USA Bilanz: Obama wird G-Wort nicht beim Namen nennen

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Premier Erdogan - Barrack Obama

Der Nuklear-Gipfel in Washington ist zu Ende. Die Bilanz für Ministerpräsident Erdogan: zuversichtlich, das auch der amtierende Staatschef der USA, das G-Wort nicht in den Mund nehmen wird.

Ministerpräsident Erdogan traf sich in Washington mit insgesamt 13 Staatschefs während des Nuklear-Gipfels in Washington. Vor dem Treffen mit dem US-Präsidenten Barrack Obama, nahm Erdogan an einem Interview mit der CNN teil. Christiane Amanpour sprach mit Erdogan über den Gipfel und die türkischen Ansichten über die vor kurzem als Entwurf im Unteraussschuß des US-Senats angenommenen Völkermordantrags.

Ministerpräsident Erdogan gab an, dass bisher kein einziger US-Präsident gegenüber der Türkei das Wort benutzt hat. Er sei sich sicher, das auch Obama dieses G-Wort nicht benutzen werde. Im Interview stellte Erdogan erneut klar, das Geschichte nicht aufgedrückt werden kann. Die Türkei werde daher auch weiterhin  anderen Staaten ihre Geschichte nicht vorschreiben und erwarte das selbe von diesen. "Was 1915 passiert ist, wird und kann die Türkei nicht als Völkermord  anerkennen. Meine Erwartungen sind klar und ich habe das mehrfach zum Ausdruck gebracht.", sagte Erdogan im Gespräch mit Amandour.

Am Vortag traf sich Erdogan auch mit dem armenischen Staatspräsidenten Sarkissian. In dem anderthalb stündigen Treffen wurde der stockende Normalisierungsprozess auf den Prüfstand gebracht. Nach dem Treffen gab das armenische Präsidialamt eine Presseerklärung ab, die 3 Punkte in dem Gespräch zusammenfasste. 1) Die Türkei darf keine Vorbedingungen auf dem Wege der Normalisierungsbemühungen stellen. Andeutungen in diese Richtung würden den Prozess beenden. 2) Die Fragen zu 1915 werden nicht angesprochen und gemeinsam erörtert. 3) In der Bergkarabach Frage kann die Türkei keine positive Rolle einnehmen und als Vermittler fungieren. Armenien suche den Frieden mit den Nachbarn und werde das entsprechend selbst angehen.

In der Pressemitteilung wurde auch die Rolle der Türkei im Bezug mit der Diaspora erörtert. Sarkissian stellte fest, dass während der 2-Jährigen Normalisierungsbemühungen, trotz der türkischen Einflussnahme über die armenische Diaspora, der Halt zwischen Armeniern, u.a. auch im Ausland weiterhin fortbestehe und gestärkt wurde. Sarkissian nahm nach dem Treffen mit Erdogan an einer Konferenz teil, die durch Verbände der armenischen Diaspora in den USA organisiert wurde. Man stimmte darüber ein, dass die Bergkarabach Frage eine innerpolitische Angelegenheit Armeniens und Aserbaidschans sei und Versuche der Türkei, als Vermittler die Frage in irgend einer Art zu lösen, den Normalisierungsprozess extrem stören und zum Stillstand bringen können.

 
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