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TURKISHPRESSVOTE
Die Halbwertszeit der "erfolgreichen" griechischen Wirtschaft und Politik innerhalb der Europäischen Union betrug gerade mal drei Jahrzehnte. Das gleiche könnte mit Portugal und Spanien passieren. Damit es nicht soweit kommt, greifen die mächtigen EU-Staaten tief in die Tasche, wollen aber nicht selbstlos helfen. Schließlich geht es um viel Geld, das womöglich in den Sand gesetzt wird. Die Unruhen in Griechenland erheitern nicht gerade die Laune der Geberländern, befürchten sie doch eine Verschärfung der momentanen Situation.
In Griechenland will das Volk vom Gewohnten keinen Deut abweichen und es hat nicht einmal gegriffen, der angekündigte Sparprogramm, die gestern Abend im Parlament auf der Tagesordnung stand. Was bisher mit Bakschisch und Ouzo sowie Teller werfen kaschiert wurde, die zu allem Überdruss der Osmanischen Herrschaftszeit angerechnet wird, will man weiterhin beibehalten. Was bisher ohne Quittung, mit Rabatten je nach gesellschaftlicher Stellung, eingekauft, verkauft werden konnte, ist immer noch Gang und Gebe. Es sollte auch keinen verwundern, wenn dieses System beibehalten wird, noch sehr lange, über die Finanzspritzen hinaus. Das bedeutet, es werden so einige Milliarden einfach verpuffen, die jetzt im Rahmen der Finanzhilfen, Griechenland ausgezahlt werden.
Das passierte nur eine Moses-teilt-Meer weit in der Türkei während der Jahrtausendwende ebenfalls, jedoch nicht so, das es die Bevölkerung auf die Straßen trieb. Harte Sparmaßnahmen, Sanktionen gegenüber den Banken, eine konsequente Verfolgung der Korruption konnten die Verhältnisse normalisieren. Zwar ist das Spektrum der Finanzschlupflöcher und die Korruption immer noch nicht ganz abgestellt, aber die Gesellschaft redet mit, die Medien sind immer auf dem Sprung und die Politik ist gezwungen zu handeln. Heute kann sich die Türkei im Vergleich zu vielen anderen EU-Staaten sehr wohl als gestandener Mann bezeichnen, der seine Hausaufgaben gemacht hat. Die Zeichen deuten weiterhin auf Wachstumsraten über der 5 Prozent-Marke, wovon sogar die mächtigen EU-Staaten inzwischen nur träumen. Obwohl die politische Lage weitaus kritischer ist, als man zunächst annehmen würde wenn man die Wachstumszahlen zu rate zieht; so interessant ist auch das ambivalente Verhältnis zwischen Wirtschaft und Politik in der Türkei.
Aber zurück nach Griechenland. Hier hat das politische System Jahrzehnte lang auf Lügenkonstrukte aufgebaut. Auf der einen Seite wurden die Feindbilder aufrecht erhalten, wahrscheinlich ein Relikt der hellenischen Kultur und auf der anderen Seite lakonische Reden gehalten. Es schadet eben nie, den Anschein zu erwecken, man sei sachlich an der Krisenbewältigung interessiert, auch im Hinblick auf die eigene Rolle innerhalb der EU. Dennoch, die griechische Krise ist ein Urproblem, das auf das kleinasiatische Festland umgemünzt wird. Der Bakschisch sei eine Unart der Osmanen und somit für die anhaltende Korruption sowie Steuerhinterziehung verantwortlich. Die Ägäis und Zypern sei ein Streitpunkt, das gekünstelt aufrecht erhalten werde, damit die einstige Seefahrernation nicht mehr die Füße auf die Planken setzen kann. Das militärische aufrüsten, sei nötig gewesen, damit die "Esel" von nebenan nicht auf die Idee kommen, die Grenzen zu versetzen, ob nun in Thrakien oder auf Zypern. Und auf den neuen, von EU-Geldern finanzierten Autobahnen erster Klasse, waren die überdimensionierten Schilder mit "Türken raus aus Zypern", die alle paar Hundert Kilometer aufgestellt wurden genauso nicht wegzudenken, wie die langen Wartezeiten an den Grenzübergängen zur Türkei. Dabei waren die Lügenkonstrukte doch innerhalb der Gesellschaft allseits bekannt, aber die eigene Unfähigkeit, Realitäten von Schwarzmalerei zu unterscheiden und anzusprechen, die fehlt den Griechen in weiten Teilen der Gesellschaft noch immer. Der politische Anspruch, den Graben mit seinen Nachbarländern zu überwinden, war nie gegeben und das färbte auch auf die Gesellschaft ab.
Den gleichen Anspruch hegen in Deutschland andere Kleingeister, die die Gelder der EU für die Türkei als glückliche Umstände für die Türken und unnötige Verschwendung von Steuergeldern der EU bezeichnen. Zwar werden hier Projekte finanziert, die die Angleichung des Landes an die EU-Standards fördern sollen; Kleingeister wollen darin aber eine Bevorzugung der Türkei sehen, die in die EU überhaupt nicht hinein gehöre, wie auch die "etlichen Sozialschmarotzer" die sich über die Sozialämter bedienen und deshalb abgeschoben gehören. Als ob das nicht ausreicht, werden noch weitere Szenarien gezeichnet, die die deutsche Gesellschaft aus dem tiefen Dämmerzustand wecken soll. In Stammtischmanier werden diese gerne als Finanzhilfen bezeichnet, die den Türken geschenkt werden und hier nötiger wären, als im anatolischem Hinterland. Es sind zwar derzeit nicht mal 0,8 Prozent des türkischen BIP und diese dienen lediglich zur Angleichung der Normen und zum Ausgleich der verwaltungstechnischen Mehraufwendungen im Wege des EU-Beitrittsprozesses, aber das tut nichts zur Sache. Es wird ausgezahlt und dabei spielt es in Zeiten in denen es allen nicht gut geht, eben zum Standardrepertoir. Derzeit fließen ca. 4,8 Mrd. EUR im Jahr in die Türkei und diese wollten einige Besserwisserische Politiker auch in Deutschland abschaffen bzw. stark verkürzen. Das Vorhaben scheiterte jedoch an dem Gleichheitsgrundsatz, auch weil die EU diese Hilfen anderen EU-Anwärtern und EU-Staaten ausbezahlt, darunter auch Griechenland, damit diese sich ihren Feindbildern erwehren können. Jedenfalls kamen die politischen Stammtischparolen nicht über den eigenen Tellerrand hinaus und dienen fortwährend als Stammtischaufmachung. Wenn es dann aber zu wirtschaftlicher Zusammenarbeit kommen soll, sind die Biergläser und der Stammtisch gegen Cay (türkischer Tee) und Pult mit deutscher und türkischer Minifahne schnell getauscht, die Stammtischbrüder aus dem lokalem Umfeld verwiesen.
So schnell, wie der Stammtisch gegen einen Pult ausgetauscht wird, so schnell ändern sich momentan auch die Zahlen, die Griechenland fehlen und ausgeglichen werden müssen. Will man sich in die Materie vertiefen, erhält man lakonische Auskunft. Hingegen muss die Türkei die Unterhosen weiterhin ausziehen, um sich gegenüber der EU behaupten zu können, und das taten sie, ohne dabei in der Ehre verletzt zu sein, auch dann nicht wenn Karikaturen aufgesetzt wurden, die das noch einmal unterstrichen. Heute prognostiziert man einstimmig, das selbst in den nächsten Jahren eine Wachstumsrate von bis zu 6 Prozent zu erwarten ist. Der Internationalen Währungsfond (IWF) erklärte noch am Mittwoch, dass die Türkei in diesem Jahr ein Wachstum in Höhe von 5,2 Prozent erreichen wird. Erst vor kurzem schlug die Türkei ein Angebot der IWF mit Haken und Ösen ab, diesmal aus einer Position heraus, das sie sich erlauben konnte. Was Griechenland jetzt zu erwarten hat, in dieser schweren Zeit, mag man sich nicht einmal ausmalen. Zwar würde niemand einem Pleitemensch auch nur eine Müde Mark anvertrauen; wenn es aber um die eigenen Interessen geht, so kann man daraus auch ein lukratives Geschäft machen, siehe Merkelsche Hilfsangebot. Wenn das nicht einmal vollkommen in die Hose geht, das mit der Hilfe und dem Geschäft. Eigentlich sollte es im Interesse aller, in einem vernünftigem Rahmen ausgehandelt und Wege aus der Krise gezeichnet werden, ohne dabei Griechenland vollends in die Knie zu zwingen. Griechenland muss sich vom veraltetem System losreißen, will sie wieder die gute alte Seefahrernation werden. Und jene die immer noch an den Feindbildern gefallen finden, bei den Osmanen, Atatürk, Ismet Inönü oder Bülent Ecevit die Schuld für die heutige Misere suchen, denen sei gesagt: sucht euch einen anderen Sündenbock.
Dennoch, so wie die Griechen an ihrer Lage selbst Schuld sind, so sollte Deutschland seine kapitalistischen "Hilfsmaßnahmen" fairer weise überdenken. Wer weiß, vielleicht trifft es auch mal Deutschland und wehe dem, man ist den Asiaten oder den Hellenen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Utopie? Utopisch war auch die Vorstellung, das Griechenland innerhalb der EU zu einem Problemfall wird, das die gesamte EU belastet. Wir sehen ja, was daraus geworden ist und haben dennoch keinen Überblick, auch weil es von allen schön kaschiert wird, wie es unter dem Rock der Evzonen ausschaut.
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Re: Griechenland blickt in "Dunklen Zeitalter"
Ich gebe es offen, unumwunden, ehrlich und reinen Herzens zu:
Ich platze fast vor Schadenfreude und bedauere zutiefst, daß es die Griechen nicht noch härter getroffen hat und sie Mrd. reingeschoben bekommen! Warum sollte ich auch Mitleid mit Leuten haben, die mich als Feind betrachten und nur als Toter gut finden können?
Was sagte König Theoden in "Herr der Ringe 3-Die Rückkehr des Königs" bei der Endschlacht um Gondor?
Genau: "Habt keine Gnade, denn auch ihr werdet keine Erfahren."
In diesem Sinne: Frohes Untergang, Hellas.
Re: Griechenland blickt in "Dunklen Zeitalter"
Eine kleine minderheit von Fanatikern oder wie auch immer sie genannt werden "sollten" darf niemals die richtung vorgeben, Niemals. Und ich denke das auch du nicht zu diesen leuten gehöhren solltest, wir sind in erster linie Menschen, und manche dazu auch noch Gottesfürchtig! Gott liebt den Frieden und die Harmonie! Wir Griechen und Türken haben viel mehr gemeinsam als uns lieb ist, das fängt beim essen an und hört beim aussehen auf, auch "unsere Familiennamen" sind sehr oft lustiger gleich, das ist teilweise unglaublich! Wir müssen alle aufeinander zu kommen, für Fanatiker ist kein Platz! Zeig mir sollche Hasser und ich mache sie persöhnlich Fertig.
Meine komplette Familie ist ursprünglich aus Trabzon "gekommen" und ich hab noch nicht einen feindseligen Türken kennengelernt, in Stuttgart, da wo ich aufgewachsen bin, waren die Türken mit uns Griechen zusammen, nicht mit den anderen ausländern oder deutsche, teilweise sprachen die Türken Griechisch oder andersherum, wir Türkisch. Wie gesagt, wir kommen aus der gleichen ecke, vergiss das niemals! Ich will auf gar keinen fall einen schlecher böser nachbar sein, und du? , ich denke mal auch du nicht, denk mal darüber nach! Wie gesagt, wir sind alle Menschen, weisst du noch wo das erdbeben bei euch war? und wir Helfer rübergeschickt hatten? So muss das sein. Da sagte ein Türke, das ist doch klar, wenn ich ein schwierichkeiten habe, dann erwarte ich zuerst von meinem nachbarn hilfe, GENAU so ist es!
Zeig mir diese "sogenannten" Griechen, die scheisse reden/schreiben und ich persöhnlich schmeisse sie in die Hölle, denn für sie ist KEIN Platz in der gegenwart und vorallem Zukunft!!!
Re: Griechenland blickt in "Dunklen Zeitalter"
Diese Worte sind Balsam für meine Seele. Es gibt sie tatsächlich auch hier, die Weltoffenen und Vorurteilslosen! :)
Re: Griechenland blickt in "Dunklen Zeitalter"
Wir brauchen eindeutig strengere Regeln für die Finanzwirtschaft und die Mitgliedsstaaten. Es kann nicht sein, dass eine hand voll Spekulanten einen ganzen Kontinent an den Rande des Abgrunds führen. Außerdem brauchen wir ein EU-Regelwerk, die die Abwicklung eines EU-Staats im Falle eines Staatsbankrotts regelt. Ähnlich wie es die USA haben, wo das Ganze schon seit Jahrhunderten funktioniert...
Da können wir nur hoffen, dass es bis dahin keinen großen Staat erwischt, wenn z.B. Deutschland oder Frankreich bankrott geht, dann kann das niemand mehr in Europa bezahlen wie bei Griechenland, weil das viel zu teuer wäre...
Re: Griechenland blickt in "Dunklen Zeitalter"
Das kommt davon wenn man ein Lügen System unterstützt und es immer und immer wieder in Schutz nimmt. Das Griechenland die Staatbilanz am höchsten fälschten um in die EURO-Zone zugelangen, war schnell bekannt. Und ausgebildete Wirtschaftsproffesoren hätten den Schwindel merken müssen, schwiegen aber weil es ja Griechenland ist. Die gefälschten Bilanzen sind auch von den Italienern vorgezeigt worden, und auch bei anderen EURO-Zonen Ländern sind Abweichungen aufgetreten. Deswegen bin ich gegen ein so grosses Projekt wie die EU für die Türkei und den Balkan. Es passt nicht im Charakter der Transparenz die die Türken ehrlich vorlegen, gegen die Gier der anderen. So wird einfach einem Dummen die Münzen herausgesogen und die machen es sich bequem auf der faulen Haut. Dies Art von Unkultur die es viele zelebrieren, wird uns kaputt machen. Auch sind natürlich Bilanzen ganz einfach und legal zu verschönigen in dem Mann gewisse Statistiken anders formuliert, oder nur halbherzig aufnimmt, Deswegen ist eine EU für den türkischen Charakter nicht die passende Vereinigung. Der Gedanke in die EU zu müssen ist Absurd und niemals von Atatürk so gewünscht worden! Lieber eine Union in dem Türkische Völker Mitglied sind und befreundete Staaten. Wie Israel und manche Balkanstaaten, Mongolei. Jetzt muss die Türkei aufpassen das nicht eine Flut von Arbeitslosen Griechen die Türkei überschwemmen und dann noch Arbeit finden und sich Niederlassen. So werden wir langsam zurückgedrängt und ihre kranke "Megali Idea" wird sich so erfüllen. Griechenland hat genug Reserven, auch sind viele griechen Multimilliardäre und viele wollen nur nicht den Gürtel enger schnallen. Die haben mehr Geld als sie zugeben wollen. Sie wollen nur fremdes Geld und tun so als ob es ihnen schlecht geht. Die Leben besser trotz der Wirtschaftskrise als über die 90 Prozent der Türken.