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Es ist ein Streit entbrannt; zwischen dem Spiegel-Sprößling und Millionär Jakob Augstein sowie Henryk M. Broder, dem selbsternanntem Protagonisten, über den Sarrazin-Auftritt in der FAZ
In derFreitag lesen wir zu Weihnachten einen Artikel von Jakob Augstein über den FAZ-Auftritt des "Deutschland schafft sich ab" Nostradamus². Augstein vertritt dabei die Meinung: "Er bedient sich der Argumentationstechniken, die man von Rechtsradikalen kennt oder von Scientologen. Er lügt einfach. Und wenn er widerlegt wird, leugnet er auch das. Die Lüge ist das Wesen der Demagogie". Da hat der von Haus aus Millionär nicht Unrecht, wenn er den jetzt erst Millionär an die Wand fahren will. Nur gelingt ihm das nicht ganz, weil Sarrazin auf über 329 Seiten Tabellen, Statistiken und Genome aneinander gereiht hat, das einem Wissenschaftler schwindlig wird. Kein Wunder das Augstein nur mit einigen der Tabellen aufwarten kann. Dafür waren bereits andere ihm zuvor gekommen und hatten diese Arbeit praktisch in allen wissenschaftlichen Fächern abgenommen. Das leidige daran: keiner will wissenschaftlich trockene Literatur verschlingen. Dagegen aber aneinander gereihte seichte Argumentationsketten in Buchform.
Dafür hat Jan Fleischhauer im DER SPIEGEL eine knappe aber logische Schlußfolgerung zu der These im Buch; mehr ist es eigentlich auch nicht: "Für Sarrazin! Für die Freiheit!" stand auf einem Plakat, als der Autor vor kurzem in der Urania in Berlin seine Thesen präsentierte. Man fragt sich unwillkürlich: Was wird hier eingeklagt? Die Freiheit, unbequeme Wahrheiten auszusprechen? Oder die Freiheit, endlich das herauszuplärren, was man lange nicht sagen durfte, weil es auch gute Gründe für ein Tabu geben kann?". Letzteres wird wohl der Wahrheit am nächsten kommen, nach dem Deutsch sein wieder In ist und Freiheiten auch Freiheiten sein dürfen, ohne Tabu und Ängste alles auszusprechen, aufzumalen, aufzuskizzieren, wie die Dänen, die sogar ausländische Bordsteinwanderer seit 2007 verhungern oder erfrieren lassen, wenn jene die Parole nicht richtig sagen: Däne. Also sind die Deutschen nach Meinung von Sarrazin schon von minderbemittelt begabten untergraben, der Bruttosozialprodukt steht nicht mehr in Relation mit dem Pro-Kopf Einkommen, und wenn es so weiter geht, hat man nicht einmal Wissenschaftler und Techniker die die Statistiken erstellen auf die man zugreifen kann, mit der man um sich schmeißen kann. Sagen darf man ja sowas, ohne das einem der Schädel eingeschlagen wird oder eine Fatwa einen bis in die Stube verfolgt, zumindest wenn die Terrorwarnungen weiterhin auf hohem Level sind. Dafür sorgt man schon; im Umkehrschluss müsste es auch erlaubt sein, Deutsche die Hilfe benötigen, links liegen zu lassen. Aber als Gastnehmer mit islamischer Gottesfurcht das in ihm immer noch im Markt steckt, kann sich Sarazin sicher sein, das er im Rentenalter auch mal auf die Schnauze fallen kann und ein muslimischer Genomunterbemittelter ihm auf die Beine hilft. Kein Deutscher sondern ein Ausländer ihn von der jämmerlichen Position rettet, Deutschland hat sich ja abgeschafft. Demografischer Wandel kann auch etwas anderes bewirken, man muss nicht gleich 500 Jahre in die Zukunft blicken.
Nun hat Augstein etwas los getreten. Henryk M. Broder muss wohl sein Schwedenmobil für einen Augenblick verlassen haben, da hat er doch tatsächlich einen Artikel zwischen Weihnachten und Neujahr in die WELT (Sarrazin, die "FAZ" und Jakob, der Heuchler) gesetzt. Halleluja... Ganz nach Manier seiner Sendung "Entweder oder - Die Deutschland-Safari" nimmt Broder den derFreitag Redakteur auf die Schippe. Klar, dass der SPIEGEL-Mitbegründer-Sprössling ein Millionärsdasein fristet und zum Ausgleich Gärtnerarbeiten übernimmt. Aber weshalb zum Teufel soll Augstein für sein Dasein in dieser Welt sich auch noch rechtfertigen, wenn ihm die Millionen in den Schoß fielen, als er nicht einmal in Planung war? Brother polemisiert ebenso wie sein Gegenpart dem er jenes vorwirft: "Aber im Gegensatz zu dem “Rassisten und Kulturchauvinisten” Sarrazin hat Augstein keinen Bestseller geschrieben, sondern sein Geld geerbt, einschließlich einer satten jährlichen Gewinnbeteiligung am „Spiegel“". Dagegen konnte doch Sarrazin seinen Lebensweg auch anders beschreiten, weiterhin für seine Pensionsaufstockung hinarbeiten? Hat er aber nicht! Er wollte Tabus brechen...wollte er mit dem Artikel in der FAZ der Deutsche Assange werden?
Er wusste sehr wohl, was Politiker und hochrangige Staatsbedienstete, womit auch er gemeint ist, in der Politik so alles unter den Tisch fallen lassen, hervorkramen, Meldungen und Erklärung vordiktiert bekommen oder Passagen durchstreichen, die Korrektness der Gesellschaft vorgekaut werden. Sarrazin gehörte zu dieser Elite genauso und korrigierte, diktierte und laminierte etliche Meldungen, Erklärungen und Interview-Vorgaben für Politiker. Nun plaudert der gehievte Geschäftsmann all die Geheimnisse aus, die nicht so geheim sind, wie er es der Gesellschaft weismachen will. Dabei benutzt er erschlagende "Ich stütze mich in meinen Ausführungen auf empirische Erhebungen, argumentiere aber direkt und schnörkellos" um gleich im Anschluss darüber zu sinnieren, was den Deutschen in 300 Jahren blüht. Man hätte dabei auch in betracht ziehen können, was in 300 Jahren so alles an Weltallmüll auf die Erde zurast, welcher Kontinent noch sicher vor den Weltflüchtlingen ist und welche Weltkriege Deutschland aus dem Atlas getilgt haben könnten. Klar, es interessiert keinen, was es mit den 500 Jahren und dem Klimawandel auf sich hat. Wenn es so weiter geht, haben wir keine 100 Jahre, weil Deutsche Almkühe und Zooelefanten durch ihre CO2 Ausstösse das Klima rudimentär beeinflussen. Eventuell hilft da die Deutsche Kuhsteuer, die Grünen könnten da die Vorreiterrolle übernehmen?
Wie gesagt bedienen sich Politiker seit Anbeginn der Zeit mit der Demagogie. In der Antike noch positiv gesehen, da ja der politische Redner eine homogene Gesellschaft vor sich hatte, ist es mittlerweile negativ behaftet. Man steht heute mehr denn je vor einer Gesellschaft, die versetzt ist mit allerlei Genomen, die anderen Winden, Wettern und Muttererden unterliegen. Nun kann man Genome nicht auseinanderhalten, weil sie faktisch gleich sind. Doch es gibt gehievte, die es schaffen, aus dem Genom des Menschen, ein Genompol zu zaubern, das zwischen Exportweltmeistern und Sozialschmarotzern unterscheidet. Man mag das komisch finden oder ekelhaft. Dass die Formung einer Gesellschaft, die Sprache, Kultur, Haltung und alles was man damit in Verbindung bringen kann, nicht nur in einem Mikrokosmos stattfindet, im bestem Falle in einer Region die in Mitteleuropa liegt, sondern auch und insbesondere durch Austausch, Symbiose und Erkenntnisgewinnung, das muss man nicht einmal einem Sarrazin erklären. Hat er doch im Vorwort schon angedeutet, das er empirische Beweise hat und schnörkellose Argumente liefert, quasi herauspickt um seine Thesen zu untermauern. Thesen die einem Fußvolk den gefallen tun, die Freiheiten nur für sich selbst in Anspruch zu nehmen. Es reicht aber wohl nicht das man eine Volksschicht dazu gebracht hat, den Knochen vorgeworfen zu bekommen mit der man ein Kunststück fertig bringt, man will auch noch auf den Schoß genommen und liebkost werden; Ei Verbibscht, ja komm her....
Und was sehen wir? Der Fachhandel für Schweineohren und Kauknochen boomt, überall sprießen Laternenpfähle und die Zuwachsraten an gehaltenen Pudeln ist sprunghaft angestiegen. Zum Glück haben wir solch wiederkehrende Phasen vom Boom immer wieder gehabt. Mal zwickte es an der Wade, ein anderes Biss kräftig zu und der Dritte, der konnte schon mal eine Menge anspringen und zerfleischen. Da ist der Wackeldackel im Hintergrund mittlerweile nur noch ein schmunzeln Wert, der unentwegt und nur in einer Position den Kopf nickt.
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