Türkei: PKK droht Zivilorganisationen

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PKK-Terroristen
Der ZAMAN und VATAN zufolge hat die PKK die Zivilorganisationen in der Provinz Diyarbakir davor gewarnt, eine einseitige Waffenruhe zu fordern.
Wie die VATAN unter Berufung auf die FIRAT NEWS berichtet, hat die PKK kurz vor der Veröffentlichung einer gemeinsamen Note von 90 Nichtregierungsorganisationen Drohungen ausgesprochen. Kurz danach wurde die Erklärung abgeändert.
Etwa 90 Zivilorganisationen, darunter Hilfs-, Wirtschaftsverbände und Anwaltskammern hatten für den heutigen Scheich-Said-Festival in Diyarbakir, das zum ersten mal ausgetragen wird, bis zum späten Abend eine Erklärung zusammen gefasst, in der die PKK zur Waffenruhe aufgefordert werden sollte. Nur wenige Stunden später veröffentlichte die FIRAT NEWS, ein Presseorgan die der PKK nahe steht, einen Bericht, in der die PKK die Nichtregierungsorganisationen ungewöhnlich scharf und offen drohte. Nicht die PKK habe die Waffen niederzulegen, sondern die Türkei, hieß es im Bericht, so die VATAN. Auf die Drohung reagierten die Zivilorganisationen, so der Journalist Burak Kara von der VATAN. Demnach habe man die Erklärung, die seit dem 25. Juni in Arbeit ist, kurzfristig abgeändert und werde heute in der Anwaltskammer von Diyarbakir während einer Pressekonferenz verkündet.
Darin wird diesmal nicht nur die PKK zum Waffenstillstand aufgerufen, sondern auch die türkische Regierung dahingehend aufgefordert, das sie die militärischen Operationen sofort beendet. Mit der kurdischen Partei BDP soll die Regierung die vorherrschende politische Eiszeit aufheben und sich erneut auf die Demokratisierung konzentrieren, heißt es darin. Gleichzeitig fordern die Zivilorganisationen die Regierung auf, die Operationen gegen die KCK (politischer Organ der PKK) einzustellen, die Gesetzesänderung für die steinewerfenden Kinder alsbald umzusetzen.
Heute findet zu ehren des Scheich-Said ein Festival statt, das zum ersten mal ausgetragen werden soll. Unter der Führung der kurdischen Partei BDP wird die Veranstaltung in Diyarbakir stattfinden. Der Scheich-Said-Aufstand war ein Aufstand sunnitischer Kurden im Jahre 1925 unter der Führung Scheich Saids. Die Vorbereitungen für den Aufstand begannen bereits im Jahre 1924. Mit Abschaffung des Kalifats durch Mustafa Kemal Pascha verschwand eine wesentliche Institution des Osmanismus und der islamischen Vormachtstellung innerhalb des politischen Apparats. Ebenfalls in demselben Jahr wurde das Kurdische sowie alle anderen Minderheitensprachen an öffentlichen Plätzen verboten. 
Die Azadi-Organisation betrieb im Gegenzug eine intensive Propaganda. Nach einer Meuterei von Kurden im 7. Armeekorps wurden große Teile der Azadi-Führung verhaftet. Scheich Said übernahm ab da die Führung des Aufstandes. Am 13. Februar 1925 kam es im Dorf Piran bei Egil zu einer bewaffneten Auseinandersetzung. Der Aufstand konnte gegen die türkische Armee aufgrund der fehlenden schweren Waffen nicht lange bestehen. Nach dem Aufstand wurden tausende Kurden in den westlichen Teil der Türkei umgesiedelt. Kleine Verbände, die entkommen konnten, setzten den Kampf als Guerilla fort. Diese Aktivitäten dauerten bis 1927 an, konnten aber wegen fehlender Unterstützung innerhalb der Kurden nicht aufrecht erhalten werden. 
Dem Aufstand gingen große Reformen voraus, die die Türkei in einen laizistischen Staat verwandeln sollten. Kurz zuvor wurden durch den Staat 1924 das Kalifat und die Scharia abgeschafft, die die Aufständischen wieder einsetzen wollten. Die umfassenden Reformen begannen bereits im März 1924, in der die Abschaffung des Sultanats und des Kalifats verkündet wurde. Danach wurden mit dem Fes-Verbot im November 1925 und dem Besuchsverbot der religiösen Kultstätten sowie religiöse Selbsternennung von Scheichs, Heilern, Hodschas und dgl. eine Richtlinie heraus gebracht. 
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