ÄHNLICHEBEITRÄGE
ÄHNLICHEBEITRÄGE
NEWSÜBERBLICK
TURKISHPRESSVOTE
Reporter der türkischen Nachrichtenagentur Habertürk interviewten Bartholomäus I.. Hier einige interessante Bemerkungen zum Thema Priesterseminar und Minderheitenrechte in der Türkei.
Bartholomäus I., der seit 1991 griechisch-orthodoxer Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel mit Sitz im Istanbuler Stadtteil Fener ist, verteidigt und fordert die Öffnung des Priesterseminars auf der Insel Heybeliada offener denn je. In einem Interview gegenüber Habertürk-Journalisten verteidigt Bartholomäus I. seinen Kurs in dieser Frage.
Ich sage Schule, Premier sagt Moschee
Der griechisch-orthodoxe Patriarch von Istanbul gibt Inhalte aus dem Gespräch zwischen ihm und Premier Erdogan wieder. "Ich sage Schule, er sagt Moschee; das ist bisher herausgekommen" sagt Bartholomäus I.. In Istanbul und Ankara hat der Patriarch mehrere offizielle und inoffizielle Schreiben an das Ministerium und dem Regierungssitz von Erdogan gerichtet. Darin begründete Bartholomäus I. seine Forderung, das Priesterseminar auf der Insel Heybeliada zu ermöglichen. Premier Erdogan aber hätte daraufhin Athen ins Spiel gebracht. In Athen gebe es keine Moschee, habe Erdogan entgegnet. "Ich wünschte, es gebe 1 oder 2 Moscheen in Athen, ich würde es begrüßen" meint Bartholomäus I.. "Nur bin ich nicht dafür verantwortlich, die Fehler habe ich nicht begangen und weshalb sollten wir dafür gerade stehen und Lehrgeld zahlen?" fragt Bartholomäus I.. Es sei sowieso alles auf die Gemeinde abgewälzt worden, der Zypern-Konflikt, die türkisch-zypriotischen und griechischen Probleme.
Wir fordern unsere Rechte
"Wir sind ein Teil dieser Gesellschaft" sagt Bartholomäus I. und fährt fort: "Die Gegenrechnung wurde uns vorgetragen; Wieso gibt es keine Moscheen?". Es sei nicht ihre Schuld, dass es in Griechenland keine Moscheen gibt, dass in Thrakien keine muslimischen Hodschas ausgebildet oder gewählt werden dürfen. Den Preis dafür kann man nicht der griechischen Gemeinde in der Türkei aufbürden, sagt der Patriarch. "Wir sind türkische Staatsbürger und wollen unsere Rechte. Ich habe zwei Jahre in der Armee gedient, wir zahlen Steuern, nehmen an Wahlen teil" und seit 38 Jahren wird das Priesterseminar nicht ermöglicht. Deshalb ist man als ein Teil dieser Gesellschaft traurig darüber, dass so etwas weiterhin in der Türkei möglich ist, meint Bartholomäus I.. Die Regierung habe zwei Alternativen angeboten. "Davon Wissen wir aber nichts, hat uns jemand gefragt?" entgegnet Bartholomäus I. und ist sichtlich überrascht über diese Medienberichte. "Wer hat uns etwas gesagt, dass wir abgewiesen haben" fragt Bartholomäus I..
Wir sind dem Ministerium untergeordnet und bereit dafür
Bartholomäus I. ist auch über die geforderte Unabhängigkeit des Priesterseminars verwundert, die man aus den Medien herausliest. Bartholomäus I. dementiert die Vorwürfe, man sei gegen eine staatliche Kontrolle des Priesterseminars. "Das ist eine große Lüge" behauptet der Patriarch und erklärt, es hätte auch vor 1971 staatliche Kontrollen gegeben und das Bildungsministerium hätte diese Prüfungen angeordnet. Vor nichts habe man sich versteckt oder Informationen verheimlicht und sich geweigert unter die Kontrolle des Ministeriums zu geraten. "Wer das behauptet, der soll Beweise vorlegen. Wir sind sofort bereit, uns unter die Obrigkeit des Staates zu unterstellen", sagt Bartholomäus I.. Ausserdem habe Bildungsminister Cubukcu erklärt, es gebe keine rechtlichen Bedenken für eine Wiedereröffnung des Priesterseminars. Natürlich werde im Moment die Forderung gegenüber Griechenland laut, in der die gleichen Rechte zugestanden werden soll. Bartholomäus I. versteht aber nicht, was die 3 bis 4 Tausend Griechen in der Türkei, mit den 130 bis 150 Tausend Türken in Griechenland zu tun haben.
Es ist traurig, beschämend und ein Sünde
Die Vision von Bartholomäus I. ist die Ausbildung von eigenen Priestern in der Türkei. Bartholomäus I. weiter, man habe die Möglichkeit, fertig ausgebildete Priester in alle Welt zu schicken, in einige Ländern gebe es keine Priesterseminare, die zum Patriarchat gehören. Was solle aus diesen geschehen, fragt Bartholomäus I.. "Wir müssen das auf uns nehmen und Priester ausbilden", denn sie seien unter ihrer Verantwortung, so Bartholomäus I.. Die Orthodoxe Kirche in Istanbul stehe in der Hierarchie gang oben und 15 Kirchen seien ihr unterstellt. Die höchste Hierarchie habe aber nicht die Möglichkeit, eigene Priester auszubilden und zu entsenden, dass wäre traurig, beschämend und eine große Sünde, führt Bartholomäus I. an.
Wir werden vor das EMGH gehen
Bartholomäus I. ist entschieden, den Weg fortzuschreiten und will eine Lösung zum Priesterseminar bis Anfang nächsten Jahres erreichen. Werde in diesem Punkt weiterhin keine Lösung gefunden, habe man sich entschlossen, den Rechtsweg zu beschreiten. Wenn das negativ ausfällt, werde man nach Europa blicken und vor das Europäische Menschenrechtsgerichtshof gehen. "Diese Frage darf nicht weiter in der Schwebe liegen, zu lange haben wir darauf gehofft und wenn sich in der nächsten Zeit nichts ändert, bleibt uns nur der Weg über das EMGH" sagt Bartholomäus I.. Als unbegründet und gegen das Recht versteht Bartholomäus I. die Schließung des Priesterseminars und das habe man auch im Bildungsministerium angedeutet. "Es gibt keine rechtlichen Bedenken, heisst es dort und wir fordern die Öffnung wie sie vor 1971 gehandhabt wurde".
Demokratisierung hat uns Mut gemacht
Die von der Regierung eingeleitete Demokratisierungsphase habe Bartholomäus I. Mut gegeben. Bartholomäus I. sagt, "wir haben wirklich gedacht, es geht voran, aber es geht nicht, geht nicht, geht nicht. Ich wüsste zu gerne, wann das mal geschehen wird". Bartholomäus I. erklärt, man habe lange Zeit gewartet, in den Kirchen würden Patriarchen leben, die über 70 sind und weiterhin hoffen und warten. "Wer soll unsere Stelle einnehmen, wenn wir sie nicht selbst ausbilden können", sagt Bartholomäus I..
Wir brauchen die USA nicht
Bartholomäus I. meint, die USA habe in dieser Frage wenig Einfluss auf die türkische Regierung. Kein anderes Land könne die Probleme der Türkei lösen, die Türkei selbst sei in dieser Frage auf sich gestellt und müsse es lösen, sagt Bartholomäus I..
| M | T | W | T | F | S | S |
|---|---|---|---|---|---|---|
|
|
1 |
2
|
3
|
4
|
5
|
6
|
|
7
|
8
|
9
|
10
|
11
|
12
|
13
|
|
14
|
15
|
16 |
17
|
18 |
19 |
20 |
|
21 |
22 |
23 |
24 |
25 |
26 |
27 |
|
28 |
29 |
30 |
31 |
|
|
|
|
TURKISHPRESS |
NEWS |
SOCIUS |
SERVICE |
WISSEN |
PARTNER |
| Impressum | Politik | Community | Tags | History |
![]() ![]() ![]() ![]() |
| Kontakt | Gesellschaft | Sitemap | Türkei | ||
| Über uns | Geschichte | Newsfeed | Deutschland | ||
| FAQ | Sport | Newsletter | PKK | ||
| Login / Registrieren | Türkce | Unterstütz uns | History News Archiv | ||
| News-Archiv | Mediadaten / Werbung | Galerie | |||
| Allg. Nutzungsbedingungen | Gesicht zeigen! | ||||
![]() |
|||||
|
TURKISHPRESS © 2009-2012 |
![]() |
![]() |
![]() |

LESERKOMMENTARE