Türkei redet: Kann Terror beendet werden?

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Sanliurfa - PKK-Trauerfeier
Die Türkei diskutiert und sucht Lösungsansätze für den erneut aufkeimenden PKK-Terror im Land. Politiker, Intellektuelle, Experten, Künstler, Schauspieler und Journalisten füllen die türkischen Medien mit vielfältigen Meinungen. Unter den Vorschlägen ist die Rede von der Einbeziehung des PKK-Chefs Öcalan in die kurdische Demokratisierung bis hin zur Amnestie sowie der Vollzug der Todesstrafe bis zur Ausrufung des Ausnahmezustands in den betroffenen Regionen. Hier einige Stimmen:
MILLIYET
"BDP-Abgeordneter begleitet Trauerfeier eines Terroristen"
Einleitend berichtet die MILLIYET über die Beisetzungszeremonie eines PKK-Terroristen in Sanliurfa, der während eines Gefechts mit den Sicherheitskräften umgekommen war. Die Beisetzungszeremonie endet in einem PKK-Trauermarsch durch ein Stadtteil von Sanliurfa, bei der BDP-Abgeordneter Ibrahim Binici die Spitze übernimmt. Die Polizei greift nicht ein. MHP-Parteivorsitzender Devlet Bahceli ist angesichts der Bilder, die die DHA exklusiv aus Sanliurfa sendet, bestürzt. Bahceli fordert in einer Presseerklärung erneut die Ausrufung des Ausnahmezustands. Wer gegen die Ausrufung plädiere, der stehe offenbar für eine Teilung. Gleichzeitig wirft er den Politikern vor die gegen den Ausnahmezustand sind, das vergossene Blut nicht zu sehen. Für Bahceli, der heute in Konya eine Parteisitzung anberaumt hat, stehe die Türkei zwischen den Bleistiftkämpfern und den Soldaten, die tagtäglich ihr leben aufs Spiel setzen, um die Sicherheit des Landes aufrecht zu erhalten. 
EN SON HABER
"Kurden werden die Föderation ausrufen und was machen wir dann?"
Für Engin Ardiç, Journalist und Autor steht fest, die Türkei hat gegenüber der PKK kapituliert und steht kurz vor der Niederlage. Entsprechend macht Engin Ardiç auch die Verweigerungshaltung vieler innerhalb der Politik die in der Demokratisierungsphase nicht Klartext sprechen konnten, dafür verantwortlich. Die Ausrufung einer Föderation so schreibt Ardiç in einer Kolummne, wird die Region von Ankara unabhängig machen. "Jetzt können wir darüber philosophieren wie wir aus der Sache heraus kommen" und "die Türkische Republik wird nicht in die Geschichte eingehen, schreiben einige, aber wir sind längst in dieser Phase angelangt" schreibt Engin Ardiç.
HABERTÜRK
"Wie löst man das Terror-Problem?"
Zwischen Prof. Dr. Yasin Aktav (regierungsnah) vom Strategischen Institut und Prof. Ümit Özdağ der mit seiner Haltung zur nationalen Einheit einen Namen gemacht hat, kam es zu einem Streitgespräch im Fernsehkanal HABERTÜRK. Dabei ging es eigentlich um die Frage des Terror-Problems und wie man sie in den Griff bekommt. Ümit Özdağ verteidigte die Position, dass die AK-Regierung mit Abdullah Öcalan, dem Terror-Chef der PKK Politik betreiben wollte und damit versagt hat. Prof. Dr. Yasin Aktav sah hingegen keine Beeinflussung bzw., man wisse im Grunde nicht, wer Abdullah Öcalan in der Haft beinflusse.
VATAN
"Die Türkei steuert auf einen Bürgerkrieg zu"
"Wir steuern geradewegs auf eine Auseinandersetzung zwischen Völkern, die Parteien müssen einen gemeinsamen Standpunkt vertreten" sagte Ahmet Türk von der verbotenen DTP-Partei. Türk erklärte gegenüber der Tageszeitung VATAN, die AK-Regierung, die CHP, MHP sowie BDP müssten sich an einen Tisch setzen und einen gemeinsamen Standpunkt vertreten. Die PKK-Frage habe sich in eine Kurden-Frage gemausert. In dieser Situation stehen sich Türk zufolge nicht nur der Terror und die Türkei gegenüber, sondern auch die Türken und Kurden.  Wichtig sei in dem Fall, dass der gesellschaftliche Friede erhalten werden muss und das so schnell wie möglich. Die Demokratisierung könne fortgesetzt werden, nach einer Eskalation aber noch schwieriger handzuhaben, als es bisher der Fall ist, sagte Türk gegenüber der VATAN.
CUMHURIYET
"Die Amnestie-Frage Öcalans muss ausgesprochen werden"
Der ehemalige DTP-Abgeordnete Sedat Aloglu erklärte während der Sitzung des TÜSIAD (Vereinigung türkischer Industrieller und Geschäftsleute), dass die Frage um eine Amnestie des PKK-Chefs Abdullah Öcalan nach wie vor erörtert werden muss. Dazu gehöre aber auch, das man die bisher unausgesprochenen Option beim Namen nennt und in Erwägung zieht, damit man auch alles auf den Prüfstand gebracht hat.
YENICAG
"Wenn er nicht hängt wird er zum Mandela"
Der Journalist Altemur Kilic von der YENICAG zieht eine Bilanz seiner bisherigen Bewertungen zum Thema PKK und der Verhaftung  von Öcalan. Kilic habe schon damals vorausgesagt, das man Abdullah Öcalans Todesstrafe umsetzen hätte müssen. Jetzt habe man ihn zu einem zweiten Mandela stilisieren lassen. Öcalan ist noch gefährlicher geworden, als in Syrien, resümiert Kilic in seiner Kolummne. Kilic befürchtet, dass die Probleme nicht behoben werden können, wenn es nicht von der Wurzel behandelt wird. Ein Bürgerkrieg ist zumindest in Aussicht und das wäre das allerletzte, was die Türkei gebrauchen könne. Stehe jetzt nur die Frage, wer die Stärke zeigt und die Wurzelbehandlung vornimmt.
HABERTÜRK
"Die Zukunft eines Landes kann nicht nach einer Teilgesellschaft geplant werden"
Der Politologe Prof. Dr. Deniz Ülke Aribogan zieht in der kurden-spezifizierten Frage einen Vergleich mit dem Nordirak. Auch hier habe sich die kurdische Minderheit für die Planung des Landes eingesetzt und das Land stehe nach wie vor in einem Bürgerkrieg, gerade weil es nur eine Teilgesellschaft ist. Höre man etwa von den Turkmenen und anderen Ethnien im Land etwas, fragt Aribogan und stellt fest, das man sie nach wie vor politisch klein gehalten habe. Die ethnisierende Politik werde auch in der Türkei keinen Erfolg haben. Die Frage eines Landes könne nicht alleine auf die Politik einer Teilgesellschaft ausgelegt werden. Zur Zeit stehe die Kurden-Frage aber im Mittelpunkt dieses Landes. Die Demokratisierung müsse klar beschrieben werden und für alle gelten. Sie darf nach Auffassung von Aribogan nicht auf ethnische Belange reduziert werden.
HABERTÜRK
"Mein innerstes leidet, aber die Gesellschaft ist noch nicht bereit, die Frage ohne Gewalt zu lösen"
Die Kurden wollen nach Prof. Dr. Dogu Ergil (Wissenschaftler) eine kulturelle, politische und ideologische Verbesserung. Nur wolle ein Teil etwas anderes als der andere. Ein Teil mit linksradikalen, ein anderer Teil mit ethnisch radikalen ansätzen. Die Gesellschaft ist auch geteilt und man ist noch immer nicht imstande, diese Frage ohne Gewalt zu lösen. Es werde nach Aussage von Ergil erneut zu einem blutigen Feldzug führen, das beide Völker gleich schwer treffen werde.
ZAMAN
"Demokratisierungsinhalte müssen präzisiert werden"
ZAMAN-Journalist Mümtazer Türköne ist der Meinung, dass der Demokratisierungskurs fortgesetzt und insbesondere der Inhalt klar definiert werden muss. Die Demokratisierung ist vom Terror abzukapseln. Sie sei ein anderes Problem, das man löse müsse aber mit der Demokratisierung zumindest abschwächen könnte, so Türköne.
MILLIYET
"Eine Teilung wird nicht gefordert, die Kurden wollen ihre Sorgen teilen"
Sebahat Tuncel, Abgeordneter der BDP erklärt gegenüber der MILLIYET, die Kurden würden keine Teilung des Landes fordern, sondern ihre Sorgen und Nöte mitteilen. Die kurdischen Forderungen seien allenfalls Individualrechte, die man auf alle Bürger dieses Landes ummünzen kann, so Tuncel. Daher fordert Tuncel auch eine Anerkennung die durch die Verfassung gewährleistet werden kann. Dazu gehöre die Sprache, Bildung, eine föderale Verwaltungsstruktur.
HABERTÜRK
"In der Türkei gibt es keinen Rassismus gegenüber den Kurden"
Der Künstler Bedri Bayram ist sich sicher, dass die sogenannte Kurden-Frage gelöst werden kann, wenn die Politik darauf eingeht. Innerhalb der Gesellschaft würde niemand die ethnische Abstammung des anderen Fragen, ausgenommen davon natürlich diejenigen, die damit Politik betreiben, so Bayram. Dazu gehöre aber auch, dass die Gesellschaft diese Forderungen durchsetzt, friedlich und im Einklang mit dem gegenüber. Die Lösung der Probleme sei einfach, sonst würde er heute sorgenvoll in die Zukunft blicken, so Bayram in der HABERTÜRK.

Re: Türkei redet: Kann Terror beendet werden?

Bild von Abraxas01

Ich verstehe nicht wieso ein Terrorist überhaupt in der Türkei beerdigt werden darf. Ihn sollte man ausgraben und auf einer Müllhalde werfen, damit er von Krähen gefressen wird. Die AKP hat die Türkei mit wirtschaftlichen "Erfolgen" geködert und uns somit in eine Krise gestürzt. Die Probleme die wir in der Türkei haben ist auch weil die Türkei aus Mitleid die vielen Illegale toleriert. Und wäre mit Einhaltung von staatlichen Grundregeln einfach zu bewältigen. Es darf nicht sein das der Staat nicht mal ein anständiges Einwohnerregister führen kann, und somit wären viele Probleme schon ziemlich gelöst. Die Türkei muss die Abschiebepraxis der Europäer einführen und Asyl suchende sofort Abschieben. Somit wären sehr viele Probleme gelöst. Statt sich brüsten die Gastfreundlichsten zu sein, sollten wir lieber denen die Gastfreundschaft missbrauchen volle Härte zeigen.

Re: Türkei redet: Kann Terror beendet werden?

Bild von Yurtseven

ey, ich glaube kaum, dass solche "nazis" wie du an einer lösung interessiert sind. Solange es solche typen gibt wie du wird sich nichts an der Sache ändern. Erstens ist die Türkei nicht in der Lage, das Problem militärisch in den Griff zu bekommen, was mittlerweile auch Regierungsmitglieder zugeben. Zweitens sind die PKK Kämpfer Bürger der Türkei, natürlich haben sie das Recht in ihrer Heimat beerdigt zu werden. Nach 30 Jahren habt ihr es immer nocht nicht begriffen, der Wahrheit in die Augen zu sehen. Wann wollt ihr mal endlich aufhören euch hinter dem Wort "Terror" zu verstecken. Es ist doch offensichtlich, dass das Kurdenproblem kein Terrorproblem ist. Oder denkst du die Menschen schließen sich aus langweile der PKK an? Es ist die Aufgabe der Regierung für die Sicherheit zu sorgen. Man muss endlich die PKK an den Tisch holen, sonst endet das nie!

Re: Türkei redet: Kann Terror beendet werden?

Bild von Akın Ruhi Göztaş

Ein Mensch sollte begreifen, das man mit Terror/Gewalt/Drogenhandel/Menschenhandel/Prostitution kein geeigneter Gesprächspartner ist....als würde die PKK dieses profitable Geschäft aufgeben wollen. Wen möchte man hier für blöd verkaufen? Die PKK hat in 30 Jahren Terror überwiegend nur Kurden getötet. Das reicht von Anschlägen bis auslöschen ganzer Clans die sich separatistischen Bestrebungen eines Verbrecherbande nicht anschließen wollten. Sie verwechseln hier wirklich eindeutig Terrorismus mit sozialen Problemen oder tun dies mit Absicht. Die Türkei und ihre Bevölkerung wird sich nicht mit Menschen an einen Tisch setzen die meinen mit Mord und Totschlag ihre Interessen durch zu setzen. Es ist auch kein großes Geheimnis, wie viele Jugendliche aus Europa spurlos verschwinden oder mit Propaganda  im Nordirak landen und für nichts und wieder nichts an der Grenze für Idioten sterben die ihre fetten Villen in Celle oder Antalya haben. Das muss man sich erst mal bewusst werden bevor man mit dem Finger auf die bösen Türken zeigt.

Re: Türkei redet: Kann Terror beendet werden?

Bild von Abraxas01

Also vielleicht ist die Müllhalde doch zu schade für solches Pack, da sie ja immer noch auf türkischem Boden wären. Noch besser wäre es sie an die Küste zu verfrachten aufs Schiff zu werfen und ausserhalb der Seegrenze ins Mittelmeer zu beordern. Das ist das was sie verdient haben. Sie sehen doch gar nicht das diese Terrororganisation sich Links schimpft Marxismus-Leninismus an der Fahne schreibt, aber in Wirklichkeit geht es hier nicht um die Internationale Verbrüderung sondern um die Kurdische Verbrüderung. Und alles was Türkisch ist bekämpft und getötet wird. Dies sind die wahren Faschisten, die "Nazis" die sie nicht wahrhaben wollen und andere mit dem Finger draufzeigen. Sie reden Probleme herbei die gar nicht sind und beschwören sie am liebsten an Ort und Stelle. Sie sind doch der "Nazi" der hier Verständniss zeigt für Morde an Türkische Mitbürger/innen und auch ihresgleichen wenn sie der Sache dienen. Ihnen gehört auch ein Landesverweis verhängt. PKK-Terroristen wollen wir das Kind beim Namen behalten und nicht Kämpfer, die sollten nie die letzte Ruhe in der Türkei bekommen dürfen. Und es gibt nur einen Stuhl für diese Mörder, das ist nicht der an einem Verhandlungstisch sondern der in einem Gerichtssaal, unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen.

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