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Unter dem Vorsitz von US-Präsident Barack Obama trafen sich am ersten Tag rund 50 Staats- und Regierungschefs bei einem gemeinsamen Essen im Weißen Haus.
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat bislang mit zahlreichen Regierungschefs Gespräche führen können, u.a. einen Dreiergespräch mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ferner empfing Erdogan auch den Präsidenten des auswärtigen Ausschusses im US-Senat, John Kerry. Dabei wurde die vom auswärtigen Ausschuss angenommene Armenier-Resolution zu den Vorfällen von 1915 besprochen. Auf die Tagesordnung des US-Senats werde die Resolution jedoch nicht gesetzt, so John Kerry im Verlaufe der Gespräche.
Ministerpräsident Erdogan traf sich im Anschluß daran auch mit dem armenischen Staatspräsidenten Sarkissian. Das Vieraugen Gespräch dauerte rund eineinhalb Stunden. Dem Gespräch wohnten danach auch die Außenminister der beiden Länder und die Staatssekretäre im Außenministerium bei. Erwartet wird, dass bei dem Treffen die Fortsetzung des Prozesses zur Normalisierung der bilateralen Beziehungen beschlossen wird. Erdogan brachte dabei auch seine Ansichten über die Lage im Kaukasus zur Sprache. Eine Erklärung wurde nach dem Treffen jedoch nicht abgegeben.
Unterdessen teilte US-Präsident Barack Obama den Staatschefs der Türkei und Armenien mit, ihre Beziehungen zu normalisieren. Die beiden Staaten sollten dabei alle Anstrengungen unternehmen, sagte Obama nach Angaben des US-Präsidialamts am Montag in Washington. Obama habe sich bei einem Treffen mit dem armenischen Präsidenten Sarkissian anlässlich des Atom-Gipfels geäußert.
Bei einer Konferenz unter dem Motto "die Allianz der Zivilisationen als globale Friedensvision" an der George Mason Universität in Washington, hielt Ministerpräsident Erdogan eine Rede. Dabei wies Erdogan auf die Vorfälle von 1915 hin und sagte, "wir haben daran geglaubt, dass eine glänzende Zukunft auf Liebe und Frieden und nicht auf Hass und Abneigung gegründet werden kann. Wir sind der Meinung, dass die in der Vergangenheit erlebten Leiden nicht aus einer einzigen Perspektive betrachtet und zu einem politischen Mittel gemacht werden."
Historische Ereignisse seien eine Angelegenheit von Experten und nicht der Parlamente. Erdogan hoffe, dass diejenigen, die durch Abstimmung über historische Ereignisse beurteilen, sich dessen bewusst werden, dass sie den gegenwärtigen Generationen und den Bemühungen nach Frieden und Dialog großen Schaden zufügen.
Auf dem Atom-Gipfel in Washington wollen die Staatschefs von rund 50 Nationen für den verstärkten Kampf gegen die Nukleargefahr Lösungen finden.
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