Vom Kommunismus zum Kurdisch-Völkischen Gedankengut

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Türkische Flagge

Man kann es nicht oft genug wiederholen: völkisches Gedankengut hat sich längst etabliert.

Man kann es nicht oft genug wiederholen: völkisches Gedankengut hat sich längst etabliert und wird von Menschenrechtsorganisationen wie auch kurdischen Vereinen in Europa und in der Türkei vehement auf Kosten der türkischen Vielvölkerstaatsstruktur durchgesetzt.

Vom kommunistischen Geplänkel der 1980er über islamische Grundideen bis zum heutigen völkisch geprägten Gedankengut, die Vielfalt mit der extremistische Kurden ihr eigenes Manifest umsetzen wollen ist groß und ging bisher nahtlos ineinander über. Konsequenz dieser Umtriebe, die die PKK etabliert hat: mehr als 40.000 Opfer auf beiden Seiten. Vergessen wir nicht, auch wenn mittlerweile die Töne beschwichtigend sind. Die PKK betreibt weiterhin ein eigenes Freiluftparlament, ein eigenes Standgericht und eine eigene vielschichtige Terrortruppe, mit eigener Verfassung und eigenem Staatsbürgerschaftsrecht, das nur mit dem Ableben in irgend einer Form, nur nicht freiwillig verlassen werden darf.

Entsprechend ihrer marxistisch-lenninistischen Veranlagung sind Auswärtige auch willkommene Genossenschaftsanwärter, und Gegner feudalabsolutistische Herrschaften, die ausgemerzt gehören. Gegenläufige Meinungen, Erwartungen und Doktrien werden verteufelt, tragen das absolut Böse in sich und haben mit dem Nationalsozialismus Gemeinsamkeiten. Konsequente Selbstbeweihräucherung gehört genauso dazu wie unendliche Selbstüberheblichkeit in allen Lebenslagen. Das Kurdisch-Völkische Erwachen ist nur die Spitze des Eisbergs, womit auch in Deutschland infizierte Selbsthilfegruppen den Extremisten in die Hände spielen, sei es aus der Linken-Fraktion, die seit Ost-West Zusammenlegung sich explosionsartig ausgebreitet hat oder durch die türkischstämmigen Migranten mit Dev-Genc oder Dev-Sol Vergangenheit, die durch den Militärputsch der 1980er Jahre verschreckt, das Weite suchten und in Europa weiterhin ungestört Politik betreiben können, wie zu anarchistischen Zeiten in der Türkei.

Es hat aber immer blutig geendet. Die Selbsterkenntnis, das man eventuell mit der Lage auch etwas zu tun hatte, die kommt aber komischerweise nicht auf. So werden wie anno dazumal, auch Migranten in Deutschland gebrandmarkt, die sich nicht mit den Ideen des Kurdisch-Völkischen, alevitisch-völkisch-religiösen anfreunden können, auch und insbesondere rein Deutsche, die ihre völkische Abstammung in Gefahr sehen. Türkische Migranten werden gebrandmarkt weil sie die Mehrheit stellen und mehrheitlich mit der momentanen demokratischen Grundordnung zufrieden sind, sei es hier oder in der Türkei. Türkische Migranten, die sich aus einer Vielzahl von Minderheiten zusammensetzen, die einzeln erfasst die der kurdischen Minderheit wohl im einzelnen zahlenmäßig unterlegen wären, sind zufrieden, alleine die extremistischen Kurden und Aleviten nicht. Die absolute Mehrheit will allseitigen Respekt und ein freundschaftliches, brüderliches Miteinander und nur eine minimale kriminille Minderheit sieht die Demokratie und Menschenrechte nicht gegeben. Vielfach als Faschist verschrien regt sich in dieser türkischen Migrantengesellschaft recht wenig. Die Vorwürfe der Kurdisch-Völkischen Bewegung haben die Stimmen der türkischen Migranten mittlerweile verstummen lassen; man will schlichtweg mit Den Faschisten nichst zu tun haben oder assoziiert werden. Kein Wunder, dass z.B. die Türkische Gemeinde in Deutschland eher mit linksextremistische Vereinigungen turtelt als mit sogenannten Rechtsextremisten, die sich mucksmäuschen still verhalten, um ja nicht auf den Titelblättern zu landen. Zwar gelingt den letztgenannten das nicht, sie werden ja geradezu in letzter Zeit in die Titelzeilen förmlich auf Händen getragen. Aber Paroli wollen sie auch nicht bieten, denn auch das endet zumeißt negativ. Dagegen hat die TGD wohl andere Interessen und Ziele, die der Bundesrepublik dienlich sind und gegenseitige Vorteile eröffnen. Doch Assimilation statt Integration?

Staatdessen melden sich Deutsche mit verstörtem Migrationshintergrund zu Wort, die diese "Truppe" verboten Wissen wollen und Linke-Genossen, die den PKK-Verbot als Ungerechtigkeit und kapitalistische und us-amerikanische Machenschaft bezeichnen sowie türkische Migranten und Organisationen wie die Pest meiden. Sie melden sich, um Fasischmus und Nationalismus in den Reihen Der Türken zu verteufeln und unterstützen auf der anderen Seite völkisches Denken. Kein Wort über die Drogengeplagte Deutsche Landschaft, die durch Celleraner Kurden regelrecht durchzogen ist. Kein Wort über die etlichen völkischen Selbstverbrennungen auf Autobahnen der 1990 und 2000er Jahre, die in Sachbeschädigung der Fahrbahnen endeten oder Polizeibeamte psychologisch belasteten. Kein Wort mehr über die Konsulatsbesetzungen und die Zwangsmaßnahme der israelischen Sicherheitsbeamten, die das Feuer eröffneten, als eine Horde wilder Pseudo-Asylanten das Konsulat unerlaubt und mit Gebrüll stürmten. Und ebenso kein Wort mehr über die etlichen Demonstrationen, die in Sachbeschädigungen endeten oder bei denen massiv gegen Staatsrecht verstoßen wurde. Dabei ist es unerheblich, gegen welche Gesetze man verstößt; das man es mutwillig tut, zeigt mit welcher Extreme man in der Türkei zu tun hat. Wie gesagt und man kann es nicht oft genug sagen, gelten weder die Gesetze in Deutschland, noch die Gesetze des Ursprungsland, sondern einzig und alleine die PKK-Gesetze, die inzwischen nun mehr seit 30 Jahren etabliert hat. Kultur; davon haben die Kurdisch-Völkischen Denker und Intellekte genug und strotzen nur vor sich hin, dass dabei die Deutsche Kultur vor Neid erblassen würde.

Es ist befremdlich und gerade wegen der Vorgeschichte kaum zu Glauben, was zur Zeit in der Türkei an den Tag gelegt wird. Man fordert nicht nur, man droht sogar, die eigenen "Gesetze" in der eigenen "Region" zu etablieren. Zwar ist man sich sicher, alle Kurden auf der eigenen Seite zu haben, dennoch erklärt es nicht, wieso die BDP die ja als einzige kurdisch-nationalistische Partei für Kurden eintreten soll, die 10 Prozent Hürde jeweils nur knapp überspringt und zusätzlich freie Abgeordnete ködert um überhaupt Mitregierfähig zu bleiben. Die Erwartungshaltung ist dennoch hoch, zumal man ja aus Europa jede Menge Intellekt um sich gescharrt hat, die eine bedeutend größere Anhängerschaft aufbietet.

Wer das "Heidelberger Manifest" kennt, in der 1981 deutsche Hochschulprofessoren vor einer Unterwanderung des deutschen Volkes warnten - damit meinte man die Überfremdung der deutschen Sprache, der Kultur und des Volkstums - kann auch einen Bogen auf die kurdischen und alevitischen (AABF) Forderungen spannen, die mehr denn je genau auf diese Wortklauberei setzen. Aber das ist noch nicht alles. Hinzu kommt, das nahmhafte Organisationen, sei es deutsche Menschenrechtsorganisationen, linksgerichtete Parteien oder kurdische Vereine, darauf beruhend ihre Legimität untermauern. Schlimmer wird diese Tatsache, wenn man sogar Gesellschaften wie die für bedrohte Völker (GfbV) in Augenschein nimmt, die nicht nur die Armenisch-Völkischen Grundrechte sichert und auf die Fahne geschrieben hat, sondern auch der Kurdisch-Völkischen Selbstbehauptung unterstützend zur Seite steht. Dabei spielen Assimilationsgefahr, Kulturberaubung und Religionsunterdrückung eine entscheidenden Rolle, um von der GfbV unterstützt zu werden. Es trägt aber eben diesen völkischem Verständnis dazu bei, die eigene Vermischung mit anderen Kulturen zu verhindern. Grob gesagt will man unter sich bleiben wie es auch bis heute in vielen archaischen Familienstrukturen vorzufinden ist, die sich nur innerhalb der Sippe verheiraten, um ja nicht die Ländereien zu verlieren und eigene Machtpositionen zu gefährden. Ist das ein kurdisches Phänomen?

Nein, dazu zähle man auch bestimmte alevitisch, meist kurdisch-alevitischen Strukturen, die die gleichen Tendenzen haben. Vermischung, kulturübergreifende zwischenmenschliche Beziehungen sind nicht erwünscht. Man will unter sich bleiben. Welche Allianzen man aber dennoch eingeht, ohne Gefahr zu laufen, einem Strukturwandel zu unterliegen? Die "Gesellschaft für bedrohte Völker" (GfbV) ist dazu ein hervorragendes Beispiel. Sie setzt sich nach eigenem Bekunden für Menschen ein, die wegen ihrer ethnischen und religiösen Zugehörigkeit verfolgt werden. "Bedrohte Völker“ werden wie "bedrohte Pflanzen“ zu naturgegebenen Wesen erklärt, die um des Erhalts der kulturellen und biologischen Vielfalt der Welt wegen zu retten sind.

Die GfbV versteht sich ebenso als Anwalt von Kurden, Russlanddeutschen, deutschen Minderheiten in Osteuropa und vielen anderen "Völkern“ der Welt. Die "Zerstörung Hunderter kurdischer Dörfer“ wird in einem Atemzug mit "diskriminierenden Verordnungen“ gegenüber russlanddeutschen Aussiedlern benannt und kritisiert. Auch völkischen Nationalisten, die Mischehen als eine Gefahr für das Eindringen fremder Kulturelemente sehen, bietet die GfbV ein Platz, genauso aber auch den Aleviten, die sich in Deutschland um die Alevitische Gemeinde in Deutschland versammelt haben. Die GfbV versteht dies aber in einem Zusammenhang eines statischen Kulturverständnisses, was mit der heutigen Globalisierung genauso wenig zu tun hat, wie die archaische Sippenheirat in der Türkei mit der freien Liebesheirat oder die Sharia-Gesellschaft mit dem Laizismus, die nach diesem Verständnis genauso schützenswert erscheint; oder doch nicht? Dennoch bietet sie genau damit diesen "Völkern" die Legitimität, völkisches Denken zu verinnerlichen. Sei es sprachlich, kulturell oder in religiöuser Hinsicht. Ein Paradoxon, wenn man das Programm der GfbV verinnerlicht:

Rechte für europäische Nationalitäten und Minderheiten müssen in allen europäischen Staaten ohne Wenn und Aber durchgesetzt werden, damit neue Kriege wie in Bosnien oder Kosovo verhindert werden. Daran arbeiten wir gemeinsam mit anderen Minderheitenorganisationen

Gerade das aber hat erst Kriege ermöglicht, in Kosovo, in Bosnien und im ganzen Balkan. Die Forderungen zugewanderter Minderheiten nach kulturellen Rechten werden jedenfalls nicht aufgegriffen. Die GfbV veranstaltet zwar Kampagnen für die Rechte der Kurden, sie setzt sich für kurdische und andere Flüchtlinge ein, aber sie engagiert sich nicht für Forderungen zugewanderter Minderheiten nach kulturellen Rechten. Verstehe das wer will!

Auch die in Linken-Gruppierungen und Parteien anzutreffende Solidarität mit "verfolgten Kurdinnen und Kurden“ bzw. mit dem "kurdischen Befreiungskampf“ geht ideologisch auf die sozialistischen Klassiker zurück. Marx und Engels sahen die Entstehung des Bürgertums wie des Nationalismus als Voraussetzung der Entfaltung des Kapitalismus. Die Durchsetzung kapitalistischer Produktionsverhältnisse und damit einhergehend auch der Nationalstaaten hielten sie wiederum für eine Bedingung der Konstitution des Proletariats als Klasse für sich. Der Nationalismus galt ihnen als ein schnell zu überwindendes Durchgangsstadium auf dem Weg zur Emanzipation des Proletariats. Im Kommunistischen Manifest von 1848 heißt es:

Mit dem Gegensatz der Klassen im Innern der Nation fällt die feindliche Stellung der Nationen gegeneinander

Marx und Engels knüpften die Bewertungen nationaler Bewegungen eng an deren jeweilige Funktion für die proletarische Weltrevolution. Während ihnen der Panslawismus als Instrument der Großmachtpolitik des Zarenreichs galt, hielten sie die nationale Integrität Deutschlands als Voraussetzung für die Entstehung einer deutschen Arbeiterbewegung für unabdingbar. Wie Hegel unterschieden Marx und Engels zwischen "geschichtslosen“ und historischen Nationen. Engels wandte sich gegen das "bosnische Raubgesindel“, sprach von den Lappen als "nomadisierenden Wilden“ und von Basken, Schotten usw. als "Völkertrümmer“. Sympathien hegte er indes für den polnischen nationalen Aufstand 1863, da er darin einen potenziellen Beitrag zur Niederschlagung des Zarenreichs sah. Wer diese Gedanken weiterführt, kann sich ausmalen, wie der Weg zu einem zweiten Balkankrieg in Kleinasien geebnet wird und nur noch eine Frage der Zeit ist.
 

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