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Das Institut für die türkische Sprache (TDK) hat die zweite Auflage des Wörterbuches für Türkisch-Armenisch und Armenisch-Türkisch veröffentlicht.
Für einen Urlaub in den armenischen Vierteln in Istanbul gibt es viele Wörterbücher, meint Prof. Dr. Sükrü Halûk Akalin, Direktor des Instituts für türkische Sprache. Kleine, kompakte Wörterbücher mit praktischen Redewendungen gibt es in jedem Buchladen. Dennoch, in einem Zeitraum von mehreren Jahrzehnten, habe es keinen umfangreicheren Wörterbuch mehr gegeben, das in beiden Sprachen gleichzeitig übersetzt. Damit habe das Institut einen Bedarf gedeckt, auch weil die Armenische-Frage und der Wissensdurst über die Kultur und Sprache des anderen hohe Ansprüche stellt, erklärt Akalin und hält das 968 Seiten starke Werk von Bedros Zeki in den Händen. Jeweils für die eine Richtung der Übersetzung stellt das Institut die Wörterbücher bereit und will die Serie ständig erweitern.
Die Geschichte des Wörterbuches hat in der Türkei eigentlich eine lange Tradition, stellt der Direktor fest. Die türkische Sprache hat 1907 ein armenischer Autor namens Bedros Keresteciyan zum ersten mal in mehreren Schulheften übernommen und in diesen zwei Sprachen übersetzt. Ein umfassenderes Standardwerk und damit das letzte, entstand 1921, sagt Akalin und es waren weitere Armenier an diesem Werk beteiligt. Genau auf diesem Werk beruhe nun die neueste Fassung. Die liebe zum Detail in der Übersetzung, die Redewendungen jener Zeit, sie spiegeln die Verliebtheit der Autoren in die türkische Sprache wieder, meint Akalin.
Als nächstes soll ein im Jahre 1884 in Istanbul gedrucktes Wörterbuch für Französisch-Armenisch übersetzt und in einer Neuauflage heraus gebracht werden. Dieses Werk beinhalte einen unschätzbaren Wert, weil es auch den kulturellen Austausch zwischen Frankreich und dem Osmanischen Reich wieder spiegelt.
Das Institut für die türkische Sprache ist eine Einrichtung des türkischen Staates zur Reformierung der türkischen Sprache. Am 12. Juli 1932 eröffnete Mustafa Kemal Atatürk die erste Sitzung nach der Gründung. Aus Bulgarien lud Atatürk den armenisch stämmigen Agop Martayan (Agop Dilacar) zur Sitzung ein und stellte ihn als Experten im Institut auf. Martayan arbeitete mehrere Jahre für das Institut und unterzeichnete seine Werke unter dem Namen Dilacar, den ihm Atatürk bei der Namensreform vorgeschlagen hatte.
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