Molotowcocktail-Attacke wegen Drohung verübt

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Busanschlag Istanbul

Im Falle der 17-jährigen Serap, die in einem Linienbus von einem Molotowcocktail getroffen wurde und einen Monat später an Ihren schweren Verletzungen erlag, kommt das ganze Ausmaß der Hintergründe zur Tat langsam zum Vorschein.

Am 8.November hatten mehrere Jugendliche während der Ausschreitungen in Istanbul, einen Linienbus der Istanbuler Verkehrsbetriebe mit Molotowcocktails und Pflastersteinen attackiert. Die 17-jährige Serap, die nach der Attacke mit schweren Verbrennungen Dritten-Grades in eine Spezialklinik in Istanbul eingeliefert wurde, erlag nach einem Monat Intensivbehandlung Ihren Verletzungen. Jetzt berichten Väter der mutmaßlichen Tatverdächtigen die Hintergründe zu der Tat selbst.

Ein Vater eines Tatverdächtigen erklärte gegenüber der Zeitung Yenisafak, dass die verstorbene Serap aus dem gleichem Stadtteil stammt wie sein Sohn. Sein Sohn soll von unbekannten angesprochen und mit dem Tode bedroht worden sein, wenn er die Tat nicht begeht. M.D., ein anderer Vater sagte gegenüber der Yenisafak, dass wenn sich herausstelle das sein Sohn darin verwickelt sei, er selbst Hand anlegen werde um seinen Sohn zu töten.

Die Jugendlichen sollen nach Angaben von Ö.B., Vater eines der Tatverdächtigen Jugendlichen, von PKK-Sympathisanten angesprochen und bedroht worden sein. Wenn die Forderung nicht erfüllt werde, solle man seinem Sohn mit Mord gedroht haben, so Ö.B.. Sein Sohn habe daraufhin die Attacke auf den Linienbus mit weiteren Jugendlichen begangen haben. Ö.B. habe seinen Sohn im Untersuchungsgefängnis besucht und zur Mithilfe bei der Aufklärung gebeten. Sein Sohn habe ihm alles gestanden. Er selber sei über die Tat selbst geschockt und könne es nicht verstehen. Die ganze Familie sei betroffen und am Boden zerstört.

M.D. erklärte hingegen, dass er seinem Sohn so eine Tat nicht zutraut. Er würde zur Arbeit gehen und zurückkommen, habe sich bisher nicht auffällig verhalten oder mit der Polizei in Berührung gekommen. Er Glaube nicht daran, dass sein Sohn darin verwickelt sei. Andernfalls würde er selbst Hand anlegen und seinem Sohn das Leben nehmen.

Ein weiterer Vater berichtete, dass er seinen Sohn zum Laden von nebenan geschickt habe. Jetzt sei er ein Tatverdächtiger in einem Mordfall. Sein Sohn sei von PKK-Sympathisanten angesprochen und entführt worden sein. Man habe ihm schliesslich Geld geboten, damit er die Tat ausführt. Er sei mit der Familie bereits vor zwei Jahren aus Dogubeyazit nach Istanbul übergesiedelt, um die Söhne aus den Fängen der gleichen Personenkreise zu entfernen. Jetzt überlege er sich, wieder in die Heimat zurückzukehren.

Der Landrat von Adana erklärte in diesem Zusammenhang, dass man das Recht habe, Kinder und Jugendliche von Ihren Eltern zu trennen, wenn diese in Straftaten verwickelt sind. Das Sozialgesetz biete hierzu genug Spielraum um Kinder und Jugendliche die in Straftaten verwickelt sind, von Ihren Eltern zu trennen und in Heime einzuliefern. "Die Eltern haben die Fürsorgepflicht für Ihre Zöglinge" erklärte İlhan Atış. Falls die Eltern diese Fürsorgepflicht verletzten, werde er alle Mittel anwenden, um die Eltern davon zu überzeugen, dass sie sich falsch verhalten haben. Es könne nicht sein, dass Kinder und Jugendliche Tag und Nacht in Ausschreitungen verwickelt sind und die Eltern davon nichts mitbekommen.

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