie überwiegend als muslimisch 25. Gut jeder Fünfte bezeichnet sich als gar nicht oder eher nicht gläubig. Gemäß einer weniger an Ritualen ausgerichteten Glaubensauffassung beachten Aleviten deutlich weniger als Muslime sonstiger Glaubensrichtungen religiöse Regeln und Vorschriften. Sie befolgen seltener Speisegebote oder Fastenregeln, verrichten seltener Gebete und besuchen weniger häufig Gottesdienste.

Aleviten pflegen vergleichbar häufig wie Muslime anderer Glaubensrichtungen oder Angehörige sonstiger Religionen Freundschaftskontakte zu Deutschen. Sie geben etwas seltener als Muslime anderer Glaubensrichtungen an, in einem Wohnviertel mit vielen Ausländern zu leben. Mit einem Anteil von über 20 Prozent fühlen sich überproportional viele Aleviten gar nicht oder wenig mit Deutschland verbunden.

In Anbetracht dieser Fakten sind die Äusserungen von Ali Ertan Toprak zum größten Teil unzutreffend. Vielmehr steckt wohl die Absicht dahinter, die türkischen Sunniten gegen die türkischen Aleviten auszuspielen, um so weitere Aleviten unter dem Vorwand des Integrationsvorbilds an die AABF zu binden. Eine entscheidende Rolle spielt wohl hierbei auch die bevorzugte Behandlung durch die Bundesregierung, die trotz dieser bekannten Defizite und Ungereimtheiten im Blick auf Mitgliederzahlen und Vertretungsansprüche, weiterhin an der AABF als einzige alevitische Vereinigung festhält und andere geradezu verleugnet. Gleichzeitig aber diesen Hebel für die sunnitischen Verbände, in Fragen der islamischen Religionsgemeinschaft in Deutschland, einsetzt.

Die Bundesregierung sollte sich im klaren sein, dass die AABF seit längerer Zeit nicht nach der alevitischen Lehre, sondern nach anderen Gesichtspunkten geleitet wird, die ihren Anfang mit der Neubesetzung der AABF-Spitze einherging. Unter diesen Namen befanden sich bekannte Namen wie Mehmet Bayrak (Autor) und Hasan Kılavuz (Geistlichenrat). Hasan Kilavuz (ehemals im KOMKAR tätig 26) wurde 2006 nach internen Auseinandersetzungen, einstimmig abgewählt, weil man im Geistlichenrat der Ansicht war, dass der alevitische Glauben entgegen der Neubesetzung zum Islam gehört 27. Mittlerweile hat sich Ali Ertan Toprak als der neue Messias innerhalb der AABF entpuppt, der ebenfalls aus den Reihen der KOMKAR (Ableger der PSK 28) kommt 29. Wie weit die Verflechtungen innerhalb des Geistlichenrats der Alevitischen Gemeinde in Deutschland und des AABF-Vorstandes zur prokurdischen bis extremistischen Bewegung reichten, kann nur durch intensive Nachforschungen und Offenbarung der Mitglieder aufgedeckt werden 30. Sicher ist, dass der uneingeschränkte Zuspruch innerhalb der Mitglieder und der alevitischen Gemeinden gegenüber dem Vorstand der AABF nie gegeben war und immer Spannungen verursachte 31.

  • 1. Alevitische Gemeinde Deutschland - (türkisch: Almanya Alevi Birlikleri Federasyonu, Abk.: AABF) mit Sitz in Köln ist der Dachverband der alevitischen Gemeinden in Deutschland. Der Bundesvorsitzende ist Turgut Öker
  • 2. Welt Online / Freia Peters 5.3.2011- Die anderen Türken
  • 3. AABF - Pressemitteilung der Alevitischen Gemeinde Deutschland e.V. vom 25.02.2011
  • 4. Bundesministerium des Innern - Rechtsfolgen des Status der Körperschaft öffentlichen Rechts für Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften
  • 5. Bundesministerium des Innern / 25.06.2009 - "Muslimisches Leben in Deutschland" - Vollversion der Studie
  • 6. Aktiv Haber - Şok! Alevilerin Yüzde 15'i Ateist / Türkisch
  • 7. Martin Sökefeld (Hrsg.): Aleviten in Deutschland - Rezension von Rezensent
    Prof. Dr. Süleyman Gögercin vom 15.8.2010
  • 8. osmanischesreich.com / Uwe Becker - Religiöse Koexistenz
  • 9.

    Dr. Burak Gümüs

    Die Wiederkehr des Alevitentums in der Türkei und in Deutschland

    Hartung-Gorre, Wolfgang; Auflage: 1., Aufl. (16. März 2007)

    [...] Die Hervorhebung von Abgrenzungsmerkmalen und das Abhalten von Gedenkzeremonien, Enthaltsamkeitsritualen und Gelöbnisfeiern prägen das "Kollektivgedächtnis" (Halbwachs 1991) und auch die kollektive Identität, Weltauffassung, Deutungs- und Verhaltensmuster der Alewiten. Alewitische Verbände organisieren religiöse, kulturelle und Gedenkveranstaltungen, halten Erinnerungsrituale im Rahmen eines Opferdiskurses ab. Alewitische Autoren arbeiten in Büchern, Periodika sowie im Internet Opfermotive heraus, um Alewitentum als eine seit Jahrhunderten verfolgte Glaubensgemeinschaft mit Widerstandstradition zu formen. Die Alewiten- und Sunnitenbilder in den alewitischen Medien haben neben den religiösen, kulturellen und Gedenkveranstaltungen sowie der verbreiteten Auffassung vom Alewitentum auch Folgewirkungen auf die Beziehung der Alewiten zu anderen verschiedenen Zugehörigkeiten und Kollektiven wie zum Beispiel Sunniten, Türken, Kurden, Christen oder Deutschen.[...]

     

    Burak Gümüs

    "Erinnerungspolitische Bemühungen Im Rahmen Des Alewitischen Opferdiskurses Bezüglich Kerbela Und Dem Osmanischen Reich"

    Sosyal Bilimler Araştırma Dergisi (SBArD), Yıl: 6, Sayı: 12, s. 21-52, bes.: 38-45, ISSN 1304-2424, Eylül 2008

    5.2.7.1.Thesen über Schah Ismails Friedfertigkeit und Sultan Selims glaubensfanatische Motive, die zur Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung der Alewiten führten

    Abgesehen davon, dass der von Tuncel Kurtiz erwähnte Scheichülislam Ebu Suud Effendi nicht in der Herrschaftszeit von Yavuz Sultan Selim, sondern später in der Ära Kanuni Sultan Süleyman gelebt hat, gibt es weitere Punkte, bei denen die Verklärung historischer Tatsachen offenbar wird. Es drängt sich der Eindruck auf, dass die osmanischen Sultane gegenüber den glaubensfanatischen Gelehrten relativ machtlos waren und deren antialewitisches Rechtsgut-achten ausführen mussten. Aber nicht die Religion bestimmte die Politik, sondern religiöse Autoritäten mussten nach den politischen Vorstellungen ihrer Herrscher entsprechende Fat-was ausstellen: Selim I., der proiranische aufständische Alewiten eher aus sicherheitspoliti-schen Gründen bedrängen wollte, hat den ihm untergebenem Mufti Nurettin Hamza Saru Gö-rez beauftragt (Akpinar 2000: 242-243; Aydin 2000b: 165-166), ein religiöses Rechtsgutach-ten zur Bekämpfung der Alewiten bzw. zur islamischen Legitimierung ihrer massiven Verfol-gung auszustellen. Die Ausstellung dieses religiösen Rechtsgutachtens ist zumindest aus heu-tiger Sicht sowieso nicht schariakonform (vgl. Akpinar 2000: 243).

    Das von Tuncel Kurtiz genannte Beispiel über den Alewitenaufstand von Sahkulu fand vor der Vernichtungspolitik von Yavuz statt und war somit keine Reaktion, sondern Ursache bzw. Anlass der osmanischen Repression.

    Alewitische Kreise verschweigen den Umstand, dass sich das die protoalewitischen und antiosmanischen Aufstände unterstützende expansive Safavidenreich bereits zehn Jahre nach der Gründung in 1501 von Ceyhun bis zur Ostgrenze des Osmanenreiches am Euphrat impe-rial ausgedehnt und die bisher sunnitischen und auch zum Teil kurdischen Bewohner auf die-sem Gebiet entweder zwangsschiitisiert oder vernichtet hatte (vgl. Kücükdag 2002: 283). So-mit stellte Ismails Reich für die osmanische Führungsriege und sunnitische Bevölkerung eine sicherheitspolitische Bedrohung dar: Denn es waren zum Beispiel 40.000 bis 50.000 sunniti-sche Turkmenen von dem Stamm der Wissen Hammel ("Akkoyunlu"), weitere 20.000 Men-schen während der Schlacht um Täbris und eine nicht identifizierte Menge von hauptsächlich sunnitischen Frauen, Kindern und Geistlichen nach der Eroberung wegen ihrer Zugehörigkeit zum sunnitischen Islam durch protoalewitische Safaviden bzw. kizilbas getötet worden (vgl. Sümer 1999: 24, Fußnote 37; Akyol 1999: 37f.; Ekinci 2002: 141). Es wurden alle (arabi-schen) Angehörigen und Nachfahren von Halid bin Velid, des Gouverneurs von Kufe in 680, der am gewaltsamen Tod des schiitischen Imam Hüseyins mitverantwortlich war, nach Is-mails Einmarsch in Kazuin in 1505 getötet (vgl. Ekinci 2002: 140). Im Jahre 1510 hatte Is-mail den von ihm besiegten sunnitischen Usbekenfürsten Seybani Han enthaupten, häuten, ausstopfen und dessen Körper ausstellen sowie Schädelpyramiden von weiteren ermordeten sunnitischen Personen aufstellen lassen (vgl. Ekinci 2002: 140; Sarwar 1939: 63). Schah Is-mail hat zur Abschreckung des Botschafters des Osmanenreiches vor dessen Augen führende sunnitische Geistliche bei lebendigem Leibe verbrennen lassen (vgl. Ekinci 2002: 140; Bulut 1998: 164; Sümer 1999: 24, Fußnote 37). Auch seine eigene sunnitischstämmige Mutter, die gegen seine Massaker protestierte, wurde nicht verschont (vgl. Sümer 1999: 24, Fußnote 37). Der Umstand der Ermordung sunnitischer Turkmenen, Frauen, Kindern und Geistlichen zeigt auch die Distanz des Safavidenkönigs zu den von alewitischen Kreisen unterstellten Toleranz bzw. zur Friedfertigkeit und protürkischen Grundhaltung von Sah Ismail an. Auch alewitisch-turkmenische Aufständische des misslungenen Sahkulu-Aufstandes, die bei ihm auf der Flucht von den Osmanen um Asyl ersuchten, wurden in Töpfen mit kochend heißem Wasser exekutiert (vgl. Kücükdag 2002: 182). Für Gülag Öz, der die Ermordung sunnitischer Turk-menen und Usbeken sowie die Exekution turkmenisch-alewitischer Aufstandsführer ver-schweigt, ist Schah Ismail "ein großer türkischer Herrscher." (Öz 1997c: 185) Selbst für den Vorsitzenden der CEM-Stiftung, Professor Izzettin Dogan, ist Schah Ismail "kein Krieger, der das Osmanische Reich zu kontrollieren versucht hat, wie er uns immer dargestellt wird. Er ist ein Philosoph, ein poetischer [und somit sanftmütiger; BG] Mensch." (Cem Vakfi 2000: 59)

    Dass Schah Ismail selber eher machtorientiert statt alewitenfreundlich war, zeigt das Bei-spiel des Fürsten und Stammesfürsten von Cemisgezek in Dersim, Haci Rüstem Beyn an, der als alewitischer und Zaza-Clanchef nach dem Bekenntnis zu Schah Ismail trotzdem von des-sen eigenen ihm treuergebenen Gefolgsleuten ersetzt, degradiert und in den Irak zwangsver-setzt und somit räumlich marginalisiert sowie politisch deprivilegiert wurde. Schah Ismails Statthalter Nur Ali übte auf die Dersimalewiten so sehr Repressionen aus, dass sie als reaktive Verhaltensweise sich gegen ihn erhoben und zusammen mit Haci Rüstems Sohn Pir Hüseyin auf Seiten des sunnitischen Sultan Selim I. gegen Schah Ismails Truppen kämpften (vgl. Ge-zik 2000: 48; Kaya 1999: 127) Die Ersetzung Haci Rüstem Beys durch Schah Ismail ist ein weiterer Beleg dafür, dass es ihm nicht primär um das Wohl der Alewiten, sondern um die Sicherung seiner eigenen Herrschaft in Anatolien ging.

    Die alewitische These von der antialewitischen Einstellung Selim I. wird auch dadurch er-schüttert, dass der islamische Kalif Yavuz Sultan Selim dem alewitischen und Zaza-Führer Pir Hüseyin in Cemisgezek in Dersim genauso wie den anderen sunnitisch-kurdischen Talfürsten Halbautonomie gewährte, sodass Dersim ein alewitisches Fürstentum mit gewisser Selbst-verwaltung wurde (vgl. Gezik 2000: 48; Kaya 1999: 127, Serefhan 1975: 207-222). Das Fürs-tentum (Beylik) Cemisgezek wurde als Sancak an das Eyalet Diyarbakir angeschlossen und erlangte wie die anderen kurdischen oder Zaza-Provinzen und Distrikte Halbautonomiestatus. Die osmanische Aufstellung von dersimalewitischen Truppen gegen Schah Ismail, die dau-ernde Gewährung des Teilautonomiestatus und des Mangels an Quellenangaben über ver-meintliche Deportationen und Vernichtungen von Alewiten in Cemisgezek/Dersim nach dem Sieg über den gemeinsamen Gegner Schah Ismail stützen die Vermutung, dass nicht Konfes-sionshass oder Glaubensfanatismus, sondern politische Nutzenskalküle Handlungsmotive von Selim I. gewesen sein müssen. Sonst wäre die Autonomie nach dem Sieg über Ismail kassiert und die Bekämpfung von Alewiten in Dersim durchgeführt worden. Die Tötung von nur auf-ständischen alewitischen Aktivisten durch Selim I. (vgl. Sümer 1999: 36) deutet wieder auf den Primat des Politischen als Handlungsmotiv von Yavuz hin.

    5.2.7.2. Über Thesen über die angeblich anfänglich guten Beziehungen zwischen dem Osmanischen und Safavidenreich

    Nicht wenige alewitische Autoren verklären die Beziehungen zwischen Schah Ismail und Bayezid II. als freundlich, die letztlich durch das aggressive Verhalten des Gouverneurs von Trabzon, Sehzade Selim, der sich an den Thron geputscht hatte, zerstört worden sei (vgl. Ko-cadag 1998: 124). Diese idyllisch anmutende und vielfach beschworene Freundschaft zwi-schen Schah Ismail und Selims Vater Bayezid II. wird zum einen durch eine dem letzteren unterstellte Zugehörigkeit zum Bektaschiten-Orden und durch die bereits erwähnte eigentliche "Toleranz" und "Friedfertigkeit" des Safavidenkönigs Ismail zu erklären versucht (vgl. Koca-dag 1998: 124), ohne auf die politischen Entscheidungen und Durchführungen von beiden Führern einzugehen. Dass Schah Ismail bereits zu Beyazits Herrschaftszeit versucht hat, sei-nen Herrschaftsbereich von Ostanatolien aufs osmanische Westanatolien auszuweiten, und dabei Alewitenaufstände mitunterstützt hat, und daraufhin Bayezid II. die Schließung der Grenzen zu Persien zur Verhinderung weiterer transnationaler konfessioneller Allianzen und die Tötung illegaler Grenzübertreter angeordnet sowie die Aktenführung von hingerichteten Anhängern Ismails befohlen hat, wird von alewitischen Autoren nicht selten verschwiegen (vgl. Kücükdag: 279) . In 1502 wurden vorsorglich kizilbas auf Anordnung Bayezits II. im Gesicht entsprechend gebrandmarkt und damit optisch als nichtdazugehörige Abweichler stigmatisiert (vgl. Bozkurt 1993: 48). Teile der osmanisch-alewitischen Bevölkerung wurden auch räumlich marginalisiert, indem sie zur Senkung der Herrschafts- und Bedrohungsschwel-le zur Verstetigung der Sicherheit und der herrschenden Ordnung nach Morea auf dem nord-westlichen Peleponnes (vgl. Franz 2000: 18; Bozkurt 1993: 48), Bulgarien und Albanien (vgl. Öz 1992: 122) deportiert wurden. Dies weist eher auf eine Krise zwischen den Osmanen und Safaviden hin.

    5.2.7.3. Zum Mythos von der Nichtverfolgung von Sunniten durch kizilbas und Safavi-den am Anfang des 16. Jahrhunderts

    Nicht wenige alewitische Kreise verschweigen im Opferdiskurs die Täterschaft protoalewiti-scher Kizilbas-Aufständischer und Safaviden bei der Verfolgung und Vernichtung von kurdi-schen, usbekischen und turkmenischen Sunniten bei und nach der Eroberung von Südostana-tolien, Aserbaidschan, Usbekistan und Persien durch Schah Ismails turkmenisch-alewitische Truppen. Neben den geschilderten Beispielen der Ermordung von Zehntausenden Akkoyunlu-Frauen und -Kindern, der Aufstellung sunnitisch-usbekischer Schädelpyramiden, der Sippen-haft-Verfolgung der Nachfahren von Halid bin Velid und der Verbrennung von sunnitischen Geistlichen wurden auch sunnitische Kurden in Ostanatolien bei dem alewitisch-safavidischen Überfall z.B. auf die Städte Maras und Elbistan in Mitleidenschaft gezogen, sodass sie Yavuz Sultan Selim um Hilfe gebeten hatten (vgl. Ekinci 2002: 186-187). Es wurden zum Beispiel ein Sohn und zwei Enkel eines kurdischen Talfürsten lebendig verbrannt und ihre Knochen Hunden zum Fraß vorgeworfen (vgl. Bulut 1998: 164). Muhammed Bey Ustalyu, der Schwa-ger Schah Ismails, der mit der safavidisch-alewitischen Besetzung Ostanatoliens betraut war und auf den Widerstand sunnitischer Kurden stieß, "massakrierte ... viele Kurden und schlug die [turkmenisch-sunnitischen; BG] Soldaten aus [dem mit den Kurden verbundenen; BG] Zulquadir. Auf diese äußerst blutige Weise behauptete er entsprechend auch seine Herrschaft über Mardin, Cezire und Mosul. 'Er tötete und plünderte die Kurden.'" (van Bruinessen 1989: 184-185; vgl. Sarwar 1939: 52-54; Sher 1910: 123-126) Eine in aramäischer Sprache abge-fasste zeitgenössische Dokumentation beschreibt die Kette von der Eroberung und Rücker-oberung von Cizre durch die safavidischen und alewitischen Truppen mit der Verfolgung von Sunniten und Christen sowie Juden als Folge:
    "Die Stadt wurde niedergebrannt. Muslime, Syrer (Jakobiten) und Juden, die dem Blutbad entkommen waren, wurden in Gefangenschaft verschleppt. Alle die unterwegs aus Erschöpfung die erzwungene Reise nicht fortsetzen konnten, wurden getötet ...[Schah Ismail, BG]der sich selbst für Gott hielt und den ganzen Osten erobert hatte, sandte ... Muhammad Beg als Statthalter nach Armenien .... [, d.h. Cizre. Muhammed Bey; BG] plünderte das ganze Land aus, er nahm die Tiere weg, er tötete die Bewohner in großer Zahl; er schlachtete Priester, Diako-ne, Kinder, Bauern, Handwerker, junge und alte Leute hin; er brannte Dörfer nieder, er zerstörte die Klöster und die Kirchen und nahm viele junge Männer und Frauen als Sklaven. [Der sunnitisch-kurdische; BG] König Seref mußte da-nach mit ihm Frieden schließen und ihm einer seiner Nichten zur Frau geben ... [Die Kizilbas-Truppen; BG] plünderten ... die Stadt und metzelten ihre Bewoh-ner nieder. Zuerst wurden Notabeln, Christen und Muslime gleichermaßen ge-foltert, Frauen und Mädchen vergewaltigt. Danach kam es zu einem großen Massaker; die neuen Truppen töteten ohne Ausnahme Christen und Muslime, Menschen und Tiere." (Scher 1910: 123-126, zitiert von van Bruinessen 1989: 184-186)

    Auch bei der Schlacht um Diyarbakir kam es zu Massakern an sunnitischen Kurden durch Alewiten, wie der Kurdenexperte van Bruinessen feststellt: "Qara Khan, der Befehlshaber der Qizilbash ließ sofort nach seiner Ankunft die bedeutendste Stadt belagern: Amid. Er erhielt von den Städten, die noch in der Herrschaft der Quizilbash unterstanden in Mardin, Hasankeyf und Urfa, Verstärkung. Die Belagerung dauerte ein Jahr und kostete die Ein-wohner viele Tote und Verwundete (50.000 ...), doch die Einnahme gelang den Quizilbash nicht." (van Bruinessen 1989: 189) Nach dem Sieg der Osmanen über die Safaviden bei Caldiran und der Verfolgung, Vertreibung und teilweise Vernichtung der Alewiten, wur-de den sunnitisch-kurdischen Talfürsten, die sich aus Furcht vor ihnen Selim I. ange-schlossen hatten, Halbautonomie für Südostanatolien gewährt. Dies wird von alewitischen Kreisen verständnislos heftig kritisiert: "Seit dem Tag an riecht jede von einem kurdischen Aga gegessene Speise nach alewitischem Blut." (Arslan 2002: 126)

  • 10. Deutsche Islam Konferenz / 16.02.2009  - Islamischer Religionsunterricht im Schulversuch
  • 11. KRM - Koordinierungsrat der Muslime / Der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (auch Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland) ist der Spitzenverband der vier größten islamischen Organisationen in Deutschland, der während der Deutschen Islamkonferenz 2007 gegründet wurde
  • 12. Kölnische Rundschau / 28.2.2011 - Islamunterricht wird schrittweise kommen
  • 13. kirchensite.de / 22.2.2011 - Bildung eines muslimischen Beirats beschlossen
  • 14. AABF / 9.12.2010 - Integrationspolitische Forderungen der Alevitischen Gemeinde Deutschland e.V.
  • 15. AABF - Vereine
  • 16. DITIB-Dachverband - Unsere Gemeinden
  • 17. DITIB-Landesverband NRW - Unsere Gemeinden
  • 18. DITIB-Dachverband - Gründung und Struktur
  • 19. AABF-Landesverband NRW / 24.10.2008 - Aleviten in NRW/pdf-Dokument
  • 20. Wikipedia - Islamrat der Bundesrepublik Deutschland / Bundesverbände
  • 21. CEM-AAF - Cem Almanya Alevi Federasyonu / Cem Gemeinde der Aleviten in Deutschland e.V.
  • 22. migazin.de - ZAMAN / 24.4.2010
  • 23. Aleviten im Staatsdienst (nur um einige Beispiele zu nennen):

    • Hüseyin Kocadağ - Stellvertretender Polizeichef von Istanbul
    • Ali Haydar Veziroğlu - Große Nationalparlament / 16. Periode - Abgeordneter der Provinz Tunceli
    • Hüsnü Doğan - Institut für Regierungsaufgaben, später Weggefährte von Turgut Özal (Ministerpräsident)
    • Kamer Genç - Abgeordneter von Tunceli
    • Mehmet Seyfi Oktay - Abgeordneter der Provinz Ankara, später Justizminister
    • Refik Koraltan - Abgeordneter, Provinzgouverneur mehrerer Provinzen
    • Turgut Toker - Abgeordneter, Ministerkabinett
    • Ufuk Söylemez - Abgeordneter, Staatsminister, Direktor für das Staatsministerium
    • İsmet Sezgin - Abgeordneter, Parlamentsvorsitzender, Direktor der Türkischen Staatsbank
    • Hüseyin Tuğcu - AKP-Abgeordneter
    • Kemal Kılıçdaroğlu - Parteivorsitzender der CHP

    In sämtlichen staatlichen Institutionen, sei es in der Justiz, in der Türkischen Armee, überall sind ebenfalls viele Aleviten vertreten, auch in höheren Positionen

  • 24. Bundesministerium des Innern / 25.06.2009 - "Muslimisches Leben in Deutschland" - Vollversion der Studie / 5.1.1.1 Vergleich zwischen den Religionen und Konfessionen - S.211
  • 25. Bundeministerium des Innern / 25.06.2009 - "Muslimisches Leben in Deutschland" - Vollversion der Studie / 6.9 Aleviten - S.314
  • 26. gomanweb.net - Yeni Özgür Politika 25.11.2010 - Dêrsim’de yaşanan soykırım tanınsın
  • 27. alevitv.com / 30.4.2006 - Dedeler; "Alevilik İslami bir yorumdur" / Türkisch
  • 28. Wikipedia: PSK - Die Sozialistische Partei Kurdistans – Türkei (Kurmancî: Partiya Sosyalîst a Kurdistan) wurde am 31. Dezember 1974 von Kemal Burkay und sechs Weggefährten in Ankara gegründet
  • 29. multikulti1.de / 16.2.2006 - Ali Ertan Toprak: Er ist Deutscher kurdisch - alevitischer Herkunft aus der Türkei und sein Motto ist: "Die Integration von Zuwanderern gehört mehr denn je zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen"
  • 30. TURKISHPRESS / 21.6.2010 - Verfassungsschutz: PKK weiterhin aktiv – Alewiten im Blickpunkt
  • 31. alevieten.com und weitere Quelle / 29.12.2005 - Hakiki Müslümaniz Diyenler Iki Yüzlüdür-T. Öker / AABF de Aleviligin Tanimi Konusunda Anlasmazlik / Türkisch

Re: AABF vereinnahmt Aleviten für Integrationsvorbild

Bild von Abraxas01

Leider missbraucht die PKK auch eine religiöse Gruppierung für ihre Zwecke. Den Staat Türkei als unmenschlichen Staat zu Stigmatisieren, und alles was nicht gleichdenkt und gleichfühlt im Keime zu ersticken versucht hinzustellen. Dies dürfte auch der Grund sein für dieses unermüdliche vorpreschen jenes Verbande. Ich frage dann diesen Menschen der „Wir respektieren zwar den Koran genauso wie die Bibel, aber wir lesen daraus keine Handlungsanweisung" von sich gab, wessen Buch dann Handlungsanweisungen gelten. Ist es das Buch des Marxismus, Marx hatte ja einen berühmten Satz von sich gegeben. Oder des Maoismus oder wessen Buch? Ist er ein Öcalanist? Oder sieht er sich als Gottheit die allwissend alle Fragen der Menschheit in seinem Mückenleben im Vergleich des Alters der Galaxie, zu beantworten weiss? Für mich sind es Fragen auf Fragen die hier zukommen, was ist denn das für eine Religion die hier praktiziert wird, wenn ja keine Handlungsanweisung gilt. Wenn nicht mal Deutschland weiss, wenn sie sich hier in die Schulklassen holt und irgendwelche Lehren von sich gibt. Wird womöglich Deutschland in 20 Jahren vor einem riesen Problem stehen. Wenn dann der Islam als Grundpfeiler stand, und nun plötzlich nicht mehr ist doch sehr obskur. Aber anscheinend will Deutschland ja hier, wie damals Pakistan mit den Koranschülern in Waziristan eine Elite züchten, die dann auf die Türkei losgelassen wird. Die Artikeln in den Zeitungen die dem Deutschen Volke verkauft wird sind verblenden und Irreführend wie immer wenn es um die Türkei geht. Ich bitte mal die Redaktion jenen Mitgliedern eine Anfrage auf Gesicht zeigen zu schicken. Es wird ja nicht schwer sein nur ein Ja oder ein Nein zu schreiben.

Re: AABF vereinnahmt Aleviten für Integrationsvorbild

Bild von Cahit

Wenn die Dedes (alevitische Geistliche) das lesen würden was der Toprak da alles erzählt...

Re: AABF vereinnahmt Aleviten für Integrationsvorbild

Bild von verda

Da seht mal her, wer sich mit wem gestern in Köln, ganz ohne Aufhebens, verbündet hat ...

http://www.medya73.com/bdp-chp-odp-ve-aabf-ortak-muhalif-platform-icin-k...

Na herzlichen Glückwunsch!!!

Loading