Armenien - Ehre mit Terror

Artikel »

Protokoll zwischen Türkei und Armenien

Die Grenzen zu Armenien sollen geöffnet werden, reger Handel soll betrieben und dadurch Beziehungen entstehen. Der diplomatische Austausch zwischen Armenien und der Türkei soll die politische Beziehung zwischen diesen beiden Ländern wieder auflockern.

Dass damit kein Freudenjubel in beiden Gesellschaften der jeweiligen Ländern zu erwarten ist, dürfte wohl bekannt sein. Die armenische Bevölkerung spricht von Verrat am Volke. Denn die Regierung Armeniens wird nicht nur beschuldigt Armenien zu verkaufen, sondern auch den Genozid an den Armeniern 1915 während des Ersten Weltkrieges in Frage zu stellen.

Um die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern in Bewegung zu setzen hat die Türkei mit internationaler Hilfe, die Durchsetzung einer unabhängigen Untersuchungskommission aus  Wissenschaftlern und Historikern durchgesetzt.  Die Mühe der armenischen Diaspora, die verstreut auf dem Globus leben, die These des Genozids  aufrecht zu erhalten ist somit in Gefahr geraten.
 

Die ehemalige Unionsrepublik der UDSSR ist somit weiter unter Druck geraten und wird mit weiteren Forderungen seitens der Türkei in noch unangenehmere Lagen gebracht. Der Karabach-Konflikt, der den türkischen Bruderstaat Aserbaidschan betrifft, soll auch geklärt werden. Seitens der armenischen Bevölkerung eine weitere unannehmbare Position und Grund genug, anzunehmen das man alles wofür Armenien steht verliert. Die Genozid-Debatte, die Opfer des Ersten Weltkriegs und "Befreiung" von Karabach. Alles hat die armenische Identität seit der Gründung Armeniens bis heute am Leben erhalten und begründet. Die armenische Diaspora lebt von der Genozid-Behauptung und hat die  Funktion die Diaspora-Armenier zusammen zu halten. Der Karabach-Konflikt hat in Armenien  und  in Berg-Karabach Armenier einen starken Rückhalt für das armenische Militär beschert. Beides steht jetzt im März auf dem Spiel.

Doch wie sieht es von der türkischen Sicht her aus?

Die westlichen Medien propagieren, dass bis heute die Türkei mit Armenien nie etwas zu tun hatte. Die Grenzen und jede diplomatische Beziehung durch den Karabach-Konflikt wurden 1993 auf Eis gelegt. Durch die Geschehnisse im Ersten Weltkrieg habe die Türkei mit dem kleinen Nachbarstaat den Kontakt gescheut, ganz besonders nach den politischen Debatten und Anerkennungen in einigen europäischen Staaten. So wird es in Europa und in den Vereinigten Staaten glaubhaft gemacht.

Die Realität sieht anders aus.  Wenn die Beziehungen wirklich aufgenommen werden und die Forderungen seitens der Türkei durchgesetzt werden, wird die türkische Gesellschaft sich fragen, ob man einfach so tun kann als wäre nie etwas gewesen. Vereinzelte Medienberichte ließen dieß ebenso andeuten. Auch wenn der Karabach-Konflikt die Türkei nur indirekt betraf, so hat Armenien die Türkei Jahrzehnte lang politisch terrorisiert. Diese Diskussion wird erneut entfacht, wenn die Maschinerie zwischen beiden Ländern  in Bewegung kommt. Diese Diskussion muss stattfinden, denn die Regierungspartei AKP mit oppurtunistischen Tendenzen wird seiner eigenen Bevölkerung Rede und Antwort stehen müssen, wenn Sie weiterhin die Opposition ausser acht lässt.

 
Loading...
Loading