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Die FU-Berlin untersucht im Rahmen einer Auswertung von eingegangenen Meldungen über Diskriminierungsfälle, mögliche Präventionsmaßnahmen für die Zukunft.
Im Rahmen eines Forschungsprojektes der Freien Universität Berlin, wollen Prof. Dr. Hubert Rottleuthner und Prof. Dr. Matthias Mahlmann die "Realität der Diskriminierung in Deutschland" untersuchen und "Vermutungen und Fakten" hinterfragen.
Das Institut für Rechtssoziologie und Rechtstatsachenforschung an der Freien Universität Berlin wird im Rahmen dieses Forschungsprojekts von der Universität Zürich sowie der EU-Kommission unterstützt und gefördert. Seit November 2009 können Teilnehmer anonymisiert ein Online-Fragebogen ausfüllen und abschicken. Anhand dieser Meldungen und Befragungen von Diskriminierungs- und Beratungsstellen, wollen Prof. Dr. Hubert Rottleuthner und Prof. Dr. Matthias Mahlmann dazu beitragen, dass Diskriminierung sensibilisiert, ein Beitrag für den Abbau von Diskriminierung erreicht wird.
Benachteiligungen aufgrund von Alter, Behinderung, Geschlecht, Hautfarbe und ethnischer Herkunft sowie sexueller Identität sind gesellschaftliche Realitäten, die erforscht werden sollen. Die unterschiedlichen Arten und Häufigkeiten von Diskriminierung sind jedoch bislang wenig untersucht. Ziel dieses Projekts ist es, diesen Forschungsstand zu verbessern und dadurch die Informationsgrundlage für zukünftige rechtspolitische Diskussionen zu erweitern. Die Ergebnisse sollen zur Sensibilisierung gegenüber diskriminierenden Verhaltensmustern und zu deren Abbau beitragen, heißt es in der Homepage der FU-Berlin.
Einen weiteren Schwerpunkt im Rahmen des Forschungsprojektes "Realität der Diskriminierung in Deutschland" bildet die Medienanalyse, in der die Darstellung von Diskriminierung in deutschen Medien untersucht und die Relevanz des Themas Diskriminierung unter anderem anhand von Themenkonjunkturen analysiert wird. Des weiteren sollen aber auch konkrete Diskriminierungsfälle gesammelt und mögliche Akteure als AnsprechpartnerInnen für eine weitere Datenerhebung und Auswertung ausfindig gemacht werden. Methodisch handelt es sich bei der Medienanalyse um eine Inhaltsanalyse der deutschen Tagespresse (Printausgaben). Während des Untersuchungszeitraumes werden alle relevanten Artikel systematisch selektiert, archiviert und anhand von unterschiedlichen Variablen codiert. Relevant ist ein Artikel dann, wenn er eines der zu untersuchenden Merkmale behandelt, also Alter, Behinderung, ethnische Herkunft, Religion, Weltanschauung und/oder sexuelle Identität ggf. auch in Verbindung mit dem Merkmal Geschlecht und zwar unabhängig davon, ob ein konkreter Diskriminierungsfall geschildert wird oder abstrakt über Merkmalsträger berichtet wird.
Die Homepage bietet gleichzeitig Adressen von staatlichen und nicht-staatlichen Beratungsstellen in Gleichstellungs- und Diskriminierungsfragen.
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