Vorwürfe werden laut - Was ist die IHH?

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AA - Journalist
Der Mitorganisator der Hilfsflottille, die am Montag früh von israelischen Marinesoldaten blutig gestoppt wurde, gerät immer mehr ins Zwielicht. Medien in Israel, Europa und in den USA werfen der IHH vor, die Hamas zu unterstützen.
Die "Insan Hak ve Hürriyetleri Vakfi - IHH", übersetzt "Stiftung für Menschenrecht und Freiheit", ist einer der Hauptinitiatoren der Hilfsflottille "Free Gaza". Die IHH ist eine türkische Nichtregierungsorganisation, die 1992 gegründet und seit 1995 in Istanbul offiziell als Stiftung registriert ist und in Fatih ein Bürogebäude unterhält. Leiter der IHH, die sich im Internet unter www.ihh.org.tr präsentiert, ist Bülent Yildirim. Am 31.05.2010 wurde eine Hilfsflotille der IHH angegriffen und in den israelischen Hafen von Aschdod umgeleitet. An Bord der Schiffe waren mehr als 600 Helfer, Besatzungsmitglieder sowie zahlreiche Journalisten der AA (Anadolu Ajansi), NTV, DHA, CIHAN, STAR und VAKIT aus der Türkei. Insbesondere die Journalisten, Kameraleute und Reporter der Nachrichtenagenturen werfen der israelischen Armee jetzt nach der gestrigen Freilassung und Ankunft in Istanbul und Ankara, der israelischen Armee schwere Menschenrechtsverletzungen vor. In Europa wird die IHH beschuldigt, gezielt Provokationen angezettelt und etliche freiwillige "Dschihadisten" an Bord genommen zu haben.
Die IHH wurde offiziell während des Bosnienkriegs im Jahre 1995 aktiv. Mit dem Roten Kreuz wurden Hilfsgüter in die Krisenregion im Balkan gebracht und diese Zusammenarbeit hält in weiten Teilen der Erde weiterhin an. Für die UN scheinen die IHH-Mitarbeiter qualifiziert genug zu sein, weshalb man sie auch zu Beratungen für den Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen hinzuzieht. Insbesondere auf dem afrikanischem Kontinent versucht die IHH Hilfe an Bedürftige zu verteilen und hat sich auch mit über 30.000 Behandlungen von an Grauem Star erkrankten ausgezeichnet. Ausserdem investiert die IHH im Irak vermehrt für Waisen- und Frauenhäuser, organisiert rasche Hilfe für Opfer von Naturkatastrophen, zuletzt in Pakistan und in Haiti.
Dem gegenüber stehen die Vorwürfe, die aktuell laut werden. So habe die Organisation einen islamistischen Charakter und das zeichne sich auch über die Verbindungen mit der pälästinensischen Hamas-Regierung aus. Die IHH wertet diese Vorwürfe überwiegend gelassen, sieht sich jedoch in puncto Islam keinesfalls kompromittiert, sie steht einfach dazu. Bülent Yildirim will jedenfalls nichts davon Wissen. Die Hamas sei lediglich der Ansprechpartner, wenn es um Hilfszuwendungen gehe und es gebe auch keinen anderen, wenn es um den Gaza-Streifen handle. Mit der Hamas unterhalte auch die EU, die Türkei oder die UN Beziehungen, auch weil sie im Gaza-Streifen die Regierungsgeschäfte seit Januar 2006 führt. Überwiegend werde die Hilfe natürlich in Regionen eingesetzt, in denen humanitäre Hilfe nötig ist, so Bülent Yildirim und das sei in dem Fall eben zumeist in islamischen Ländern, aber auch in Regionen, wo der Islam überhaupt keine Rolle spiele.
Die IHH ist in der Türkei in sehr vielen Fragen aktiv und dies bestätigt sich auch in Verbindung mit der kurdischen Frage. In sehr vielen Aktionen oder Initiativen, die sich mit der demokratischen Gesellschaft auseinandersetzen, mischt die IHH mit, unterstützt andere größere Nichtregierungsorganisationen, u.a. die Mazlumder, die im Südostanatolien aktiv ist. Gleichzeitig wird sie von der AK-Regierungspartei und vom türkischen Parlament tatkräftig unterstützt, wenn es um größere Anschaffungen von Hilfsgütern geht, aber auch heftig kritisiert, wenn es mal nicht nach der Staatsräson geht und das unabhängig davon, welche politischen Kräfte nun die Regierungsgeschäfte bisher führten. Immer wieder fiel die IHH deshalb wegen indirekter Unterstützung von Organisationen in Zusammenhang mit der PKK ins Visier der Polizei und Sicherheitskräften. Als im Jahre 1997 Veruntreuungsvorwürfe in Zusammenhang mit Geldern für Bosnien laut wurden, hatte die Organisation massiv an Glaubwürdigkeit verloren, auch weil in diesem Zusammenhang anderen Hilfsorganisationen in der Türkei, massive Veruntreuungen nachgewiesen wurde. Aktuell wird in den türkischen Medien die Frage laut, woher die IHH z.B. die 1,6 Millionen Lira her hat, mit der sie das türkische Passagierschiff "Mavi Marmara" von der IDO (ein Unternehmen der Istanbuler Stadtverwaltung) gechartert hat. Die Antwort sei wichtig, um allemal auch die Vorwürfe zu entkräften, mit der Israel die Legimität untermauern will, so u.a. die türkische Tageszeitung Milliyet. Dennoch gilt für alle Stiftungen, so auch der IHH, dass sie dem Stiftungsgesetz der Türkei unterliegt, so auch in Fragen der Finanzen und damit auch gegenüber dem Finanzämtern.
Öffentlich in den Mittelpunkt trat die bis dahin eher im Hintergrund wirkende Hilfsorganisation, als sie ihre Hilfen 2007 auf dem afrikanischem Kontinent mit unentgeltlichen Brunnenbohrungen und ambulanten Augenbehandlungen verdient machte und 2010 für Haiti über 33 Tonnen humanitäre Hilfslieferungen organisierte. Bis dahin hatte sich die IHH in Tchechenien, im Balkan, in Pakistan wegen der Erdbebenopfer und im Nahen Osten, insbesondere im Gaza mit der Organisation von Hilfskonvois auf See und Land einen Namen gemacht. Alljährlich finanziert sich die IHH u.a. mit den Pflichtabgaben während der islamischen Feiertage (Freitagsgebet, Opferfest, Zuckerfest), überwiegend aus den Einnahmen der Verkäufe von Tierfellen, die während des Opferfests anfallen und eingesammelt werden oder Alternative wie der Pro-Kopf Pflichtabgabe, falls man kein Nutztier geopfert hat. Überwiegend aus den islamischen Ländern wie Indonesien, Saudi Arabien, dem Iran, Irak oder Türkei kommen die meisten Spendengelder. Daneben unterhält die IHH mehrere Zweigstellen in Europa, dem Balkan und in Südostasien, arbeitet dabei u.a. mit der Hilfsorganisation WEFA e.V. In Köln zusammen. 2008 erreichten dabei so nach eigenen Angaben die Hilfslieferungen bis zu 280.000 Menschen. 2009 waren es bereits über 700.000 Menschen weltweit. Mit dem Wachstum erreichte die IHH aber auch nationale wie internationale Größe, wird dabei in der Türkei auch mit anderen nahmhaften Organisationen mitgenannt, von Sportlern wie Künstlern, von Vereinen wie Verbänden gleichermaßen unterstützt.

Re: Vorwürfe werden laut - Was ist die IHH?

Bild von Abraxas01

Eine perfekte Scheinfirma um terroristische Gelder waschen zu können!
In Bosnien haben sie gar nicht so viel gemacht wie sie nun glaubhaft machen wollen. Die IHH Aktivisten wollen staatliche Institutionen unterwandern, und für ihre Sache werben. Die vielen Hilfsaktionen sind schön und gut. dagegen spricht sich auch niemand aus, aber der eigentliche Hintergrund ist doch die Leute langsam aber sicher einer Gehirnwäsche zu unterziehen und dann die Türkei umzupolen. Das die PKK Und die HAMAS immer wieder in Verbindung stehen, und wohl nicht die einzigen zeigt das die IHH nicht das ist was sie nach draussen zu scheinen ist. Mit dem Islam hat man nun das perfekte Instrument die Türkei aufzulösen in einen anderen Staatenbund. Warum hat in der heutigen Pressekonferenz mit Herr Barzani und Herr Davudoglu die Irakische Fahne gefehlt? Auf die Frage des Journalisten weshalb die Irakische Staatsflagge fehlt, wurde die Pressekonferenz abgebrochen. Die Türkei will einen Kurden Staat gründen um dann unsere Gebiete abzugeben. Und langsam stellst sich die Frage ob es vielleicht nicht besser wäre das Erdogan sein Amt ablege und Premierminister eines Arabischen Staates werde. Und Herr Davudoglu vielleicht sich seiner Vorfahren gesellt und Aussenminister von Armenien wird. Die IHH wirft einen breiteren Schatten als ihr möglich ist. Sie wirft das tuch des Schweigens über ihre Machenschaften.

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