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Nach den bisherigen Attacken und einem der heute schwersten PKK-Anschläge auf das Militär, fordern Stimmen aus der Gesellschaft, Militär und Politik einen Kurswechsel in der bisherigen kurdischen Politik.
Nur wenige Stimmen befürworten noch eine Fortsetzung der Demokratisierung im Sinne der kurdischen Minderheit. Andere warnen vor weiteren Eskalationen, wenn die PKK nicht vollkommen geschlagen wird. Stimmen aus den Reihen der BDP werfen hingegen Fragen auf.
General Dr. Edip Baser a.D.
Nur eine vernichtete PKK wird die Demokratie beflügeln
Der ehemalige Vertreter und Koordinator der Anti-Terror-Koalition vertritt die Ansicht, dass die PKK einen Bruderkrieg zwischen Türken und Kurden entfachen will. Nur eine geschlagene PKK werde der Demokratisierung den Weg ebnen. Baser bezeichnet die kurdischen Forderungen nach mehr Rechten als absurd. In welchen Punkten man auch die Rechte der Bürger mit denen der Kurden vergleiche, es gebe keine Differenzierungen und schon gar keine Benachteiligungen. Der kurdischen BDP hingegen wirft Baser vor, sich nicht von der PKK distanzieren zu wollen, weil sie Angst vor der Verantwortung hat.
Tufan Türenc - HÜRRIYET
Man muss entschieden vorgehen. Wir vergessen viel zu schnell und gehen in die Tagesordnung über
Türenc meint, dass die bisherigen politischen Aussagen nichts bewirkt haben. Man müsse den Terror aus der Welt schaffen. Hier müsse nach Ansicht von Türenc viel entschiedener vorgangen werden. Türenc versteht zudem die militärischen Opfer nicht. Es könne nicht sein, dass das Militär nahezu ungeschützt Attacken ausgeliefert ist und täglich Opfer zu verzeichnen sind. In Nordirak habe man keine Erfolge zu verzeichnen, wie könne man dann erwarten, das man im Landesinneren die Sicherheit gewährleistet. Mit der nordirakischen Führung habe man sich zwar getroffen, dennoch würden die Terrorwellen aus diese Region kommen. Die staatliche Authorität bezeichnet Türenc insofern als ein machtloses Instrument, das es bisher nicht geschafft hat, dem Terror ein Riegel vorzuschieben.
Fikret Bila von der MILLIYET
Demokratisierung hat PKK und BDP nicht zufrieden gestellt
Für Fikret Bila steht fest: die PKK und BDP würdigt den Demokratisierungskurs der Regierung nicht. Auch stehe jetzt fest, dass die BDP nicht für eine friedliche Lösung interessiert ist, die sie zuvor angekündigt hatte.
MHP-Vorsitzender Devlet Bahceli
Ausrufung des Ausnahmezustands und einleiten einer groß angelegten militärischen Offensive
Bahceli fordert die Ausrufung des Notstandes und eine militärische Offensive im Nordirak. Die Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats müsse vorgezogen werden, so Bahceli.
Staatspräsident Gül
Bis zum Ende des Terrors werden wir uns verteidigen
Staatspräsident Gül fordert eine unnachgiebige Haltung gegenüber dem Terror. "Bis zum Schluß muss der Terror bekämpft und dies auch zum Ausdruck gebracht werden", sagte Gül.
Deniz Baykal - ehemaliger Vorsitzender der CHP
Militärisch wie politisch ein Desaster
Als desaströs bezeichnete Baykal die momentane Lage. Politisch wie militärisch habe man versagt. "Der Terror hat sich zurück gemeldet und will Stärke zeigen", sagte Baykal gegenüber der HÜRRIYET.
Staatsminister Faruk Celik
Der Terror will Stärke zeigen und sagt: hier sind wir
Staatsminister Celik will das Militär in Fragen der Terrorabwehr verstärkt in die Politik miteinbeziehen. Es sei nicht verkehrt, wenn man die einstigen Erfolge Revue passieren lässt und den Handlungsspielraum mit dem Militär gemeinsam erörtert.
Umut Oran, stell. CHP-Generalsekretär
Ich lade Premier zum Rücktritt ein
Der stellvertretender CHP-Generalsekretär Umut Oran fordert Ministerpräsident Erdogan zum Rücktritt auf. "Das "wir haben uns mit der Demokratisierung geöffnet" hat uns 140 Opfer eingebracht", sagte Oran. Die Demokratisierung sei in einer Sackgasse gelandet, erklärte Oran gegenüber den Medien und fordert den Rücktritt des Premier.
Hakki Suha Okay - CHP-Politiker
Ohne entsprechende Antwort wird die Gewalt fortgesetzt
"Besonders dieses Dreieck zwischen Irak, Iran und der Türkei ist bekannt für das Terroraufkommen. Man kann den Terror nicht übersehen und auch nicht den Versuch, aus dem Irak heraus Politik mit Gewalt etablieren zu wollen. Die Terrorabwehr muss entschiedener erfolgen, in der gleichen Sprache." Okay zufolge unterscheide der Terror nicht zwischen Recht und Unrecht.
Mehmet Sandir - MHP-Politiker
Den blutigen Terror verurteilen wir - Der Verantwortliche dafür ist in der Regierungspartei zu suchen
Mehmet Sandir verurteilt den blutigen Anschlag von heute und macht die Regierungspartei AKP dafür verantwortlich. Die Verantwortlichen könnten nicht für die Sicherheit des Landes sorgen und nach 8 Jahren Regierungsarbeit hätte man die gleichen Zustände wie vor 2003. Ministerpräsident Erdogan wirft Sandir vor, mit der verfolgten Politik diesen Zustand herbei geführt zu haben.
Masum Türker - DSP Generalvorsitzender
Die Authorität des Landes sinkt, der Terror wächst
Für die Terrorzunahme macht Türker die Regierung verantwortlich. Eklatant habe man die Authorität des Landes in Frage stellen lassen, dem Terror Vorschub geleistet, so Türker.
Osman Pamukoglu - HEPAR Vorsitzender
Gegen Terroristen muss eine entsprechende Organisation aufgestellt werden
"Den Terroristen auf den Bergen kann man nur mit entsprechend ausgebildeten und ausgestatteten Organen begegnet werden", meint Pamukoglu und fordert eine strukturelle Neuordnung im Militär.
Yalcin Topcu von der BBP
Dem Terror muss jetzt entschieden Einhalt geboten werden
Yalcin Topcu fordert eine entschiedenere und neu geplante militärische Vorgehensweise, um dem Terror begegnen zu können.
Numan Kurtulmus - SP-Vorsitzender
Hinter dem Angriff stehen internationale Politiker
Kurtulmus sieht hinter dem Anschlag der PKK eine Verschwörung auf internationaler Ebene und fordert die Politik auf, entsprechend zu handeln.
Ahmet Reyiz Yilmaz - Führer der MMP
Öcalan muss aufgehängt werden
Der Führer der Nationalisten und Traditionalisten fordert die "Erhängung" des PKK-Führers Öcalan.
Abdüllatif Sener von der TP
Die Sicherheit ist zum ersten mal ein Problem geworden
Das erste mal, dass die Sicherheit in der Geschichte des Landes in diesem Maße gefährdet ist, meint Sener und fordert eine Neuorientierung in strategischen Fragen zur Terrorabwehr.
Bengi Yildiz - BDP-Fraktionsvorsitzender
Was machen ein oder mehrere Opfer noch aus?
Bengi Yildiz Aussage erntet scharfe Kritik. Bengis Meinung nach könne man 10, 20 oder 100-Tausende töten, 10-Tausende in Haft nehmen, 1 oder auch alle BDP-Politiker töten, alle Oberbürgermeister töten oder verhaften, aber mit Gewalt werde man dieses Problem nicht aus der Welt schaffen. Bengi fügte hinzu, man habe nichts mehr zu verlieren.
Re: PKK: Türkische Stimmen über den Anschlag
Das wird noch böse Enden,... diese ganze Sache wird langsam zum Explosivstoff in der Gesellschaft oder aber die Regierung wird eine wichtige Entscheidung treffen müssen, bevor das ihnen um die Ohren fliegt. Wenn das mal gut geht.
Ercan Tekin ist 32, in einem Angestelltenverhältnis und frisch verheiratet. Lebt seit der Geburt in Nordrhein-Westfalen und fühlt sich dem Geburts- (BRD) und Vaterland (TR) gleichermaßen verbunden.
Re: PKK: Türkische Stimmen über den Anschlag
alles wie gehabt fortsetzen bzw. durchsetzen!!!es fällt zwar einem sehr schwer, über die ermordeten soldaten hinweg zu sehen, kann es auch gut nachvollziehen, wenn ein grossteil der bevölkerung (emotional bedingte) radikale entscheidungen in erwägung ziehen, doch sollten diese übergriffe keineswegs veranlassen, dass die regierung nun schlagartig ihre innen- sowie aussenpolitik neu gestaltet!!!im gegenteil, ich betrachte solche aktionen als bestätigung dafür, dass die türkei politisch auf dem richtigen weg ist!!!
Re: PKK: Türkische Stimmen über den Anschlag
Man müsste für alle PKK - Terroristen die Todesstrafe einführen! Alle die Kriegsflüchtlinge sind und unsere Staatsbürgerschaft bekamen, sofort ausbürgern wenn sie Kriminell sind, oder waren- und sofort ausweisen. Keine Nachkommen von PKK- Terroristen wieder einbürgern. Fertig mit der Türkischen Gutmütigkeit und europäische Standarts einführen. Und den Kurs den die AKP hat, sofort stoppen sonst lassen die Verräter unsere Türkei vor die Hunde gehen. Das heisst be den nächsten Wahlen abwählen.... und hoffen das es doch noch einer gut mit der Türkei meint. Früher hatte es nie soviele Kurden im Osten, aber mit unserer Gutmütigkeit, zur Aufnahme und ihrem Kindersegen, haben die sich vermehrt wie Chinesen. Deswegen alle ausweisen die in die Türkei geflüchtet sind, schliesslich machen die Europäer es nicht anders.
Re: PKK: Türkische Stimmen über den Anschlag
Ja soll doch alles kaputt gehen... Dann werden nicht nur Türken/innen sterben sondern alle anderen auch....
Ihr werdet es schon sehen, ihr die dazu beigetragen habt... aber es wird dann keine Türken/innen geben die euch beschützen. Dann werden alle gegen alle kämpfen.. Ihr wo jetzt euch mit einander verbündet Griechen-Armenier-Kurden-Araber-Assyrer-Lasen... Ihr alle werdet euch gegenseitig nachher wie die Hyänen euch umbringen weil die Länder sich überschneiden. Es gibt ja eh keine echten Türken /innen mehr. Also was will jetzt Turkishpress.de noch hier glaubwürdig sein... schaut lieber das es Palästina gut geht.
Re: PKK: Türkische Stimmen über den Anschlag
Es ist für mich unbegreifbar, dass so ein Monster wie Öcalan in Saus und Braus leben darf, und nebenher aus dem Luxusknast auch noch seine Mörderbande befehligen kann. In welchem Land gibt es sowas? Der Typ gehört an den Galgen und seine Mordgesellen genauso.