Türkischer Geheimdienst bremst Aliyev aus

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Protokoll zwischen Türkei und Armenien

Der aserbaidschanischen Tageszeitung "Yeni Müsavat" zufolge, verhinderte im letzten Moment die MIT einen militärischen Konflikt zwischen Aserbaidschan und der besetzten Enklave Bergkarabach.

Den Plan des aserbaidschanischen Staatspräsidenten Ilham Aliyev, gegen die von Armenien okkupierte Region Bergkarabach militärisch vorzugehen, soll der türkische Geheimdienstt MIT im letzten Moment aus gebremst haben, berichtet die auflagenstarke Zeitung "Yeni Müsavat" in der heutigen Ausgabe.

Die Zeitung behauptet des Weiteren, dass dieser Eingriff durch die MIT, vor der Unterzeichnung des Protokolls zwischen der Türkei und Armenien stattfand. Aliyev soll demnach vor der Unterzeichnung des Protokolls im vorigen Jahr, eine militärische Operation gegen Bergkarabach abgesegnet haben. Der Artikel wurde in Zusammenhang mit dem Protokoll und dem nachfolgenden Streit zwischen der Türkei und Aserbaidschan sowie dem Wechsel des MIT-Direktors in diesem Jahr gebracht. Der MIT soll demnach den aserbaidschanischen Staatspräsidenten eindringlich davor gewarnt und den Plan verworfen haben, in Bergkarabach militärisch einzumarschieren. Der Entschluss, diese Operation nicht auszuführen, sei dann kurz vor der Unterzeichnung der Protokolle zwischen Armenien und der Türkei gefasst worden sein.

Aus der MIT kamen bisher keine Verlautbarungen in diesem Zusammenhang. Die türkischen Zeitungen schreiben, dass der Bericht von MIT nahen Quellen bewertet werde und im Moment keine genauen Angaben gemacht werden können. Aus dem Außenministerium wurde lediglich bekannt gegeben, das solche Konflikte im Dialog gelöst werden sollten.

Unter schweizerischer Vermittlung einigten sich die Türkei und Armenien auf zwei Protokolle, die Ende 2009 ratifiziert wurden. In dem einen geht es um die Aufnahme diplomatischer Beziehungen, die seit der völkerrechtswidrigen Okkupation Bergkarabachs durch Armenien 1993 abgebrochen wurde, in dem anderen um den Ausbau der bilateralen Beziehungen auf den verschiedensten Ebenen. Nach der Bestätigung der Protokolle durch die beiden Regierungen, sollen die Dokumente den Parlamenten in Ankara und Eriwan zur Zustimmung vorgelegt werden, die bisher jedoch ausgeblieben sind. Die Türkei hatte Armenien und Aserbaidschan bereits kurz nach der Unabhängigkeit der Kaukasusländer von der ehemaligen UDSSR im Jahr 1991, als erster Staat anerkannt.

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