Premier Erdogan ermuntert zum Antisemitismus

Artikel »

Recep Tayyip Erdogan

Der liberalen israelischen Zeitung "Haaretz" zufolge, ermuntert der türkische Premier Erdogan das türkische Volk zum Antisemitismus.

In der heutigen Ausgabe berichtet die Tageszeitung "Haaretz" über eine sieben-seitige Studie des israelischen Zentrums für politische Studien, das vor 5 Tagen dem Ministerkabinett überreicht wurde. Das Zentrum geht mit der Studie davon aus, dass der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan indirekt zum Antisemitismus anstiftet.

Die Studie die durch das Zentrum für politische Studien erstellt wurde, soll vor Tagen an das Ministerkabinett sowie ausländische Vertretungen überreicht worden sein. Darin wird weitestgehend auf Premier Erdogan Bezug genommen, dessen kontinuierliche negative Prägung des Staates Israels zu einem negativen Bild innerhalb der türkischen Gesellschaft geführt habe. Premier Erdogan habe seit seiner Amtszeit endlose Diskussionen über das Leiden der Palästinenser entfacht, Israel der Kriegsverbrechen verurteilt und somit eine antisemitische Atmosphäre geschaffen.

Obwohl Premier Erdogan immer wieder betone, dass der Antisemitismus "ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit" sei, heize er in Wirklichkeit indirekt die Atmosphäre zum Antisemitismus auf. Dabei unterscheide Erdogan auch nicht zwischen Israel oder Juden, womit undifferenziert auf Begeisterung in der Gesellschaft gehofft werde. Der Bericht geht dabei auf Medienberichte in der Türkei ein, in denen vermehrt jüdischstämmige Türken in Artikel Erwähnung finden und u.a. ihre Landestreue hinterfragen. Zum anderen wird im Bericht auf Premier Erdogans gutes Verhältnis zur Zeitung "Vakit" eingegangen. Die "Vakit" sei unter anderem durch Verharmlosung des Nationalsozialismus und Antisemitismus in die Kritik geraten und dennoch habe Erdogan sie jeden Tag gelesen. Ausserdem drücke Premier Erdogan ein Auge zu, wenn es um "antisemitische" TV-Programme gehe, wie in der TV-Serie "Tal der Wölfe", mit der ja eine Krise zwischen Israel und der Türkei vom Zaun brach. Die Studie sieht die strategische Partnerschaft, die seit den frühen 90er Jahren einen Höhepunkt erreicht hat, als gefährdet an. Gleichzeitig prognostiziert die Studie eine düstere Zukunft in den bilateralen Beziehungen.

Loading