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Die Gewaltwelle in der Türkei während der religiösen Feiertage zum Opferfest nimmt kein Ende. Staatspräsident Gül verurteilte die Gewalt auf schärfste.
Seit mehreren Tagen hatten maskierte Gruppen in verschiedenen Regionen der Türkei, Filialen der türkischen Post (PTT), Polizeistationen oder Linienbusse mit Molotowcocktails attackiert. Nach bisherigen Ermittlungen in allen Fällen, sind ausnahmslos PKK-Sympathisanten für die Taten verantwortlich. Zwei maßgeblich beteiligte Gewalttäter wurden in der vergangenen Nacht verhaftet, nach dem Sie von der Polizei gestellt werden konnten.
In Mersin wurde heute ein Dienstwagen einer Polizeistreife gestoppt und mit Molotowcocktails beworfen. Dabei wurden nach ersten Angaben 2 Polizisten leicht verletzt, der Dritte Beamte blieb unverletzt. Die verletzten Polizisten sollen mit Verbrennungen an Händen und Gesicht im Krankenhaus eingeliefert worden sein. Der Fall ereignete sich am späten Nachmittag in der südöstlich gelegenen Stadt Mersin. Dabei entstand erheblicher Sachschaden am Fahrzeug. Die sofort eingeleitete Fahndung blieb bis zur Stunde erfolglos. Ein erneuter Angriff auf die Polizeistation im Stadtteil Şevket Sümer mit etwa 200 Personen, konnte abgewehrt werden. Die Gruppe löste sich nach eintreffen von Hundertschaften der Polizei auf. Unterdessen wurden 30 Personen verhaftet, die an der Attacke auf den gleichen Polizeirevier im Stadtteil Şevket Sümer beteiligt gewesen sein sollen. Die Mehrzahl der verhafteten, soll aus den umliegenden Regionen stammen und zur Tat in die Stadt Mersin gereist sein. Der Polizeidirektor der Stadt Mersin, Arif Öksüz, besuchte dabei die nahe gelegene DTP-Parteizentrale. Dabei soll Arif Öksüz auf den Umstand hingewiesen worden sein, dass die Benutzung von Tränengas ausserordentlich stören würde. Öksüz erklärte daraufhin, dass Tränengas nicht in Einsatz kommen werde, wenn keine Steine fliegen.
In Hakkari dauern die Demonstrationen weiterhin an. Nach einer Demonstration in der Innenstadt, richteten Demonstranten im Stadtteil Dağgöl Straßensperren auf, zündeten Reifen an. Die Demonstration wurde mit Wasserwerfern und Tränengas aufgelöst. Zur Stunde sollen in anderen Stadtteilen gleiche Zustände herrschen.
Erneut wurde in Izmir ein Linienbus mit Steinen und Molotowcocktails angegriffen. Auch hier sollen etwa 20 PKK-Sympathisanten an der Attacke beteiligt gewesen sein. Es gab bei dem Angriff weder Tote noch Verletzte, da nur wenige Fahrgäste anwesend waren. Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt, nach den Tätern wird weiterhin gefahndet.
In Yüksekova kam es aufgrund einer verbotenen Demonstration zu Massenprotesten und Straßenschlachten mit der Polizei. Schulkinder mussten von Sicherheitskräften begleitet und beschützt werden.
Zum Ende des Opferfest, verurteilte Staatspräsident Abdullah Gül die Gewalt aufs schärfste. Gegenüber Gesetzesübertritten in dieser Form, könne kein Staat tatenlos zusehen. Jeder einzelne werde zur Verantwortung gezogen, so Gül. Der türkische Staatspräsident fügte hinzu, dass der Terror in dieser Region keinen Platz mehr habe. Jeder der eine Waffe trage, müsse sich stellen und vom Terror abschwören.
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