ÄHNLICHEBEITRÄGE
ÄHNLICHEBEITRÄGE
NEWSÜBERBLICK
TURKISHPRESSVOTE
Der 24. April naht und die Einstimmung in der Gesellschaft in Zusammenhang mit dem Völkermord an den Armeniern läuft auf Hochtouren.
Am Samstag jährt sich der 95. Jahrestag der sogenannten Armenierverfolgungen, die mit der Verhaftung der armenischen Elite in Istanbul seinen Anfang genommen haben soll. Bereits vor Wochen richtete man sich in Deutschland auf diesen Tag ein. Der Dokumentarfilm im Norddeutschen Rundfunk, die politischen Erklärungen, Medien die vermehrt darüber berichten, all dies stimmt die Gesellschaft in Deutschland auf den Tag ein. In der türkischen Gemeinde in Deutschland regt sich zwar Widerstand, doch dieser beschränkt sich nicht nur auf eine Verteidigungshaltung, man geht vermehrt auf die Vorwürfe ein, sucht den Kontakt und will Gespräche anregen.
Bereits seit Jahren fordert Ministerpräsident Erdogan eine unabhängige Kommission zur Aufklärung und Aufarbeitung der Jahre 1915 bis 1918 in der Türkei. In Deutschland richteten türkische Initiativträger u.a. in Minden eine gemischte Veranstaltung ein, in der die eigenen Positionen öffentlich angesprochen wurden. Gegen die Ausstrahlung des Dokumentarfilms "Aghet" gingen Protestschreiben bei der ARD und NDR ein, zugleich aber kritisierte man nicht nur die einseitige Darstellung, sondern auch die gezielte Schwächung der Position.
Der TV-Sender Phoenix strahlte kurz danach die Doku erneut, bot aber danach eine Plattform für eine Diskussion zwischen deutschen und türkischen Persönlichkeiten, u.a. mit Bahattin Kaya (Türkische Gemeinde in Deutschland), Hermann Goltz (Uni Halle-Wittenberg, Johannes-Lepsius-Archive), Ahmet Külahci (Hürriyet), Ischchan Tschiftdschjan (Zentralrat der Armenier in Deutschland) und Karen Krüger (FAZ). Auffallend nur, dass dabei türkische Vertreter herangezogen wurden, die sich in der Materie weder auskennen, noch artikulieren konnten. Dagegen aber Journalisten, ein Professor, der mit allen Wassern gewaschen ist und Vorsitzender des Förderveins Lepsiushaus Potsdam e.V. ist.
Wenn man bedenkt, das in der Türkei die "Aufarbeitung" viel fortgeschrittener und professioneller von statten geht, sind die Gehversuche in Deutschland nicht einmal mit Krücken möglich, weil ständig daran gesägt wird. Von allen Seiten prasselt nicht nur Kritik, es hageln gezielt Diffamierung gegenüber den Versuchen der türkischen Gemeinde in Deutschland. Und wieder einmal sind es bekannte Namen, die sich der Sache angenommen haben. Effekthascherei nennen es mittlerweile die Türken, die u.a. ein Kommentar von Madlen Vartian gelesen hatten, die die Türken in der „Mindener Tageblattes“ am 14. April gezielt mit dem Verfassungsschutz in Zusammenhang brachte. „Die Genozidleugnung ist laut Bericht des Verfassungsschutzes NRW ein Merkmal des türkischen Rechtsextremismus und stellt das Pendant zur Holocaustleugnung beim deutschen Rechtsextremismus dar.“ schrieb sie dazu und stellte damit alle Bemühungen nicht nur in Frage, zugleich stellte sie die Initiative in ein Licht, das eine Aufarbeitung im Keim ersticken soll.
Ob verletzend oder einfach nur als Ungeheurlichkeit empfunden, die türkische Community reagierte dementsprechend intensiv und erregt auf den Rundumschlag. Hingegen stehen in Istanbul gleich zwei Veranstaltungen im Programm der Genozid-Befürworter. Zum einen wird am 24. April mitten in Istanbul eine Mahnwache abgehalten, also nach Auffassung eben dieser Kreise, in einem Umfeld gearbeitet das immer noch als unmöglich beschrieben wird. Zugleich soll ein Symposium unter international zusammengesetzten Historikern stattfinden, die sich Geistig in diesem strittigem Thema austauschen wollen. Da fragt man sich automatisch, wozu die Bundestagsresolution, dass zwischen Türken und Armeniern ein Ausgleich durch Aufarbeitung und Versöhnen forderte, gut ist.
Es ist bezeichnend, dass die Aufarbeitung sowie der Dialog in Deutschland und damit der Versöhnungsweg erst gar nicht erwünscht ist und deshalb ständig torpediert werden kann, im Einklang mit den Medien. Wieso das in der Türkei gesellschaftlich und in den Medien möglich sein soll, wenn zeitgleich in einem demokratischen Land wie Deutschland, Meinungen ständig verzerrt wiedergegeben, Menschen diffamiert, ganze Bevölkerungsgruppen als Rechtsextreme betitelt und mit der Holocaustleugnung in Zusammenhang gebracht werden, das will auch den Türken in Deutschland nicht mehr einleuchten. Vielleicht geht es tatsächlich nur um die Durchsetzung eigener Interessen, die über die des Dialogs und der Versöhnung stehen, nämlich der eigenen Auffassung über eine Geschichte, die sich vor 95 Jahren in Anatolien ereignet hat. Dann aber meine Damen und Herren, dürfen sich die Geister nicht darüber aufregen, wenn in Anatolien nach der Mahnwache Strafanzeigen gegenüber den Austrägern der Initiative wegen diversen Äusserungen hagelt, die der dortigen Gesellschaft nicht genehm sind.
| M | T | W | T | F | S | S |
|---|---|---|---|---|---|---|
|
|
1 |
2
|
3
|
4
|
5
|
6
|
|
7
|
8
|
9
|
10
|
11
|
12
|
13
|
|
14
|
15
|
16 |
17
|
18 |
19 |
20 |
|
21 |
22 |
23 |
24 |
25 |
26 |
27 |
|
28 |
29 |
30 |
31 |
|
|
|
Newsletter markieren das per E-Mail gesendet werden soll. Zum abbestellen Markierung entfernen.
|
TURKISHPRESS |
NEWS |
SOCIUS |
SERVICE |
WISSEN |
PARTNER |
| Impressum | Politik | Community | Tags | History |
![]() ![]() ![]() ![]() |
| Kontakt | Gesellschaft | Sitemap | Türkei | ||
| Über uns | Geschichte | Newsfeed | Deutschland | ||
| FAQ | Sport | Newsletter | PKK | ||
| Login / Registrieren | Türkce | Unterstütz uns | History News Archiv | ||
| News-Archiv | Mediadaten / Werbung | Galerie | |||
| Allg. Nutzungsbedingungen | Gesicht zeigen! | ||||
![]() |
|||||
|
TURKISHPRESS © 2009-2012 |
![]() |
![]() |
![]() |

LESERKOMMENTARE