Türkei wird bis 2023 zwei Kernreaktoren bauen

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AKW

Die Türkei will in Sinop und Mersin zwei Kernreaktoren zur Energiegewinnung bauen lassen und bis spätestens 2023 ans Netz hängen.

Energie und Umweltminister Taner Yildiz beantwortete im Anschluß der Erörterungsgespräche im Türkei-Korea Forum die Fragen der Reporter. Yildiz erklärte, die Türkei sei soweit, in Mersin und Sinop Atomreaktoren zu bauen. In Sinop habe sich ein russisches Unternehmen engagiert, in Mersin sei man soweit, mit den Koreanern zusammen zu arbeiten und die Bauphase zu beginnen.

Lediglich in Sinop warte man noch auf noch eingehende Ausschreibungen aus den USA, Frankreich, Japan und Kanada. Bis 2023 sollen nach Angaben von Yildiz mindestens 2 Meiler am Stromnetz hängen. In Mersin habe der Kooperationspartner Korea eine Bedenkzeit von mindestens 4 Monaten gefordert, um die Koordination im Gebiet vornehmen zu können. Es seien bereits vier Kommissionen vor Ort und hätten die Arbeit aufgenommen. Die gesamte Vorbereitungszeit veranschlagte Yildiz auf ca. anderthalb bis zwei Jahre, bevorzuge aber eine zügigere Abwicklung.

Auf die Frage, wie man die Umweltaspekte und die bevorstehenden Proteste aufnehme, sagte Yildiz, man werde das mit den örtlichen Organisationen und der Bevölkerung ausdiskutieren und auf einen Nenner bringen. Er erwarte keine besonderen Widerstände, die Türkei müsse sich langsam für eine langfristige Energiepolitik entscheiden und dieses Forum habe u.a. Klarheit darüber gegeben, dass die Türkei auf die Zukunft gerüstet sein muss.

Ümit Boyner vom Industriellenverband der Türkei sagte gegenüber der türkischen Tageszeitung "Milliyet", er erwarte eine solide Partnerschaft mit Korea, die seit 1950 Bestand hat. Korea werde mit der Zeit zum wichtigstem Geschäftspartner der Türkei, so Boyner. Die "Milliyet" befragte auch den anwesenden koreanischen Kollegen vom Industriellenverband FKI, Byung Chul Jung. Dieser machte darauf aufmerksam, dass die Türkei seine Wirtschaftspolitik mehr auf Südostasien konzentrieren sollte. Die Türkei könne dadurch eine höhere Wachstumsrate erzielen und im Südostasien in weiteren Feldern tätig werden, die noch nicht erschlossen sind. Gleichzeitig biete die Türkei einen Absatzmarkt, dass asiatische Märkte sehr gerne erschließen würden. Das Kernreaktorgeschäft biete eine hervorragende Basis für weitere gemeinsame Projekte, so Jung gegenüber dem Journalisten.

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