Was bleibt übrig? Armenier zurückschicken!

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Recep Tayyip Erdogan

Während seines Besuchs in London sprach der türkische Premier Erdogan in der BBC über die Armenier-Resolution der USA und Schweden.

Im Interview mit der BBC, die in türkischer Sprache ausgestrahlt wurde, sagte Premier Erdogan gegenüber dem Journalisten Hüseyin Alkan: "Was soll ich Morgen machen? wenn nötig teile ich den 100 000 Armeniern mit, das sie in ihre Heimat zurückkehren sollen, das werde ich machen".

Hüseyin Alkan interviewte Premier Erdogan gestern Abend in London. Auf die Frage, ob die Regierungspolitik unter den Resolutionen leide, erklärte Erdogan, man habe eine "Nullprobleme-Außenpolitik" verfolgt und die Hand ausgestreckt. Dieser Hand habe man eine Faust entgegen gehalten. Hierzu gebe es nichts mehr zu sagen, so Erdogan im Interview.

Auf die Frage, wie er auf die Armenier-Entwürfe in anderen Ländern stehe, sagte Erdogan, es interessiere ihn nicht mehr was andere Länder deuten oder deuten wollen. Er sehe nur, das Länder eine Rolle spielen wollen oder eine eigene Show abziehen und gleichzeitig vorhandene Annäherungen verhindern und Probleme schaffen. Premier Erdogan fügte hinzu, das in der Türkei annähernd 170 000 Armenier leben, davon 70 000 eigene Landsleute. Aber weitere 100 000 Armenier seien zur Zeit in der Türkei und würden geduldet. "Was soll ich Morgen machen? Wenn nötig teile ich den 100 000 mit, dass sie in ihre Heimat zurückkehren sollen. In unserem Land muss ich sie nicht weiter dulden. Leider hat man weder das noch die restlichen Folgen bedacht, als man die Entwürfe an nahm" so Erdogan weiter.

Premier Erdogan reagierte damit auf die jüngsten Entscheidungen in den USA und Schweden sowie im spanischen Katalonien, die Umsiedlung der Armenier im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkrieges als Völkermord zu bezeichnen. Zuletzt hatte Ankara seine Botschafter in Washington und Stockholm zu Konsultationen zurückgerufen. Die türkischen Medien sprechen von einer offenen Drohung und verweisen dabei auf die Duldungspolitik der Türkei in Sachen illegal lebender Armenier. Nach Schätzungen von diversen Organisationen geht man davon aus, das etwa 100 000 armenische Staatsbürger zwischen Armenien und Türkei pendeln und ihren sowie den Lebensunterhalt der Familien in Armenien sichern.

Während dessen hat sich der schwedische Ministerpräsident bei Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan wegen der Annahme des Armenier-Entwurfs förmlich entschuldigt. In Kreisen der Diplomatie heißt es, dass ein Brief des schwedischen Ministerpräsidenten Erdogan zugeleitet wurde. Erdogan habe die Entschuldigung angenommen. Es wird angenommen, dass auch die türkische Diplomatie reagiert und die Botschafterin in Stockholm, Zergun Korutürk, in Kürze nach Schweden entsendet.

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