Akdamar im September nicht nur Museum

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Kloster Sumela

Provinzgouverneur von Van ist zuversichtlich, das die Akdamar-Kirche ab September 2010 von Christen benutzt werden kann.

Provinzgouverneur Münir Karaloğlu ist zuversichtlich, das die Kirche auf der Insel Akdamar in der Nähe von Van auch von Gläubigen für christliche Andachten genutzt werden kann. Dieser Optimismus habe Münir Karaloğlu zufolge auch keinen Dämpfer erhalten, nach dem Kulturminister Ertuğrul Günay eine Nutzung Gottesdienste vorab dementierte.

Karaloğlu erklärte, dass das Kulturministerium zwar eine jetzige Nutzung als Kirche dementiert hat, die Anfrage aber weiterhin im Raum steht und die Aussicht viel versprechend ist. Die Anfang Januar vom Kulturminister Günay abgegebene Erklärung habe vor der Anfrage stattgefunden. Daher wäre eine Bewertung der Äusserung Günays verfrüht. Er sehe sehr gute Chancen, das die Kirche ab dem 12. September für Gläubige offen steht und nicht nur als Museum besichtigt werden kann.

Die Anfrage habe sich ergeben, nach dem Touristen den Wunsch geäussert haben, die Kirche auch für Andachten und mehr zu nutzen. Der Wunsch hätte sich Karaloğlu zufolge verstärkt, nach dem der armenisch-türkische Protokoll vom 10. Oktober 2009 unterschrieben wurde, der die Beziehungen der Nachbarländer normalisieren soll. "Die Anfrage an das Kulturministerium hat noch Gültigkeit" sagte Karaloğlu. Nach einer aufwändigen Restauration der Akdamar-Kirche, wurde die Nutzung für Gottesdienste untersagt. Die Kirche wurde bisher ausschliesslich als Museum genutzt.

Zur Zeit werden im Nordosten der Türkei mehrere Projekte angefahren, die zum Erhalt von Kulturdenkmälern dient. Erste Untersuchungen zur Restaurierung von Baudenkmälern, darunter die Van-Burg, die Altstadt, die Sieben-Kirche sowie mehrere Burgen in der nahen Umgebung von Van seien in Angriff genommen worden, so der Direktor der städtischen Kultur- und Tourismusbehörde.

Zur gleichen Zeit hat sich das Kulturministerium auch in der Frage um das Kloster Sumela geäussert. Kulturminister Günay hatte in einer Anfrage vom MHP-Abgeordneten von Trabzon, Süleyman Latif erklärt, dass das Kloster Sumela einmal im Jahr mit begrenztem Kontingent von Gläubigen für Gottesdienste offen stehen wird, sofern man sich mit dem Innenministerium über die Details verständigt hat. Dazu werde man eine Konferenz anberaumen und die Nutzung für Gottesdienste erörtern, sagte Günay in einer Antwort an den Abgeordneten. Günay erklärte, das Gottesdienste im Kloster Sumela abgehalten werden können, sofern eine Erlaubnis beim Gouverneur eingeholt wird. Die letzten Vorkommnisse vom 15. August 2009 werde man mit dem Gouverneur und dem Innenministerium gemeinsam bewerten sagte Günay letzte Woche. Am 15. August 2009 reisten etwa 500 Pilger aus Griechenland und Russland zum Kloster Sumela und versuchten trotz einer zuvor nicht beantragten und genehmigten Sondernutzung einen Gottesdienst abzuhalten. Es kam zu tumulten zwischen den Pilgern und der Museumsdirektion des Klosters. Das Kloster Sumela ist ein ehemals griechisch-orthodoxes Kloster aus byzantinischer Zeit in der Osttürkei bei Trabzon.

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