Aghet löst unter den Türken Unmut hervor

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WDR-Köln

Der Dokumentarfilm "Aghet" der im NDR am Freitagabend lief, hat in der türkischen Gemeinde in Deutschland heftige Kritik ausgelöst.

Selten habe man einen derartige einseitige Dokumentation der Ereignisse im Ersten Weltkrieg gesehen, erklärten mehrere türkische Vereine in Deutschland schriftlich in Stellungnahmen gegenüber der ARD. Der Film vom Filmemacher Eric Friedler, der am Freitagabend im NDR lief, behandelt die Ereignisse während der Jahre 1915 bis 1917 in der Türkei. In der deutschen Presse wurde die Doku begeistert aufgenommen. Von erstaunlicher umfangreicher Quellenauswertung ist die Rede. Die Vorkommnisse wurden in der Doku als eine Blaupause für den späteren Holocaust suggeriert und man habe sich dabei auf Rafael Lemkin, den Friedensforscher und Initiator der UN-Völkermordkonvention von 1948 berufen, so in der Protestkundgebung vor dem WDR- und NDR-Sendeanstalten.

Gegen die einseitige Darstellung in der Doku hagelte es bereits im Vorfeld der Sendung Proteste. Nach der Sendung teilten türkische Vereine in Deutschland ihren Unmut über den Dokumentarfilm der ARD schriftlich mit und vor einigen Sendeanstalten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in den Bundesländern versammelten sich Türken, um gegen die ausgestrahlte Sendung zu protestieren. In Hannover, Köln, Essen und München richteten mehrere türkische Vereine und Länderverbände eine Unterschriftenkampagne in Moscheen und Vereinsheimen ein und protestierten gleichzeitig vor Rundfunkanstalten, u.a. in Köln vor dem WDR-Gebäude. Die Unterschriftenliste soll nach Angaben der Vereinsvorstände in der nächsten Zeit an die ARD überbracht werden, um den Unmut über die Ausstrahlung im NDR und anschließend in Phoenix zu verdeutlichen.


Die TURKISHPRESS hat eine Petition gestartet, die sich dieses Thema angenommen hat.

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