Mit Plagiatoren muss und sollte man kein Mitleid haben.
Schliesslich sind sie in gewisser Weise Schmarotzer, die die Leistungen anderer für sich nutzen und manchmal in bare Münze umsetzen. So wie Dr. gen. Sarrazin, der sich die Arbeit von Statistikern zunutze machte, um sie nach eigenem Gusto zusammen zu setzen und anderen vorzugaukeln, wie schlimm die Muslime und "Neger" seien, da sie statistisch gesehen die armen Deutschen finanziell ausbluten und kriminell -rotten würden.
Aber es gibt qualitative Unterschiede bei Plagiatoren: Der Bundesverteidigungsminister Freiherr von Guttenberg (CSU) hat wohl kaum Geld mit seinem Plagiat, sondern lediglich einen weiteren Titel verdient und in der realen Welt keinen Schaden angerichtet - in der akademischen jedoch sehr wohl. In der Wissenschaft muss man sich auf seriöse Quellen verlassen können, andernfalls wird sie zur Scharlatanerie. Oder schlimmstenfalls zur Sarrazinerie. Überrascht verfolge ich gerade die absurde Geschichte um die "Dissertation" des momentanen deutschen Verteidigungsministers Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg, dem seit einigen Tagen nachgewiesen wird, dass er seine Promotionsschrift quasi bei anderen abgeschrieben hat. Hiess es anfangs noch (wie ich finde: belustigenderweise), er habe lediglich "vergessen", die entsprechenden Textblöcke von anderen Autoren mit "Anführungszeichen" als Zitate zu kennzeichnen, tauchen jetzt jeden Tag neue Quellennachweise auf und entblössen das wahre Ausmass dieses "geringfügigen Irrtums".
Mich erstaunt dabei etwas die Einfältigkeit der Deutschen und seiner politischen Gegner - allen voran die SPD. Aus meiner Sicht gibt es zwei wichtige Punkte bei dem Skandal, die beide vernichtend wirken:
handelt es sich bei den kopierten Textbausteinen nicht um blosse Wiedergabe von Fakten ohne grosse Relevanz. Sondern es scheinen allesamt Textbausteine zu sein, die eine eigene Meinung setzen und (eigene) Erkenntnisse suggerieren - also genau die Leistung, die eine wissenschaftliche Arbeit vorweisen muss, um die notwendigen Standards zu erfüllen.
liegt für mich der Verdacht sehr nahe, dass Herr von und zu Guttenberg selbst diese "Dissertation" weder in Gänze, noch in Stücken selbst angefertigt hat, sondern ein Ghostwriter - den ich aufgrund der Schludrigkeit und der schlechten Qualität nicht in professionellen Dissertationsschreiberkreisen vermute, die dem Doktoranden die Arbeit gegen viel Geld abnehmen, sondern schlichtweg in Guttenbergs Umfeld - seinem Abgeordnetenmitarbeiter. Das würde auch erklären, warum solch ein eklatanter Fehler wie Copy&Paste passieren kann, denn:
Nur wer selbst Texte erarbeitet, gibt sich wirkliche Mühe (wenn er denn schon so ehrlos handelt), gestohlenes geistiges Eigentum zu verschleiern. (Was juristisch gesehen schlussendlich immer noch eine Urheberrechtsverletzung darstellt.) Für einen beauftragten Mitarbeiter ist es nur ein Job, den er irgendwie zur Zufriedenheit seines Chefs schaffen will. Es hängt weder sein Herz daran, noch möchte er endlos damit beschäftigt sein - erst recht, wenn er eigentlich noch andere Arbeiten für den Boss erledigen muss wie zum Beispiel parlamentarische Assistenten-Tätigkeiten.
Bei der Entlarvung dieser ganzen unappetitlichen Lüge des Freiherrn von und zu Guttenberg trägt dieser selbst bei: Man kennt es von TV-Sendungen wie Lie to me - oder ganz schlicht vom "Lügenbaron" Uwe Barschel mit seinem berühmten Ehrenwort.
Wie man deutlich sieht, kann Barschel bei der Ehrenerklärung niemandem in die Augen schauen, sondern schaut im Gegenteil schamvoll weg, stammelt, hat "Wimpernflattern". Genau auf die gleiche Weise verfährt von Guttenberg bei seiner Erklärung:
Eins ist natürlich klar: Der Freiherr müsste im Falle eines Ghostwriters bis zum bitteren Ende weiterlügen, denn wenn herauskäme, dass nicht einmal das Plagiat von ihm selbst verfasst wurde, bliebe nur noch der Rücktritt.
Wenigstens muss er nicht mehr wie Adelige in früheren Tagen zur "Wiederherstellung" seiner Ehre zum Ehrenmord oder zum Suizid greifen ...
Der Gute Herr von Guttenberg hat nun ein Imageproblem, aber das traurige ist, er wird wohl kaum der einzige sein. In Zeiten von Google und Internet recherchiert es sich viel leichter und bequemer. ich persönlich gönne jedem den Universitätstitel, nur die folgen können dann verherend sein, bei Feststellungen und Unfällen. In der Türkei gibt es sicher auch Leute die Titeln tragen die sie nicht verdient haben. Hier gilt es sensibler zu wirken und nicht wie hier in Deutschland der Fall ist, noch Rückendeckung zu geben. Es wurden auch Fälle bekannt im Osten der Türkei, in denen Lehrer die Prüfungsergebnisse den Kurdischen Kindern bekannt gaben und den Türkischen Kindern vorenthalteten oder erschwerten. Nun zurück zu dem Herrn von Guttenberg, er hat sehr wohl profitiert von einem Doktortitel, erstens ist das Ansehen in der Gesellschaft schon viel mal höher, man gehört ja zu einer Elite. Dann kommen noch die vielen Einladungen zum Dinner und Feste in dem er wieder kein Geld ausgeben muss. Also kostenlose Verpflegung für Ihn und seine moralisch korrekte Frau. Dazu den Job beim Bund, hätte er ihn bekommen ohne Doktortittel? Und dazu hat er im Leben sonst noch soviele Vergünstigungen und Erleichterungen, von denen wir alle wohl die meisten nur Träumen. :o) Fälschungen und Plagiate, ist ein Problem in denen der ganze Globus steckt, nun eben man denkt vielleicht an Entwicklungshilfen und Förderung der armen Regionen, wenn wir gefälschte Handtaschen oder Billigprodukte kaufen. Aber vielmals sind die Hertellungskosten so niedrieg, das die Gesundheit des Endverbrauchers ernst gefährdet werden kann. Von zu stark pestizidierten Handtaschen bis zu giftigen Medikamenten, und dazu kommt dann eben am Ende der Pyramide die falschen Doktoren und Professoren die mit ihrem Unwissen gefährliche Feststellungen und Empfehlungen geben, die einem auch die Gesundheit gefährdet. Sollten wir in der Türkei mithalten können mit dem Quantensprung der moderne die um uns herum tagtäglich geschieht, müssen Titelerschleicher schnellstens entfernt werden um den Anschluss nicht zu verlieren. Dasselbe gilt auch für Deutschland und die Schweiz und anderswo. Die Unschuldvermutung gilt auch für Herrn Dr. von Guttenberg, aber auch für die Uni Bayreuth.
Re: Ghostwriting: Die verlorene Ehre des ("Dr.") Theo von ...
Der Gute Herr von Guttenberg hat nun ein Imageproblem, aber das traurige ist, er wird wohl kaum der einzige sein. In Zeiten von Google und Internet recherchiert es sich viel leichter und bequemer. ich persönlich gönne jedem den Universitätstitel, nur die folgen können dann verherend sein, bei Feststellungen und Unfällen. In der Türkei gibt es sicher auch Leute die Titeln tragen die sie nicht verdient haben. Hier gilt es sensibler zu wirken und nicht wie hier in Deutschland der Fall ist, noch Rückendeckung zu geben. Es wurden auch Fälle bekannt im Osten der Türkei, in denen Lehrer die Prüfungsergebnisse den Kurdischen Kindern bekannt gaben und den Türkischen Kindern vorenthalteten oder erschwerten. Nun zurück zu dem Herrn von Guttenberg, er hat sehr wohl profitiert von einem Doktortitel, erstens ist das Ansehen in der Gesellschaft schon viel mal höher, man gehört ja zu einer Elite. Dann kommen noch die vielen Einladungen zum Dinner und Feste in dem er wieder kein Geld ausgeben muss. Also kostenlose Verpflegung für Ihn und seine moralisch korrekte Frau. Dazu den Job beim Bund, hätte er ihn bekommen ohne Doktortittel? Und dazu hat er im Leben sonst noch soviele Vergünstigungen und Erleichterungen, von denen wir alle wohl die meisten nur Träumen. :o) Fälschungen und Plagiate, ist ein Problem in denen der ganze Globus steckt, nun eben man denkt vielleicht an Entwicklungshilfen und Förderung der armen Regionen, wenn wir gefälschte Handtaschen oder Billigprodukte kaufen. Aber vielmals sind die Hertellungskosten so niedrieg, das die Gesundheit des Endverbrauchers ernst gefährdet werden kann. Von zu stark pestizidierten Handtaschen bis zu giftigen Medikamenten, und dazu kommt dann eben am Ende der Pyramide die falschen Doktoren und Professoren die mit ihrem Unwissen gefährliche Feststellungen und Empfehlungen geben, die einem auch die Gesundheit gefährdet. Sollten wir in der Türkei mithalten können mit dem Quantensprung der moderne die um uns herum tagtäglich geschieht, müssen Titelerschleicher schnellstens entfernt werden um den Anschluss nicht zu verlieren. Dasselbe gilt auch für Deutschland und die Schweiz und anderswo. Die Unschuldvermutung gilt auch für Herrn Dr. von Guttenberg, aber auch für die Uni Bayreuth.