An die hessische CDU: Wechselt zur Heimatpartei!

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Hessischer Landtag

Ein Kommentar um eine Dezember-Ausgabe des "Wetzlar Kuriers" sowie dem Herausgeber, den hessischen CDU Landtagsabgeordneten Hans-Jürgen Irmer.

Gastkommentar | C.H.

Eigentlich ist man es ja gewohnt, das Naziaufmärsche von Burschenschaften und Kameradschaften in Wetzlar, im gesamten hessischen Land abgehalten werden. Ich bewundere dabei die Entschlossenheit vieler junger Menschen, die sich in diesem Bundesland dagegen stark machen und ihre Gesundheit sowie Leben riskieren.

Aber mal Klartext: was soll die Anrennerei gegen diese und viele stillen Beifallklatscher für die "Demokratische Volksdoitsche Rechtsordnung" die sich im Hintergrund bewegen, wenn von regierenden Politikern kein Signal ausgeht das diese Arbeit würdigt und ihnen unmissverständlich den Rücken stärkt? Stattdessen lesen wir im Wetzlar Kurier einen Artikel, der die Religion und die Migranten in rassistischster Art verunglimpft und der Schweizer Entscheidung im Minarett-Verbot huldigt.Kein geringerer als ein CDU-Politiker im hessischen Landtag ist für diesen Artikel verantwortlich. Hat wohl gedacht, er könne mit Koch und Co. den gleichen Populismus betreiben, um in der Politik zu einer Größe aufzusteigen, Potential in der brachliegenden Wählerschaft zu wecken. Mit einer Ausgabe von über 100.000 ist das auch machbar.

Wetzlar ist bekannt für seine Aufmärsche von geordneten Volksdoitschen und seinen Bruderschaften mit Verbindungen im gesamten Bundesgebiet und dieses Potential muss ausgeschöpft werden. Was in der Schweiz recht ist, ist dem Irmer billig und die hessische CDU beteiligt sich daran indirekt. Kurz danach beschwerte sich zwar die hessische Linken sowie die SPD im Landtag, aber zur Distanzierung gegenüber Irmers Schmierenblatt wollte sich dann weder die CDU noch der Koalitionspartner FDP überreden lassen. Stattdessen Funkstille in einer schon so schweren Koalitionsrunde. Einen weiteren peinlichen Vorfall wollte man wohl doch nicht mehr an sich heranlassen. Das ist armseelig, heuchlerisch und niederschmetternd.

Da fragt man sich als Wetzlarer, ob man überhaupt noch gegen die rechte Front antreten soll, wenn die Signalwirkung aus dem hessischen Landtag ausbleibt. Wir hatten hier bereits zwei Brandanschläge auf Moscheegebäuden, Übergriffe sowie Drohbriefe gegenüber Migranten. Aufgeklärt wurde bisher keines. Muss denn erst etwas schlimmes passieren, damit die CDU und FDP sich erneut krampfhaft darum bemüht, aus der Sache heraus zu Reden? Mit Hans-Jürgen Irmer haben wir ein Einzelfall, mit der gesamten CDU- FDP-Fraktion im Landtag einen Super-Gau. Draußen auf der Straße versuchen Menschen unter Einsatz ihrer Sicherheit, ein friedliches Beisammensein mitzugestalten. Im hessischen Landtag ist hingegen nicht ein einziger CDU oder FDP Politiker bereit, der Aufforderung der Linkspartei folge zu leisten. Kein Beifall, keine Anstalten, nichts, nada. Wer schweigt stimmt zu. Stattdessen wird Irmer von der NPD zur "Heimatpartei" geladen.

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