Türkisches Militär: PKK wird aggressiver

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PKK-Terroristen
Nur einen Tag nach dem der türkische Generalstab vor einer Zunahme terroristischer Attacken warnte, ist die Bilanz heute erschreckend: mindestens 10 Tote und 14 Verletzte.
Bei einem Angriff auf eine Militärstation in Semdinli wurden nach ersten Angaben 8 Soldaten getötet, mindestens 14 weitere zum Teil schwer verletzt. Wie die Nachrichtenagentur AA meldet, wurde der terroristische Angriff heute früh von der PKK auf ein Militärstützpunkt zwischen den Dörfern Tekeli, Günyazi und Ortaklar im Kreis Semdinli Nahe der irakischen Grenze verübt. 
Über die Hintergründe des terroristischen Angriffs ist zur Zeit noch nichts bekannt. Der Vorfall soll sich heute früh um 2.00 Uhr ereignet haben. Der Militärstützpunkt soll trotz der sofort eingeleiteten Gegenwehr nach jetzigem Stand 8 Gefallene sowie 14 Verletzte haben. 12 Terroristen sollen bei der Attacke getötet worden sein, hieß es aus dem Generalstab am frühen Morgen. Die Verfolgung der Terroristen soll zur Stunde anhalten.
Wie die HABER TÜRK meldet, sollen auch F-16 Kampfjets im irakischen Luftraum operieren, Ziele bombardieren. Türkische Medien berichten vom größten Einsatz der Luftwaffe seit 2 Jahren. Bei der anschließenden Verfolgung der Terroristen in der Umgebung von Semdinli wurden während dessen zwei weitere Soldaten durch eine Mine zerfetzt, 2 schwer verletzt.
Der terroristische Akt hat auch in der Politik für Wirbel gesorgt. MHP-Vorsitzender Devlet Bahceli forderte sofortige Neuwahlen und ging mit der regierenden AKP hart ins Gericht. "Der Grund für dieses schwarze Tableau, ist beim Architekten Erdogan zu suchen" sagte Bahceli. Bahceli forderte zugleich eine sofortige Einberufung des Nationalen Sicherheitsrates, der erst zum 24. Juli geplant ist. Man müsse laut Bahceli harte Maßnahmen verabschieden um so dem Terror entschieden begegnen zu können. Darunter nannte Bahceli auch die Ausrufung des Ausnahmezustands in den betroffenen Regionen.
Die Fraktion der CHP verurteilte den Angriff und gibt der Regierung die Schuld, mit ihrer "fasischtischen Regierungsarbeit" diesen Zustand herbei geführt zu haben.
Parlamentspräsident Mehmet Ali Şahin reiste kurz nach der Meldung in die Region und warf ausländischen Kräften vor, die Attacken zu schüren. Man werde den Provokationen entschieden begegnen und keineswegs zulassen, das man dieses Ziel erreicht, sagte Mehmet Ali Şahin. Vom Generalstab forderte Şahin eine lückenlose Aufklärung.
Der Vorsitzende der CHP Kemal Kılıçdaroğlu erklärte in einer Pressekonferenz, man müsse der ausufernden Gewalt auch dementsprechend Härte entgegen bringen. Wie in der Vergangenheit werde die entschiedene Terrorbekämpfung zu aktuellen Stunde seine Früchte tragen, sofern man geeint dagegen vorgeht. Kılıçdaroğlu forderte zugleich, Provokationen innerhalb der Gesellschaft mit kühlem Sachverstand zu begegnen. Nur so werde die Brüderlichkeit und der Frieden zu schützen sein.
Aus dem Präsidialamt sagte Ministerpräsident Erdogan, man werde alle Macht einsetzen, um die Verteidigung des Landes sicher zustellen. Darüber dürfe es keine Zweifel geben. Man werde jede terroristische Gruppe bis zum Schluß verfolgen, sagte Erdogan und sprach den betroffenen Angehörigen der gefallenen Soldaten seinen Beileid aus.
Aus dem Generalstab wurde die Warnung vor einer Zunahme der terroristischen Aktivitäten bereits ein Tag zuvor in einer Presseerklärung angekündigt. Darin machte man darauf aufmerksam, dass das Militär ernste Hinweise dafür hat, dass die PKK massive Angriffe ausüben werde. Gleichzeitig gab das Generalstab bekannt, das seit 3.5 Monaten 130 Terroristen getötet wurden, im gleichen Zeitraum aber auch 43 Soldaten starben und 60 PKK-Terroristen sich den Sicherheitskräften stellten.
Am Mittag teilten Anwälte des in Imrali inhaftierten PKK-Terrorchefs mit, Öcalan könne binnen 2 Tagen alle terroristischen Kräfte auf einen Platz versammeln und so die Angriffe beenden. Zuvor müsse man nur in der Regierung einen Beschluß fassen, das ihm freie Hand gibt. Er vertraue auf sich, das er den Frieden wiederherstellen könne. In Aussicht stellte Öcalan u.a., das man die "Militanten" unter Kontrolle der Vereinten Nationen oder der NATO in eine bestimmte Region konzentriert. Es sei sogar möglich, dass das türkische Militär dies aus der ferne einsehen und kontrollieren kann.
Eine weitere Untergundorganisation der kurdischen PKK, die sich selbst „Freiheitsfalken Kurdistans“ (TAK) nennt und dem militanten harten Kern der PKK zugerechnet wird, hat mit Anschlägen gegen Türkei-Urlauber gedroht. Alle Feriengebiete seien fortan als „Aktions- und Vergeltungsgebiete“ zu betrachten, so die Organisation in ihrer im Internet verbreiteten Erklärung.
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