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In der Provinz Manisa schwellte seit Neujahr ein Streit zwischen Roma und Einwohnern der Stadt Selendi. Es kam zu Pogrom ähnlichen Zuständen. Jetzt sollen die 76 Roma auf eigenen Wunsch hin, nach Salihli umgesiedelt werden.
Das bestätigte inzwischen auch der Provinzgouverneur der Provinz Manisa, Celalettin Güvenç während einer Pressekonferenz im Beisein von 3 Vertretern der Roma-Familien und einem Roma-Vereinsvorsitzenden. Güvenç sicherte den Roma-Familien Schutz zu und sagte, dass die Wohnungen in Salihli angemietet wurden und ab sofort bezogen werden können. Zuvor hatte der Provinzgouvener den Familien noch Häuser im Baukastenprinzip angeboten, dass die Familien aber ablehnten. Sie hätten sich inzwischen in Salihli umgeschaut und mit dem dort lebenden Roma-Familien verständigt, weshalb sie auch diesen Standort gewählt haben, erklärte der Vorsitzende der Roma-Vereinigung Erdoğan Şener.
Unterdessen hat sich die Delegation des parlamentarischen Ausschusses für Menschenrechtsfragen mit dem Landrat der Stadt Selendi getroffen und die Untersuchungen zu den Vorfällen aufgenommen. Im Bürgermeisteramt der Stadt Selendi trafen sich Ausschussmitglied Ahmet Ersin, Abgeordneter der Provinz Manisa Şahin Mengü, der Landrat von Selendi Selim Palamut und der Bürgermeister der Stadt Selendi Nurullah Savaş mit Bürgern der Stadt, um sich über die Lage zu informieren. Landrat Palamut erklärte im Anschluss daran, dass Nachrichten über rassistische Motive nicht der Wahrheit entsprechen würden und mehr als 30 000 Bürger nicht dafür zur Verantwortung gezogen werden können. Man sei betrübt, diese Nachrichten zu lesen, sagte Palamut den anwesenden Reportern. Bei einer gemeinsamen Ortsbegehung versicherten Anwohner, dass die Umstände zu den Vorfällen nichts mit den Nachrichten gemein haben. Die Bürger erklärten, dass sie seit Jahren mit den Roma-Familien friedlich zusammen leben. Die Nachrichten würden die Lage vollkommen verdrehen. Ahmet Ersin erklärte im Anschluss der Ortsbegehung, dass vieles in den Medien falsch wiedergegeben wurde. "Man hat den Anschein, als ob die Medien hier eine ethnische Spannung hervorrufen wollen" sagte Ersin in der Presseerklärung.
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