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Der türkische Außenminister erwartet vom US-Kongress einen 24. April, das im Sinne der Normalisierung mit Armenien im Einklang steht.
Die ausführliche Erklärung des armenischen Verfassungsgerichts zum Protokoll über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Armenien und der Türkei, veranlasst nun die Türkei von Armenien Rechtssicherheit zu verlangen. In der ausführlichen Erklärung des armenischen Verfassungsgerichts zur Verfassungsmäßigkeit des Protokolls, sollen Punkte dem Geiste des Vertrages inhaltlich der Verfassung widersprechen und Vorbedingungen beinhalten die fragwürdig und restriktiv seien. Das türkische Außenministerium bewertete diese Erklärung als eine Verwässerung des Protokolls und damit indirekt die Nichtanerkennung der türkischen Staatsgrenze sowie der Fortsetzung der politischen Anerkennungsstrategie der armenischen Regierung zu den Vorfällen im Jahre 1915 weltweit.
Der türkischen Zeitung "Zaman" zufolge, hat das türkische Außenministerium ein Krisenstab gebildet, dass sich mit der US-Regierung sowie der Schweiz in Verbindung setzt und rechtliche Sicherheit im Bezug zum Protokoll von Armenien fordert. Besonders die US-Regierung soll eindringlich davor gewarnt werden, in Anbetracht der gegenwärtigen Normalisierung der Beziehungen zwischen Armenien und der Türkei, einen möglichen Vorstoß durch den US-Kongress zum 24. April 1915 genau zu überlegen. Andernfalls werde die Annäherung beider Staaten aufgrund des Protokolls vom 10. Oktober 2009 erheblich gefährdet. Die Bemerkung der armenischen Regierung, es sei eine Prozedur des armenischen Verfassungsgerichts und habe keinerlei Bedeutung, lässt das türkische Außenministerium kalt. Sie fordert Rechtssicherheit und nimmt die Verhandlungsführer, die USA und die Schweiz in die Pflicht.
Besonders der nahende 24. April, dass durch die armenische Diaspora in den USA alljährlich vor den US-Kongress zur Völkermord-Anerkennung getragen wird, bereitet der türkischen Regierung erhebliche Bedenken in Zusammenhang mit den Äusserungen des armenischen Verfassungsgerichts. Außenminister Davutoglu erklärte in einer Pressekonferenz, dass ausgesuchte Punkte im Protokoll Erwähnung fanden und vom Gericht bewertet wurden. Hier und da Punkte zu bewerten und in Frage zu stellen, weiche von der Gesamtvereinbarung ab und signalisiere im übrigem der armenischen Regierung, die politische Völkermord-Anerkennung weiterhin voranzutreiben. Daher werde die Türkei die Minsk-Gruppe sowie die Schweiz in die Pflicht nehmen und eine Rechtssicherheit einfordern. Dazu werde durch den Krisenstab der Versuch Armeniens, dass Protokoll zu verwässern in einem ausführlichen Bericht dargelegt. Ohne die Rechtssicherheit werde die Türkei keinen Schritt mehr machen, dass im Protokoll verankert ist, sagte Davutoglu.
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