19 Jugendliche wollten nur Faschisten verjagen

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Freiheit für Jugendliche des Kurdischen Jugend Stuttgart

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart wird ab dem 17. Januar, 19 kurdischstämmige Jugendliche wegen versuchten Mordes anklagen

Tathergang

Am späten Samstagabend des 8. Mai vergangenen Jahres kam es in Nürtingen (bei Stuttgart) zu einem Überfall auf eine Bar und Musikkneipe in der Bahnhofstraße. Etwa 30 junge Männer schlugen mit Baseballschlägern und Eisenstangen auf Gäste ein und bewarfen sie mit Steinen und Flaschen, die anlässlich der Musiknacht der Stadt Nürtingen, in die Stadtmitte geströmt waren. Personen erlitten dabei nach ersten Angaben der Polizei schwere Verletzungen, darunter auch der Betreiber sowie Deutsche Gäste. Doch die Zahl erhöhte sich ständig, nach dem die Polizei in Esslingen die Bevölkerung zur Mithilfe aufgerufen hatte. Zeugen und Gäste hatten sich im laufe der Tage gemeldet.

Planmäßig koordinierter Angriff

Gegen 23.20 Uhr hielten sich etwa 20 Personen vor der Lokalität in der Bahnhofstraße und Passanten in der Nähe auf. Dort waren Biertische und ein Stehtisch aufgebaut, um Gäste der Nürtinger Musiknacht bewirten zu können. Plötzlich näherten sich aus verschiedenen Richtungen insgesamt etwa 30 Männer laut schreiend der Örtlichkeit und bewarfen die Anwesenden mit Flaschen und Steinen. Die vermummten schlugen danach mit Baseballschlägern und Eisenstangen auf Personen ein, die nicht schnell genug fliehen konnten. Zwei 20 und 31 Jahre alte türkische Mitbürger erlitten nach ersten Meldungen zufolge, so schwere Kopfverletzungen, dass sie mit einem Rettungswagen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Zwei weitere Männer von 30 und 34 Jahren wurden leicht verletzt und vom DRK ambulant behandelt. Der Überfall dauerte nach Zeugenaussagen nicht länger als 20 – 30 Sekunden. Die Unbekannten waren dunkel gekleidet und mit Schals, Kapuzen oder Basecaps maskiert, die sie tief in ihre Gesichter gezogen hatten. Bei den Angreifern handelte es sich im ersten Augenblick um Türken. Die Ermittlungsgruppe die danach von der Kripo Esslingen aufgestellt wurde, konnte aber schnell Ermittlungserfolge vorweisen.

Vorgeschichte

Nach Angaben von Zeugen soll der Angriff aufgrund einer Meinungsverschiedenheit zwischen Gästen erfolgt sein, die sich eine Woche zuvor ereignet habe. Wie aus gut informierten Quellen berichtet wird, soll eine Woche zuvor ein Gast kurdischer Herkunft Gäste des Lokals provoziert haben, in dem er sich offen zur PKK-Mitgliedschaft bekannt haben soll. Ein Gast habe sich daraufhin zu Wort gemeldet und die Meinungsverschiedenheit sei eskaliert. Der Betreiber des Lokals habe die erregten Gäste herausgebeten und Hausverbot erteilt. Nur eine Woche später sei dann der planmäßige Angriff verübt worden, bei dem der Betreiber und mehrere Gäste, darunter auch Deutsche verletzt wurden.

Polizei ermittelt und stößt schnell auf die "Kurdische Jugend Stuttgart"

Zuerst hatte man bei den Ermittlungen auf die "Black Jackets" getippt, nach dem ein ähnlicher Fall die Schlagzeilen in Stuttgart lange Zeit beschäftigt hatte. Doch die 18-köpfige Ermittlungsgruppe der Kripo Esslingen stieß schnell auf die "Kurdische Jugend Stuttgart", die in vergangenen Ausschreitungen wie bei der Demonstration in Stuttgart im Dezember 2009 einen Ruf angeeignet hatte. Dabei wurden über 40 Wohnungen durchsucht, 19 Jugendliche und Männer verhaftet und 18 in Untersuchungshaft genommen, die seitdem auf die Verhandlung warten.

Junge Welt spricht von Faschisten

Die Tageszeitung "Junge Welt" spricht von "Faschisten", die im Lokal zugegen waren und von einem Szenetreff der Grauen Wölfe. "Die Polizei spreche unter Ausblendung der politischen Hintergründe von einem »Racheakt«, da zuvor ein Kurde nach einem Streit aus dem Lokal geworfen worden sei", heißt es darin. Die in Untersuchungshaft einsitzenden Jugendlichen seien der Willkürjustiz ausgesetzt, so in dem Bericht. Die Realität besagt aber etwas anderes. Demnach hat der Betreiber der das Lokal kurz nach dem Angriff aufgeben musste, erheblichen materiellen, seelischen und psychischen Schaden erlitten. Man soll nach Informationen die der TURKISHPRESS vorliegen, den Ort verlassen haben, die lange Zeit die Heimat des Betreibers war, aus Angst, es könnte sich die gleiche Gruppierung an ihnen oder der Familie selbst rächen. Der Verdacht ist naheliegend, da Drohungen schnell in gewaltsamen Übergriffen enden und der Betreiber als Zeuge während der Verhandlungen geladen ist und schwere Vorwürfe erhebt. Doch auch das ist nicht alles. Nach den vorliegenden Informationen sei das Lokal für alle offen gewesen, Deutsche wie Türken, aber auch andere Nationalitäten. Der Betreiber habe bis zur besagten Zeit keiner politischen Struktur angehört und neutral verhalten wie es sich in einem Lokal für Jugendliche eben verhält. Die Gäste hätten sich unterschiedlich zusammengesetzt, auch kurdischstämmige Gäste, die zur militanten Szene zugeordnet wurden, aber dennoch als Gäste behandelt wurden, wie jeder andere Gast auch. Der Betreiber hätte in dieser Frage eine neutrale Haltung eingenommen und für Jugendliche einen Raum geboten, wo sie gemeinsam Chillen oder musikalische Darbietungen von DJ´s aus dem Stuttgarter Raum hören konnten.

Aus einer "Faschisten-Jagd" wird eine Selbstjustiz mit schweren Folgen für Unbeteiligte

Wegen der angekündigten Verhandlung gegen 18-kurdischstämmige Jugendlichen, haben Zeugen nun die Besorgnis darüber mitgeteilt, das sie selbst zum Ziel der "Faschisten-Jagd" werden könnten. Man vermutet höhere Gewalten, die die Jugendlichen lenken. Die Angst ist begründet, da Ausschreitungen der Kurdischen Jugend Stuttgart immer wieder zu Sachschäden geführt haben und zuletzt Menschen schwer verletzt wurden, nicht nur Türken sondern auch Deutsche und Migranten anderer Nationalität. Sie konnte weder einer Gruppierung zugeordnet werden, schon gar nicht innerhalb von 20 bis 30 Sekunden , noch pauschal als "Faschisten" ausgemacht werden. Der Angriff wurde generalstabsmäßig durchgeführt. Dafür sprechen die Indizien. Der Betreiber musste den Betrieb einstellen, nach dem das Lokal zerstört war und Gäste aus Angst vor weiteren Attacken ausblieben. Der Betreiber ist mittlerweile verzogen.

Der Mesopotamische Verein distanziert sich

Mittlerweile hat sich der Mesopotamische Verein von der Kurdischen Jugend Stuttgart distanziert, nach dem die Ausschreitungen und Sachschäden im Stuttgarter Innenstadt Aufsehen erregt hatte. Die plötzliche Einsicht, man habe mit den gewalttätigen Übergriffen der Jugendlichen nichts zu tun, kommt sehr spät. Bereits während der Ankündigung des Mesopotamischen Vereins in Stuttgart war bekannt, dass Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet durch die Kurdische Jugend Stuttgart koordiniert bei der Demonstration teilnehmen wollten und dafür umfangreich warben. Bei den anschließenden Ausschreitungen in Stuttgart im Dezember 2009 wurden mehrere Polizisten verletzt und zahlreiche Schaufenster eingeworfen, PKW´s und Polizeifahrzeuge in der Nähe der Königstraße beschädigt. Zuletzt wurde der Mesopotamische Verein im Zusammenhang mit der Kurdische Jugend Stuttgart genannt, als der Überfall auf die Lokalität in Nürtingen stattfand.

Gegen die juristische Verfolgung mobilisieren zahlreiche kurdische Vereine und die Antifa-Szene

In der nationalistischen Kurdenszene und innerhalb der Antifa-Bewegung ist die juristische Verfolgung bereits eine Verfolgung des kurdischen Widerstands. In zahlreichen Presseerklärungen werden die inhaftierten Jugendlichen als "politische Gefangene" gehandelt. Mit Broschüren „Gegen die Verfolgung des kurdischen Widerstandes hier und überall! Freiheit für die kurdischen Jugendlichen! Freiheit für Kurdistan!“ wird über die "Unterdrückung der Kurden in der Türkei" in Zusammenhang mit den inhaftierten Jugendlichen die in Nürtingen ein Lokal zertrümmert und Menschen schwer verletzt haben sollen, informiert.
 

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