Arschloch, Doppelarschloch und Superarschloch

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Oberst Klink

Nach Arschloch, Doppelarschloch, Superarschloch erwarteten wir von Henryk M. Broder noch das Hyperarschloch

An der London School of Economics sollte der Londoner Auftritt Thilo Sarrazins und Henryk M. Broders ein weiteres Podium für die alterspubertierenden geben. Die Veranstaltung wurde jedoch noch am selben Abend in das benachbarte Waldorf Hilton Hotel verlegt, nach dem bekannt wurde, dass die Veranstaltung eventuell gestört werden würde. Gleichzeitig bot aber das Hotel auch eine höhere Zuschauer-Kapazität, womit eigentlich die zwei eine weitaus größere Zielgruppe hätten erreichen können.

Daraus wurde meines erachtens nichts. In Deutschland hätte man wohl die ArschloPiep, DoppelarPiep und SuperarsPiep konsequent zensieren müssen oder auf den späten Abend verlegen müssen. Brother keifte rum, Sarrazin wollte erneut auf den "Wandel" aufmerksam machen, die aber böse, sehr böse enden werde. Jedenfalls hatten sich zwei gefunden und einer erweckte den Eindruck, als wäre er in eine Rolle geschlüpft: der Oberst Klink

Ich bin so glücklich, ich könnt' mich selbst besteigen!
aus: Ein Käfig voller Helden

Das "Arschloch" und die weiteren verbalen Anhäufungen fielen, bevor die Diskussion überhaupt eingeleitet werden konnte. Die Show wollte man sich anscheinend nicht stehlen lassen. Also bediente man sich einem Mittel, das Zehnjährige in den Pausenhöfen aus sich herausschreien, wenn es denn mal nicht nach ihrer Nase geht. Der Tagesspiegel berichtete über die "Einlassung mit Arschloch, Doppelarschloch und Superarschloch" von Henryk M. Broder, bei dem wohl die Sicherungen ausrasteten, als ihn ein Student darauf hinweisen wollte, das im Panel keine gemäßigte Position vertreten sei. Die Antwort kam prompt, und wie sie kam. Erst war der Student ein Arschloch, danach ein ungebildetes Riesenarschloch, in Folge dann ein Lümmel, ein Penner und dann noch ein doppeltes Riesenarschloch. Fehlte noch, dass der Abend mit Scrabble fortgesetzt wird und das Arschloch irgendwann in Hyperarschloch hoch²³ endet, egal wie sehr der Student andere Worte zusammen zu stellen versucht.

Wenn, dann ist der Ist-Zustand, in der sich momentan Deutschland befinde, diesen Altersschwachen Greisen zu verdanken, die mit ihren spätpubertären Gekreische Aufmerksamkeit erreichen wollen, nach dem sie mehr als 50 Jahre hinter dem Schreibtisch gelebt haben und die Eigen-Entwicklung jetzt erst Revüe passieren lassen. Es scheint doch so, dass das türkische Sprichwort mehr denn je zutrifft: götleri tutuştu, was soviel bedeutet wie, denen läuft der Arsch auf Grundeis.

Wo andere Herrschaften in diesem Alter sich Gott, Enkel, Kegel hingeben und ihre Sünden sühnen wollen, der Malerei widmen, auf dem Sofa das Ende erwarten, scheinen die zwei sich die Exclusivrechte eingeheimst zu haben, Deutschland zu retten und dafür die Andersartigen in Sippenhaft zu nehmen (Oberst Klink lässt grüßen) um so noch den Enkeln ein gutbetuchtes Leben zu ermöglichen. Deutschland schafft sich ja ab und die Enkel sollen sich noch irgendwo niederlassen können. Das ist mit verlaub, etwas spät.

Nach dem die zwei ins Gras gebissen haben - die Alterserwartung in Deutschland ist zwar hoch, aber ein Ende ist nicht aufschiebbar, leider - wird Deutschland einen Weg beschreiten, wovon die Herren jedenfalls nichts mitbekommen werden, im Absoluten Nichts. Was schmerzt also mehr? Das man Jahrzehnte verpennt hat und jetzt zusehen muss, wie Deutschland sich islamisiert, ja abschafft? Wahrscheinlich sitzt der Schmerz tief, das man 50 Jahre und mehr, nichts im Leben zustande gebracht hat... das Leben verschwendet hat, als es noch Mental und körperlich ging.

Noch tiefer kann man eigentlich nicht mehr sinken. Spucken, Fluchen, all das wird denen nichts helfen, das Leben ist bald zu Ende, die neuen werden die Plätze einnehmen und wir alle hoffen, dass die Menschheit doch noch ein bisschen netter zueinander ist und noch ein bisschen mehr Respekt gegenüber ausübt. In diesem Sinne, Ihr Arschlöscher... ja ich weiß, "du Arschloch". 

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