Wird Marwa El Sherbiny´s Fall wieder aufgerollt?

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Marwa El Sherbini

Laut einer Pressemitteilung haben Angehörige der in Dresden ermordeten Ägypterin Antrag auf Klageerhebung gestellt.

Im Falle der in Dresden im Landgericht am 1. Juli 2009 ermordeten Marwa El Sherbiny haben Angehörige Antrag auf Klageerhebung gegen die Richter des Landgerichts gestellt. Laut Pressemitteilung einer Rechtsanwaltskanzlei die in Vollmacht der Mutter und des Bruders der ermordeten handelt und heute veröffentlicht wurde, ging der Antrag bereits beim Oberlandesgericht in Dresden ein.

Das Oberlandesgericht Dresden soll demnach über den Antrag auf Erhebung der öffentlichen Klage und Wiederaufnahme der Ermittlungen gegen Richter des Landgerichts wegen fahrlässiger Tötung entscheiden. Gleichzeitig soll die Staatsanwaltschaft Dresden eine neue Strafanzeige gegen den Mörder wegen Voksverhetzung, Beschimpfung von Religionsgemeinschaften anstrengen.

Marwa El El Sherbiny war eine ägyptische Handballspielerin und Pharmazeutin. Internationales Aufsehen erregte ihr gewaltsamer Tod, als sie während einer Strafverhandlung im Landgericht Dresden, zu der sie als Zeugin geladen war, vom Angeklagten aus islam- und ausländerfeindlichen Motiven erstochen wurde. In der Berufungsverhandlung am 1. Juli 2009 stach Alex W. auf die im dritten Monat schwangere Marwa El-Sherbini ein, als diese nach ihrer Zeugenaussage den Gerichtssaal verlassen wollte, und tötete sie mit 18 Messerstichen. Ihr Mann wollte ihr zu Hilfe eilen und wurde durch drei Messerstiche lebensgefährlich verletzt. Außerdem gab ein hinzukommender Polizist gezielt einen Schuss auf Okaz ab und traf ihn in ein Bein, da er ihn für den Angreifer hielt. Es gab vorher keine Waffenkontrollen im Gerichtssaal. Der dreijährige Sohn wurde Zeuge, wie seine Mutter verblutete. Die Staatsanwaltschaft sprach von einem Einzeltäter, der aus einer „extrem ausländerfeindlichen Motivation“ handelte.

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